Requiem for French Theory
Transatlantic Funeral Dirge in a Marxist Key [Transatlantisches Begräbnislied in marxistischer Tonart]

French Theory is due for an insider critique, and in Requiem for French Theory, Aymeric Monville and Gabriel Rockhill do just that. Drawing upon decades of studying French philosophy in Paris, they build upon the best Marxist criticisms of postmodernism, while further developing them by situating postmodern theory within the global political economy of knowledge and U.S. driven intellectual imperialism. The result is a broad dialogue on topics ranging from international class struggle and the dissemination of ideology, to fascism, identity politics, dialectics, actually existing socialism, and more.

ISBN 978-1-68590-151-6 2026 15,99 € Portofrei Bestellen (EPUB)

Requiem for French Theory soundly criticizes this tradition's chameleonic ideological permutations under new names, such as postcolonial thought, decolonial theory, new materialism, and other trendsetting discourses. But it also reveals how these theoretical developments are all part of a broader anticommunist cultural front. Most importantly, Monville and Rockhill develop the positive project of anti-imperialist Marxism as the ultimate antidote to French theoretical sophistry. Far from indulging in the political defeatism characteristic of the Western Marxist critiques of postmodernism, this intellectual exchange issues a clarion call for revitalizing revolutionary theory and putting it into practice.

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Office Hours 41-Requiem for French Theory w/Gabriel Rockhill
Adnan Husain YouTube (28.08.2026)

Autoreninfos

Jennifer S. Ponce de León (Jahrgang unbekannt) ist eine US-amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Vertreterin marxistischer und antikolonialer Theorie. Sie ist Associate Professor of English an der University of Pennsylvania und lehrt bzw. forscht dort außerdem in Latin American and Latinx Studies, Comparative Literature sowie in angrenzenden Bereichen der Gender-, Film- und Kunstwissenschaft. 2025/26 war sie zudem Mitglied der School of Social Science am Institute for Advanced Study in Princeton.  

Ihr Studium führte sie von Literatur an der Harvard University über Kunstgeschichte an der UCLA zur Promotion in American Studies an der New York University. Inhaltlich untersucht Ponce de León vor allem das Verhältnis von Kunst, Kultur und politischen Bewegungen in Nord- und Lateinamerika, insbesondere Zapatismus, antikoloniale Bewegungen, Klassenkämpfe, Marxismus, Imperialismus und gesellschaftliche Befreiungsbewegungen.  

Sie ist Associate Director des Critical Theory Workshop/Atelier de Théorie Critique und gibt gemeinsam mit Gabriel Rockhill und Immanuel Ness Buchreihen zum antiimperialistischen Marxismus heraus. 2021 erschien ihr Hauptwerk „Another Aesthetics Is Possible: Arts of Rebellion in the Fourth World War“, in dem sie Literatur, bildende Kunst und Performance im Zusammenhang mit antisystemischen Bewegungen und sozialen Kämpfen analysiert. Zusammen mit Gabriel Rockhill verfasste sie außerdem die Einleitung zur englischen Ausgabe von Domenico Losurdos „Western Marxism: How It Was Born, How It Died, How It Can Be Reborn“ und gab 2026 mit ihm eine Sonderausgabe über Losurdos Imperialismuskritik heraus.

Website: Jennifer Ponce de León

Aymeric Monville (Jahrgang 1977) ist ein französischer marxistischer Philosoph, Autor, Übersetzer und Verleger sowie Gründer und Leiter der Pariser Éditions Delga. Der 2004 gegründete Verlag ist auf politische Philosophie, marxistische Theorie und die Geschichte der kommunistischen Bewegung spezialisiert und hat sich insbesondere um französische Ausgaben bzw. Neuauflagen der Werke von Georges Lukács und Michel Clouscard bemüht. Monville war zudem stellvertretender Chefredakteur der traditionsreichen philosophischen Zeitschrift „La Pensée“ und veröffentlicht unter anderem in „L’Humanité“, „Commune“ und kommunistischen Publikationen; er bezeichnet sein verlegerisches und philosophisches Engagement selbst ausdrücklich als Teil seines kommunistischen politischen Engagements.

Inhaltlich beschäftigt er sich besonders mit marxistischer Philosophie, Kapitalismuskritik, der Sowjetunion und ihrer historischen Bewertung sowie mit der Kritik an Nietzsche-Rezeption, Antikommunismus und westlicher Geschichtspolitik. Zu seinen Büchern gehören „Misère du nietzschéisme de gauche“ (2007), „L’Idéologie européenne“ (2008, mit Benjamin Landais und Pierre Yaghlekdjian), „Le Néocapitalisme selon Michel Clouscard“ (2014), „Les Jolis grands hommes de gauche“ (2017), „Julian Assange en danger de mort“ (2020) und „Et pour quelques bobards de plus. Contre-enquête sur Staline et l’Union soviétique“ (2020). Gerade seine Beschäftigung mit Stalin und der Sowjetunion ist deutlich revisionistisch im ursprünglichen Sinne einer Neubewertung etablierter Geschichtsbilder: Monville bestreitet nicht Repression und Willkür in der Stalinzeit, wendet sich aber entschieden gegen die Gleichsetzung von Stalinismus und Nationalsozialismus und gegen das, was er als antikommunistische Geschichtsschreibung des Westens betrachtet.

Gabriel Rockhill (Jahrgang 1972) ist ein amerikanisch-französischer Philosoph, Autor, Kulturkritiker und Hochschullehrer, der sich mit Geschichte, Ästhetik, Politik und kritischer Theorie beschäftigt. Er ist Professor für Philosophie und Global Interdisciplinary Studies an der Villanova University in den USA und Gründer bzw. Direktor des Critical Theory Workshop/Atelier de Théorie Critique in Paris sowie ehemaliger Directeur de programme am Collège International de Philosophie. Rockhill hat zahlreiche Monographien und wissenschaftliche Beiträge veröffentlicht, darunter zu historischen Materialismus-Analysen, zur Politik der Kunst und zu Kritiken intellektueller Traditionen im 20. und 21. Jahrhundert. Er schreibt auch regelmäßig Essays und Essays für öffentliche Debatten in Medien wie The New York Times, Libération und CounterPunch und ist in akademischen und kulturellen Kontexten als Vortragender aktiv.

Wikipedia (FR): Gabriel Rockhill  | Website: Gabriel Rockhill

Die „French Theory“ ist reif für eine Kritik von Insidern, und genau das tun Aymeric Monville und Gabriel Rockhill in „Requiem for French Theory“. Auf der Grundlage jahrzehntelanger Studien der französischen Philosophie in Paris knüpfen sie an die besten marxistischen Kritiken der Postmoderne an und entwickeln diese weiter, indem sie die postmoderne Theorie in den Kontext der globalen politischen Ökonomie des Wissens und des von den USA vorangetriebenen intellektuellen Imperialismus stellen. Das Ergebnis ist ein breit angelegter Dialog über Themen, die vom internationalen Klassenkampf und der Verbreitung von Ideologie bis hin zu Faschismus, Identitätspolitik, Dialektik, dem real existierenden Sozialismus und vielem mehr reichen.

„Requiem for French Theory“ kritisiert fundiert die chamäleonartigen ideologischen Wandlungen dieser Tradition unter neuen Bezeichnungen wie postkoloniales Denken, dekoloniale Theorie, neuer Materialismus und andere trendsetzende Diskurse. Es zeigt aber auch auf, wie diese theoretischen Entwicklungen alle Teil einer breiteren antikommunistischen Kulturfront sind. Vor allem entwickeln Monville und Rockhill das positive Projekt eines antiimperialistischen Marxismus als das ultimative Gegenmittel gegen die sophistische französische Theorie. Weit davon entfernt, sich dem politischen Defätismus hinzugeben, der für die westmarxistischen Kritiken an der Postmoderne charakteristisch ist, ist dieser intellektuelle Austausch ein Weckruf zur Wiederbelebung der revolutionären Theorie und zu ihrer Umsetzung in die Praxis.

Erstellt: 31.08.2026 - 06:07  |  Geändert: 31.08.2026 - 06:28