Hrsg. Rosa Grimm

Ach, mein Joggele!
Briefe von Marianne Dora Rein an Jacob Picard 1938-1941

Von 1938 bis 1941 schreibt Marianne Rein an Jacob Picard – eine intensive Korrespondenz, die bisher unveröffentlicht blieb. Die Briefe zeigen eine Frau, die emotional, direkt und ungewöhnlich offen schreibt. Sie spricht über Literatur und Poesie, über Nähe und Distanz, über die Schwierigkeiten der Kommunikation und über Liebe.

Diese Briefsammlung gewährt Einblick in eine komplexe Beziehung und in das Leben einer jüdischen Frau in einer Zeit zunehmender Bedrohung. 

ISBN 978-3-8260-9711-9 05.02.2026 27,00 Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Marianne Reins Briefe berühren und verstören manchmal durch ihre Direktheit. Sie schreibt mit einer Neugierde und Kreativität, die bemerkenswert ist angesichts der Umstände, unter denen diese Korrespondenz entstand.

Die Briefe sind mehr als persönliche Dokumente. Sie werfen Fragen auf über menschliche Verbindungen, über künstlerischen Austausch und die Bedeutung von Sprache. Marianne Reins Stimme ist lebendig und unmittelbar – sie spricht auch heute noch zu uns. Diese Edition macht eine vergessene Stimme der deutsch-jüdischen Kulturgeschichte zugänglich. Ein wichtiger Beitrag zur Briefliteratur und zur Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland, der zugleich eine sehr persönliche, menschliche Geschichte erzählt.

Redaktion: Yona-Dvir Shalem. Sensitivity Reader / Lektor: Fynn Meer

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe / Blick ins Buch: Gespräch von Rosa Grimm und Yona-Dvir Shalem zur Entstehung des Buches

Marianne Dora Rein bei Neuer Weg

Wikipedia (DE): Jacob Picard

Rezensionen

Korrespondenz in dunkler Zeit: Rosa Grimm hat die Briefe der jüdischen Dichterin Marianne Rein herausgegeben: Die Würzburgerin Marianne Dora Rein korrespondierte bis zu ihrer Deportation 1941 mit Jakob Picard. Am 28. Juni wird das Buch mit den Briefen im Shalom Europa vorgestellt. [hinter der Bezahlschranke] Von Mathias Wiedemann Mainpost 19.06.2026

„Lauter Kübel für das aufgerissene Maul des Vergessens sind meine Briefe“ - Rosa Grimm hat mit „Ach, mein Joggele!“ die Briefe der Marianne Rein an Jakob Picard als Zeugnis deren Lebens und Schaffens herausgegeben: Es ist ganz das Verdienst von Rosa Grimm, das schmale Werk der Dichterin Marianne Rein entdeckt, in einer Werkausgabe erschlossen und anlässlich des 100. Todestags der Autorin 2011 dem Lesepublikum zugänglich gemacht zu haben. Diese Ausgabe enthielt bereits eine Auswahl von Auszügen aus den Briefen Reins an Jakob Picard. Bereits damals hatte sie die Absicht, alle Briefe in einem eigenen Band herauszugeben. Dieser Band liegt nun vor. Von Friedrich Voit literaturkritik.de 16.04.2026

Autoreninfos

Marianne Dora Rein (1911 - 1941 bis 1942) war eine deutsche Lyrikerin. (...) Sie bemühte sich nach dem Novemberpogrom 1938 um eine Auswanderung nach England oder die USA, aber es gelang ihr nicht (...). Beide [sie und ihre Mutter] wurden mit der ersten Würzburger Judendeportation am 27. November 1941 nach Riga verschleppt. Wie und wann sie umkamen oder ermordet wurden, ob im Ghetto Riga oder an einem anderen Ort im besetzten Lettland, ist nicht bekannt. Wikipedia (DE) (09.08.2026)

Erstellt: 09.08.2026 - 08:25  |  Geändert: 09.08.2026 - 08:54