Die Kollaborateure
Roman
»Die Kollaborateure« ist ein scharfsinniger Roman, der von verschiedenen Komplizenschaften erzählt. Mit viel Einfühlungsvermögen versetzt Katrina Tuvera die Leser ins Bewusstsein eines Mitläufers, dessen Familie in den Verstrickungen seiner Lügen leben muss
Das 20. Jahrhundert neigt sich dem Ende zu, und eine ganze Nation verfolgt gespannt das Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten des Landes. Unterdessen liegt Carlos Armando auf dem Sterbebett.
Während seine Frau und Tochter selbst bei ihren Krankenhausbesuchen nicht aufhören können zu streiten, beginnt er sich zu erinnern – zunächst an seine Kindheit auf dem Land zur Zeit des Krieges, die Unabhängigkeit der Philippinen, an den Aufstieg von Marcos und die Militärdiktatur.
Verrat und Anpassung, Auflehnung und Unterordnung bestimmen sein eigenes Leben wie auch das seines besten Freundes, der dafür einen hohen Preis bezahlt.
Mit einem Vorwort von Annette Hug.
Rezensionen
Am Anfang steht ein Amtsenthebungsverfahren: In einer chaotischen Sitzung im „letzten November des 20. Jahrhunderts“ kommt der philippinische Kongress zu dem Schluss, dass der Präsident zurücktreten müsse. Seinen Namen nennt Katrina Tuvera nicht. Um einzelne Politiker geht es ihr ohnehin nicht. Sondern vielmehr darum, wie Menschen durch politische Ereignisse geformt – oder verformt – werden. Von Erika Weisser chilli-freiburg.de 25.10.2025
Ein Jahrhundert philippinische Geschichte: Katrina Tuveras „Die Kollaborateure“: In „Die Kollaborateure“ erzählt Katrina Tuvera fast ein Jahrhundert philippinische Geschichte. Besonders kritisch sieht sie die Marcos-Ära, da ihre Eltern zum Marcos-Stab gehörten. [Podcast 4:09] Von Katharina Borchardt SWR 12.10.2025
Die Macht und ihre Helfer: Es ist dem diesjährigen Gastlandauftritt der Philippinen bei der Frankfurter Buchmesse zu verdanken, dass zum ersten Mal ein Buch der Nationalpreisträgerin des südostasiatischen Archipels auf Deutsch erscheint. Die Autorin erzählt die postkolonial geprägte Geschichte ihres Landes im 20. Jahrhundert am Beispiel eines verhinderten Idealisten und seiner Familie. Von Katharina Döbler Deutschlandfunk 12.08.2025
Weitere Pressestimme
»Katrina Tuvera erforscht in ihrer mitreißenden Prosa auf bewundernswerte Weise komplexe psychosoziale Verästelungen.« Philstar Life bei Waggenbach (03.08.2026)