Conquistadoren und Azteken
Cortés und die Eroberung Mexikos

"Die Zahl der unglücklichen Einwohner ist erheblich zurückgegangen." Pietro Martire d'Anghiera (1530)

Vor 500 Jahren landete unter dem Oberbefehl des spanischen Hidalgos Hernán Cortés eine Flottille an der Küste von Yukatan. Lautete das Ziel der Expedition offiziell, für den christlichen Glauben zu missionieren, so wussten doch alle Beteiligten, dass es in erster Linie um Gold und die Jagd auf Sklaven ging.

Stefan Rinke international renommierter Forscher auf dem Gebiet der Geschichte Lateinamerikas schildert in diesem Buch spannend und differenziert die Eroberung Mexikos und den Untergang des Aztekenreichs.

ISBN 978-3-406-73399-4 2. Auflage 25.01.2019 28,00 Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover) 2., durchgesehene Auflage der Neuausgabe

Vor 500 Jahren brach unter dem Ansturm der spanischen Eroberer und ihrer indigenen Verbündeten das mächtige Reich der Azteken zusammen, dessen Wohlstand und militärische Stärke ganz Mesoamerika überstrahlte. In seiner Hauptstadt Tenochtitlan gab es öffentliche Gebäude, Parks, prächtige Paläste und Tempel größer noch als die Kathedrale von Sevilla, wie der Conquistador Hernán Cortés in einem Brief an Kaiser Karl V. staunend berichtete. Doch wie konnte eine Handvoll spanischer Landedelmänner und Abenteurer auf der Suche nach Ruhm und Reichtum diese alte Hochkultur zu Fall bringen? 

Stefan Rinke bietet in seiner spannenden Darstellung eine neue Interpretation der Vorgänge, die zur Eroberung Mexikos führten. Er zeigt, dass es nicht nur die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten oder der Glaube der Azteken an eine Wiederkehr der Götter waren, die den Conquistadoren in die Hände spielten. Vielmehr nutzten die Spanier geschickt die Rivalitäten zwischen den zahlreichen indigenen Stadtstaaten aus und verbündeten sich mit jenen, die nicht länger bereit waren, Tribute an die verhassten Azteken zu entrichten. Jenseits oft wiederholter Mythen entsteht so ein differenziertes Bild eines bis heute wirkmächtigen historischen Geschehens.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Wikipedia (DE): Spanische Eroberung Mexikos

Wikipedia (DE): Hernán Cortés

Rezensionen

Wir schreiben das Jahr 2019, das als Gedenkjahr neben dem Beginn des Zweiten Weltkriegs vor allem ein welthistorisches Ereignis aufzuwarten hätte: Vor nunmehr 500 Jahren landete ein von Hernán Cortés geführtes Unternehmen an der Küste des heutigen Mexikos, das zentrale Bedeutung für viele weitere politische, kulturelle, religiöse und anderweitige historische Entwicklungen hatte. Im deutschen Sprachraum wird diesem Jahrestag in der Öffentlichkeit wenig Beachtung geschenkt. (...) Rinke verdeutlicht überzeugend, dass die indigene Unterstützung der Spanier keineswegs einem naiven Trickbetrug gleichkam, sondern rationalen Strategien folgte, die vielfach die mittelfristigen Ziele der indigenen Eliten abzusichern halfen. Dass indigenen Anführern dabei auch mitunter gravierende Fehleinschätzungen unterliefen trennt sie nicht von Cortés, sondern eint sie mit ihm - auch das zeigt Rinke. Von Werner Stangl Sehepunkte 10.2019

Blutrausch und Goldgier: Ein neues Buch über die Eroberung Mexikos durch Spanien: Der Lateinamerika-Historiker Stefan Rinke stützt sich nicht nur auf spanische Quellen, sondern bezieht auch die Perspektive der Indigenen ein. Das macht sein Werk zu einer besonderen Lektüre. Von Marko Martin Deutschlandfunk 18.02.2019

Weitere Pressestimmen

"Ein Überblickswerk zur Eroberung des Aztekenreiches, das die Quellen auswertet und dem Leser einen guten Überblick über die historischen Ereignisse bietet.“ Amerindian Research

"Eine gut lesbare, reflektierte und sehr fundierte Monographie über die Eroberung Mexikos.“ Historische Zeitschrift, Sebastian Dorsch

"Ein leidenschaftlich erzähltes Geschichtsbuch.“ Studiosus

„(Rinke) stellt die Motive, Perspektiven und Hintergründe der einzelnen Akteure differenziert heraus und räumt ganz nebenbei mit Mythen auf, die sich bis heute um die Eroberung Amerikas ranken.“ Spektrum der Wissenschaft, Sebastian Hollstein

"Stefan Rinke (fasst) die gesamte hochbrisante Entwicklung der Eroberung Mexikos im Licht all dieser Ergebnisse (zusammen).“ Lesart, Lisa Hertel

"Die Geschichte, wie wir sie kannten, stimmt nicht. Stefan Rinke, Lateinamerikanist (…), räumt mit diesem Bild gründlich auf.“ Frankfurter Rundschau, Arno Widmann

"Wie scheinbar nur ein paar Hundert Spanier unter Cortés das mächtige Reich unterwerfen konnten, erklärt der Berliner Historiker.“ Literarische Welt, Matthias Heine

"Spannende Darstellung.“ Sächsische Zeitung, Monika Melchert 

Autoreninfos

Stefan Rinke (* 31. Dezember 1965 in Helmstedt) ist ein deutscher Historiker. Seit 2005 ist er Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin.

Wikipedia (DE): https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan_Rinke

Autoren

Erstellt: 03.08.2026 - 06:10  |  Geändert: 03.08.2026 - 06:40