Die Welt und die Erde
Wie können wir sie bewahren?
Sogenannte Doppelleucht-Globen zeigen die Welt und die Erde. Man knipst ein Licht an, und es erscheinen Länder, Grenzen, Hauptstädte - die politische Welt. Licht aus, und man sieht Wüsten, Wälder, Meeresströmungen - die physische Erde. Einen solchen Globus hatte in seinem Elternhaus der belgische Schriftsteller David Van Reybrouck. Licht aus, Licht an.
Für Van Reybrouck ist dieses kugelförmige Modell eine Metapher für die globalen Herausforderungen unserer Zeit:
Wir müssen die Erde retten - versuchen dies aber mit einer Form der Diplomatie, die Denker und Politiker wie Richelieu und Metternich in vergangenen Jahrhunderten entwickelt haben: Weltpolitik, bei der letztlich doch die Staatsraison den Ausschlag gibt. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe müssen wir neue, planetare Formen der Erdpolitik erfinden, bei denen die Erdraison im Zentrum steht. Modelle wie beispielsweise einen globalen Klimarat, bei dem per Los bestimmte Erdenbürger über die Geschicke des Planeten beraten.
Rezensionen
In der Kürze liegt die Würze: Auf gerade 62 Seiten gelingt es dem Autor, eine eindrucksvolle Beschreibung unseres gegenwärtigen Verhältnisses von der Welt zur Erde zu verfassen. Man ist geneigt, fast jede Zeile zu unterstreichen und noch mit einem Ausrufezeichen zu versehen. Von Bernd M. Malunat widerspruch.com 07.04.2026
Scharfsichtiger und streitbarer Essay: „Die Welt und die Erde“ von David van Reybrouck: Der Historiker David van Reybrouck plädiert in seinem scharfsichtigen und streitbaren Essay „Die Welt und die Erde“ für einen Paradigmenwechsel in der internationalen Klimapolitik: Klar in der Analyse, kontrovers in seinen Vorschlägen – David van Reybrouck hat ein aufrüttelndes Buch geschrieben, das auch aufgrund seiner Niedrigschwelligkeit noch für viele produktive Diskussionen sorgen dürfte. [Podcast 4:09] Von Leander Berger SWR 04.02.2026
Weitere Pressestimmen
»Die Bedrohung des Erdballs erzwinge von der Diplomatie nach ihrer bilateralen und multilateralen Phase einen weiteren Entwicklungsschritt: Eine ›planetare Diplomatie‹ sei gefragt; aus der Staatsräson müsse eine ›Erdräson‹ werden. Der souveräne Erzähler Reybrouck ... führt das plastisch vor.« Mark Siemons Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 24.08.2025
»Reybroucks Essay kombiniert auf mitreissende Weise persönliche Anekdoten eines Erkenntnisweges mit einer gelehrten Tour de Force durch die Geschichte der Diplomatie.« Daniel Graf republik.ch 20.10.2025