Aggressive Medien
Zur Geschichte des Wissens über Mediengewalt

Mediengewalt ist immer wieder ein Thema öffentlicher Debatten. Insbesondere nach spektakulären Amokläufen taucht regelmäßig die Frage auf, ob Medien ihre Nutzer zu Gewalttätern programmiert und so die Tat verursacht haben. Dabei ist der kausale Zusammenhang alles andere als geklärt: Obwohl die empirische Mediengewaltforschung mit großem Aufwand betrieben wird, hat sie bis heute keine konsensfähige Antwort gefunden.

ISBN 978-3-8394-0883-4 15.09.2015 Kostenlos Download (PDF) von www.transcript-verlag.de

Diese Studie sucht keine weitere Lösung, sondern fragt, wie sich die Kausalformel »Mediengewalt« historisch herausgebildet hat und welcher Gewinn darin liegt, die Mediengewalt-Debatte beständig mit ungeklärtem Wissen zu versorgen.

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Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Rezension

Seit den Tagen des frühen Kinos stehen die Massenmedien unter dem Generalverdacht, ihre zumeist jugendlichen Nutzer zu schädigen. Insbesondere die Frage nach gewalttätigem Nachahmungshandeln ist, angefacht durch Amokläufe von Ego Shooter-Spielern, ein Dauerbrenner der sozialpsychologischen Medienwirkungsforschung. Isabell Otto widmet sich dieser Dauerfrage im Rahmen einer Diskursgeschichte: Anstelle zu fragen, ob bestimmte Medienprodukte tatsächlich nachteilige Konsequenzen haben, geht sie der Konstruktion des Nutzungsverhaltens in Diskursen über neue Medien nach. [PDF] Von Nicolas Pethes mediarep.org 2008

Autoreninfos

Isabell Otto (Prof. Dr.) ist Professorin für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt mediale Teilhabe in digitalen Kulturen an der Universität Konstanz.

Autoren

Erstellt: 09.04.2026 - 07:29  |  Geändert: 09.04.2026 - 08:57