Muskismus
Aufstieg und Herrschaft eines Technoking

1. Auflage 18.02.2026 , Deutsch

Technologie, Macht und Größenwahn - wie Elon Musk die Demokratie herausfordert

Mit Paypal hat Elon Musk die Finanzbranche aufgemischt, mit Tesla den Markt für E-Autos revolutioniert, nach seiner Übernahme Twitter kurzerhand auf rechts gedreht. Im US-Wahlkampf 20204 schwang er sich zu einem der wichtigsten Einflüsterer Donald Trumps auf, anschließend machte er sich mit seiner Abteilung für Regierungseffizienz (DOGE) daran, den amerikanischen Staat zu zerlegen. 

ISBN 978-3-518-00131-8 1. Auflage 18.02.2026 22,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Deutsche Erstausgabe

Wie wurde aus dem genialischen Nerd eine kettensägenschwingende Ikone der globalen Rechten? Um die Welt zu begreifen, die Musk erschafft, müssen wir die Welten verstehen, die Musk erschaffen haben. 

Quinn Slobodian und Ben Tarnoff zeichnen nach, wie sich im Silicon Valley um die Vorstellungen von Disruption und tollkühnen CEOs ein regelrechter Kult bildete, wie soziale Medien und Videospiele die Erzählung vom heldenhaften Einzelgänger etablierten und wie rassistische Memes und Verschwörungstheorien Eingang fanden in die Gedankenwelt des reichsten Menschen der Erde. 

Der Muskismus, so Slobodian und Tarnoff, ist ein frankensteinsches Monster des zeitgenössischen Kapitalismus.

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Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags

»Anhand von Leben und Werk des Elon Musk stellt uns dieses tadellos recherchierte und hervorragend geschriebene Buch etwas vor, das über die Person Musk hinausweist: den Muskismus, ein Programm, das den Staat nutzt, um das eigene Unternehmertum zu finanzieren und den Aufstieg sowie die Herrschaft einer neuen technokratischen Ingenieurselite sicherzustellen. Technisches Können soll nicht länger der Gleichheit, sondern ihrem Gegenteil dienen. Start-ups sind auf dem Weg, zu Satrapen zu werden.« Branko Milanović

Interview

Der »Muskismus« ist eine Mutation von Staat und Wirtschaft: Quinn Slobodian und Ben Tarnoff im Interview über ihr neues Buch, die neue Rechte als globales Finanzprojekt und warum dieses Wirtschaftsmodell die Erde verlassen muss: Sie predigen Nation, Rasse, Fruchtbarkeit — und ziehen Milliarden aus dem globalen Finanzmarkt. Quinn Slobodian und Ben Tarnoff haben einen Namen für das Wirtschaftsmodell und die Ideologie der Neuen Rechten: Muskismus. Im Interview erklären die Autoren, wie sich Elon Musk ideologisch entwickelt hat, wie sein Unternehmensmodell mit dem Staat verknüpft ist, und wieso er Mensch mit Maschine verbinden will. Mit Caro Rübe Surplus 14.02.2026

Pressenotizen Perlentaucher

Mediathek

Quinn Slobodian (Boston), A Global History of Elon Musk
28.10.2025 | Institute of Arab and Islamic Studies (IAIS) (29.10.2025)

Autoreninfos

Quinn Slobodian, geboren 1978 im kanadischen Edmonton, ist Associate Professor am Department of History des Wellesley College. Seine Spezialgebiete sind deutsche Geschichte, soziale Bewegungen und das Verhältnis zwischenden Industrieländern und dem globalen Süden. 

Wikipedia (DE): Quinn Slobodian  | Website: Quinn Slobodian

Ben Tarnoff, geboren 1985, ist Autor und Herausgeber der Zeitschrift Logic. Er schreibt regelmäßig für die New York Times, den Guardian, die New Republic und Jacobin. 2022 erschien von ihm Internet for the People. The Fight for Our Digital Future.

Übersetzt von

Stephan Gebauer arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren als freier Übersetzer. Für Suhrkamp/Insel übersetzte er unter anderem Werke von Paul Mason, Quinn Slobodian, Branko Milanović und Sebastian Smees Kunst und Rivalität ins Deutsche.

Erstellt: 20.02.2026 - 08:02  |  Geändert: 20.02.2026 - 09:08