Inszenierung eines gerechten Krieges?
Intellektuelle, Medien und der "Kosovo-Krieg"

Dieses Buch beschäftigt sich mit DEM diskursiven Ereignis des Jahres 1999, dem „Kosovo-Krieg“. Er stellt eine Zäsur dar, denn seit 1945 waren zum ersten Mal deutsche Soldaten in militärische Kampfhandlungen „out of area“ verwickelt. Im Zentrum der interdisziplinären Arbeit steht eine quantitative und qualitative Auswertung der intellektuellen Feuilletondebatte. Fakten und Argumente werden sorgfältig getrennt und systematisch analysiert. Die Geschichte des Kosovo-Konflikts ist anhand der verfügbaren Quellen kontrovers dargestellt.

ISBN 978-3-487-14355-2 1. Auflage 01.06.2010 58,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Aus historischer, politikwissenschaftlicher, völkerrechtlicher und philosophischer Perspektive wird die Diskussion um die „humanitäre Intervention“ in den Kontext der großen Gesellschaftsdebatten der 1990er Jahre eingebettet. Damit liegt auf wissenschaftlichem Gebiet erstmals eine umfassende und kritische Gesamtdarstellung des öffentlichen Diskurses über den „Kosovo-Krieg“ in Deutschland vor.

"…die Forschungsarbeit [stellt] eine bemerkenswerte intellektuelle Leistung dar, die es verdient, in den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs um Friedenssicherung in unserer [Einen?) Welt gebracht zu werden." (Jos Schnurer, socialnet.de, 24.07.2012)

"Kurt Gritsch hat ein Standardwerk zum Kosovokrieg und zu dessen Reflektion in der Wissenschaft und der Presse Deutschlands vorgelegt." (Gutenbergs Welt, WDR 3, 22.08.2010)

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Wikipedia (DE): Kosovokrieg

"Auch wenn man nicht jede der vom Autor in investigativ-aufklärerischer Absicht entwickelten Thesen unterschreiben mag, ist das Buch unbedingt zu empfehlen. Indem es medien- und demagogiekritisch über die Umstände der schleusenöffnenden erstmaligen Beteiligung von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr an einem kriegerischen 'Out of Area'-Einsatz unterrichtet, führt es zugleich Klage gegen das Skandalon der Abhängigkeit der veröffentlichten Meinung vom Machtkalkül der Herrschenden." (Franz Siepe, Literaturkritik.de )

Nie wieder Krieg (ohne uns)! von Kurt Gritsch 27.01.2015 "Kosovo-Krieg": Wie die Erinnerung an den Holocaust als Rechtfertigung für die Remilitarisierung der deutschen Außenpolitik missbraucht wurde Mit der Beteiligung am NATO-Angriff auf Serbien 1999 vollzog Deutschland die Wende: Deutschland führt nicht mehr trotz, sondern gerade wegen seiner Vergangenheit Krieg. → Telepolis 27.01.2015

„Humanitärer“ Bellizismus. Kurt Gritsch unterzieht die mediale Legitimation des „Kosovo-Kriegs“ einer skeptischen Revision. Von Franz Siepe → Literaturkritik.de 08.08.2010

Von Kosovo über Libyen nach Syrien? "Erfolgreiche Kriege sind automatisch legitim" Kritische Fragen an den Mainstream-Jornalismus von Kurt Gritsch → Kommentarseite der Standard vom 14.03.2012

Passagen, 20.08.2010 Buchrezension: Kurt Gritsch Inszenierung eines ‚gerechten’ Krieges Medien, Intellektuelle und der‚ Kosovo-Krieg 1999 von Axel Oestmann → WDR3 vom 20.08.2010

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Autoreninfos

Kurt Gritsch (Jahrgang 1976) ist ein italienischer Kurator und Autor aus Südtirol. Gritsch studierte von 1995 bis 2000 Geschichte, Deutsche Philologie, Alte Geschichte und Philosophie/Medienkunde an der Universität Innsbruck und der Universität Rom III. Im November 2000 erhielt er für eine Diplomarbeit zum Thema Peter Handke und „Gerechtigkeit für Serbien“ den Magister Philosophiae. 2009 promovierte er bei Michael Gehler an der Universität Hildesheim mit summa cum laude mit einer Dissertation mit dem Titel Inszenierung eines gerechten Krieges? NATO, Medien und Intellektuelle im 'Kosovo-Krieg' 1999, einer Diskursanalyse über den Kosovokrieg.

Wikipedia (DE): Kurt Gritsch

Autoren

Erstellt: 17.05.2014 - 11:33  |  Geändert: 04.02.2026 - 16:37