Interview mit Sergej Lawrow zu 9-11
auf YouTube (11.09.2026) 9:55
Sergej Lawrow erinnert sich an den 11. September 2001: wie er den Anschlag zunächst für einen Horrorfilm hielt, durch Manhattan lief, um seine Mutter anzurufen, und den Brandgeruch bis zum Vertretungsgebäude wahrnahm. Er schildert die russische Soforthilfe – Hubschrauber, Geheimdienstkooperation, ein gemeinsames Afghanistan-Programm im Russland-NATO-Rat – und analysiert, wie die USA die internationale Solidarität nicht zur Terrorbekämpfung, sondern zur Durchsetzung geopolitischer Ziele nutzten: Jugoslawien, Irak, Libyen, und schließlich Ukraine. Verschwörungstheorien zum 11. September lehnt er ab. Sein Fazit: Der verzweifelte Versuch, die unipolare Weltordnung aufrechtzuerhalten, dauert bis heute an – während BRICS und SOZ als Gegenmodelle wachsen.