Arno Gruen (1923–2015) war ein deutsch-schweizerischer Psychologe, Psychoanalytiker und Autor. Geboren in Berlin, emigrierte er 1936 mit seiner Familie in die USA, wo er Psychologie studierte und später promovierte; er praktizierte und lehrte unter anderem in New York und war viele Jahre Professor für Psychologie. Ab 1979 lebte und arbeitete er in Zürich. Gruen veröffentlichte eine Reihe bedeutender Bücher zur Psychoanalyse, darunter „Der Verrat am Selbst“ und „Der Wahnsinn der Normalität“, in denen er sich mit Autonomie, Identität, Gewalt und der Entstehung destruktiver gesellschaftlicher Strukturen auseinandersetzte. Seine Arbeiten verbinden psychoanalytische Erkenntnisse mit sozialkritischen Analysen und fanden internationale Beachtung. Für sein Buch „Der Fremde in uns“ erhielt er 2001 den Geschwister-Scholl-Preis.
Wikipedia (DE): Arno Gruen