The Barricade (Medienpräsenz)

34:58

Bei der Veröffentlichung von „On the Barricades“ in dieser Woche spricht Moderatorin Maria Cernat mit dem französisch-amerikanischen Schriftsteller, Kulturkritiker und Aktivisten Gabriel Rockhill. Gabriel schloss sein Aufbaustudium bei Jacques Derrida, Luce Irigaray und Alain Badiou ab und ist heute Professor für Philosophie an der Villanova-Universität. Gabriels Arbeit im akademischen Bereich führte ihn zu einem sehr genauen Verständnis des bürgerlichen kulturellen und intellektuellen Apparats und seiner grundlegenden historischen Rolle, linkes Denken mit den Interessen der Unternehmenseliten und der kapitalistischen Ordnung in Einklang zu bringen. Er schrieb einen Artikel mit dem Titel „Die CIA und der Antikommunismus der Frankfurter Schule“, dessen Inhalt den Ausgangspunkt für die heutige Diskussion bildet.

In dieser Folge zeichnen Maria und Gabriel einen Blick auf diesen bürgerlichen Kulturapparat und seine Funktionsweise und gehen dabei auf die historische Rolle der CIA in Bezug auf die großen Kunst- und Kulturinstitutionen sowie auf die wichtigsten theoretischen Grundlagen zeitgenössischer akademischer Diskurse ein – die Frankfurter Schule in Deutschland und die französische Schule. Diese wurden in direkter Zusammenarbeit mit der US-Regierung finanziert. Gabriel skizziert, wie dieses System der Wissensproduktion dazu dient, die Linke zu spalten und zu erobern, und schafft so eine „kritische Schule“, die frei von systemischer Kritik des Imperialismus ist. Sie fördert „alles andere als den Sozialismus“, das heißt, sie weigert sich, eine Alternative zu den Problemen des kapitalistischen Systems zu fördern. Die Karrieren der Frankfurter Schulphilosophen Max Horkheimer und Theodor Adorno, insbesondere Horkheimers pro-vietnamesische Kriegsposition (die mit Slavoj Žižeks pro-ukrainischer Kriegsneigung vergleichbar ist), veranschaulichen diese propagandistische Funktion.


On this week’s release of “On the Barricades,” host Maria Cernat speaks to the French-American writer, cultural critic, and activist, Gabriel Rockhill. Gabriel completed his graduate studies under the direction of Jacques Derrida, Luce Irigaray and Alain Badiou, and is now a professor of philosophy at Villanova University. Gabriel’s work in academia led him to a very close understanding of the bourgeois cultural and intellectual apparatus for its fundamental, historical role of bringing leftist thinking in line with the interests of the corporate elites and capitalist order. He wrote an article called “The CIA and the Frankfurt school’s anti-communism,” the content of which is the starting point inspiration for today’s discussion.

In this episode Maria and Gabriel piece together a view of this bourgeois cultural apparatus and how it operates, touching on the historical role of the CIA in relation to the major arts and cultural institutions, as well as the main theoretical foundations for contemporary academic discourses– the Frankfurt school in Germany and the French school. These were funded by, under direct collaboration with, the US government. Gabriel outlines how this system of knowledge production serves to divide and conquer the left, rendering a “critical school” that’s devoid of systemic critique of imperialism. It promotes “anything but socialism”, that is, it refuses to promote an alternative to the problems of the capitalist system. The careers of the Frankfurt school philosophers Max Horkheimer and Theodor Adorno, in particular Horkheimer’s pro-Vietnam war position (which is comparable to Slavoj Žižek’s pro-Ukraine war leaning), illustrate this propagandistic function.