Jan-Peter Warnke (Jahrgang 1959) ist ein deutscher Neurochirurg, Hochschullehrer und Politiker des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW). Er studierte Medizin an der Humboldt-Universität zu Berlin und spezialisierte sich auf Neurochirurgie, unter anderem durch Ausbildungsstationen in Budapest, Sheffield und Aachen. Über viele Jahre leitete er als Chefarzt eine neurochirurgische Klinik in Sachsen und habilitierte sich an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz; zudem war er Honorarprofessor für Gesundheitsmanagement an der Westsächsischen Hochschule Zwickau. International bekannt wurde Warnke insbesondere durch seine Arbeit zu seltenen neurologischen Erkrankungen, darunter Arachnoiditis, sowie durch die von ihm gegründete Vigdis-Thompson-Foundation zur Erforschung neurologischer Krankheitsbilder. Nach seinem Ruhestand als Arzt engagierte er sich politisch und wurde 2024 für das BSW in das Europäische Parlament gewählt. Dort befasst er sich vor allem mit Gesundheits-, Sozial- und Forschungspolitik und gehört dem Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten an. Seine politische Arbeit verbindet medizinische Erfahrung mit Kritik an strukturellen Problemen des Gesundheitswesens und dem Anspruch einer stärker sozial orientierten Gesundheitspolitik.
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