In diesem Interview aus der Reihe „Gin And Talk“ spricht der bekannte Rechtsmediziner Professor Dr. Klaus Püschel über seine jahrzehntelange Erfahrung mit dem Tod, die Entwicklung der Forensik und die Lehren, die die Lebenden von den Toten ziehen können.
Timestamps
- [01:08] – Vorstellung von Prof. Dr. Klaus Püschel und seine berufliche Laufbahn.
- [03:17] – Der Übergang in den „Unruhezustand“ und aktuelle Projekte im Ausland.
- [05:40] – Statistiken: Über 10.000 selbst durchgeführte Obduktionen und 40.000 Untersuchungen.
- [07:02] – Emotionale Distanz vs. Empathie: Wie man als Rechtsmediziner mit Schicksalen umgeht.
- [11:46] – Justizirrtümer: Wenn Unschuldige verurteilt werden und die Rolle des Sachverständigen.
- [14:45] – Fehlende Sachbeweise: Kritik an gerichtlichen Überzeugungen ohne objektive Belege.
- [19:47] – Untersuchung von Moorleichen und Mumien (z. B. Störtebeker).
- [23:22] – Technologischer Wandel: Von der klassischen Sektion zur virtuellen Autopsie (CT/MRT).
- [28:24] – Vision: Das rechtsmedizinische Institut der Zukunft.
- [35:24] – „Die Toten können uns retten“: Was wir medizinisch aus Obduktionen lernen (z. B. COVID-19).
- [36:50] – Arbeit an „Cold Cases“: Aufklärung nach Jahrzehnten durch neue DNA-Methoden.
- [39:19] – Der Fall Birgit Meier: Wie das Senior-Team ein 30 Jahre altes Rätsel löste.
- [43:08] – Plädoyer für mehr Obduktionen: Würde durch Aufklärung der Todesursache.
- [46:07] – Erfolge der Rechtsmedizin: Prävention des plötzlichen Kindstods.
- [50:27] – Persönlicher Ausblick: Enkelkinder, Sport und neue Buchprojekte.
- [53:22] – Vorsorge: Warum Klaus Püschel sein eigenes Grab und seine Obduktion bereits geregelt hat.