Hrsg. Agnes Krumwiede. Vorwort von Wolfgang Proske

Gefangen in der NS-Vergangenheit. 80 Jahre Kriegsende in Ingolstadt
Wenn Aufklärung acht Jahrzehnte später beginnt

80 Jahre nach Kriegsende bewegt sich Ingolstadt zwischen Gedenken, Verdrängung und Vergessen.

Lebenslügen ehemaliger Nazis galten acht Jahrzehnte lang als Wahrheit. NS-Belastete konnten reibungslos ihre Karrieren fortsetzen, während Ingolstädter Gegner des Nationalsozialismus kaum gewürdigt oder vergessen wurden. Die Perspektiven von NS-Opfern und eine selbstkritische Auseinandersetzung mit der Aufklärung der NS-Vergangenheit waren auch im 80. Jahr nach der Befreiung in Ingolstadt kaum ein Thema. Diese Fehlstellen wollen Juliane Günther, Agnes Krumwiede, Thomas Schuler und Martin Springfeld in ihren Texten kompensieren. 

ISBN 978-3-945893-34-0 1. Auflage 16.10.2025 28,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Verdrängtes und Vergessenes kommt ans Tageslicht: Was geschah mit den Säuglingen von Zwangsarbeiterinnen im gelben Haus in Gaimersheim? Welche NS-Verbrechen wurden am Städtischen Krankenhaus verübt und wer waren die Haupttäter? Welche Perspektive haben Angehörige und Opfer des Nationalsozialismus in Ingolstadt auf die vergangenen Jahrzehnte nach der Befreiung? Welche Faktoren verhinderten in Ingolstadt die Aufklärung der regionalen Verstrickungen in NS-Verbrechen? Dieses Buch schließt an kritische Texte über Ludwig Liebl, Josef Listl, Wilhelm Reissmüller und Lambert Friedrichs in „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer, Band 17“ an und ist ein Beitrag zur Aus­ein­an­dersetzung mit dem Nationalsozialismus und seinen Auswirkungen in Ingolstadt.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe und Presseartikel beim Verlag

Neues Buch über Nazi-Täter und Opfer in Ingolstadt: Präsentation jetzt als Video: Das Schweigen, Verdrängen und Schönreden der Verbrechen der Nationalsozialisten nach 1945 - bis hin zu dreisten Lügen - ist das Leitmotiv des Buchs „Gefangen in der NS-Vergangenheit – Wenn Aufklärung acht Jahrzehnte später beginnt“, herausgegeben von Agnes Krumwiede. Darin geht es um Täter, Opfer und Widerstandskämpfer mit Bezug zu Ingolstadt und Umgebung. [Video 5:25] Von Christian Silvester Donauskurier 29.11.2025


Über die Sonderausstellung »Unsere Menschen. Sinti und Roma vor, während und nach der NS-Verfolgung«: »Das waren oder sind ja auch Ingolstädter Bürgerinnen und Bürger.« Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas 25.10.2023

Mediathek

Täter, Helfer, Trittbrettfahrer: NS-Belastete aus dem Allgäu im Gespräch bei Allgäu rechtsaußen
Kempten (Deutschland), 22.12.2021 | Allgäu rechtsaußen YouTube (22.12.2021)

Herausgegeben von

Agnes Krumwiede (*1977) ist Dipl.-Musikerin mit Konzertdiplom. Während ihres Studiums war sie Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung, 2002–2009 freie Mitarbeiterin in der Kulturredaktion des „Donaukurier“ und freiberuflich tätig als Pianistin und freie Mitarbeiterin beim Bayerischen Rundfunk. 2009–2013 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages und Sprecherin für Kulturpolitik der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und seit 2020 ist sie Mitglied des Ingolstädter Stadtrates. Seit 2021 engagiert sie sich als freie Mitarbeiterin beim Projekt „Opfer des Nationalsozialismus in Ingolstadt“ am Stadtarchiv Ingolstadt. Sie ist Autorin und Co-Kuratorin der Ausstellung „Unsere Menschen“ (Sinti und Roma in Ingolstadt vor, während und nach der NS-Verfolgung). Quelle: Kugelberg Verlag 22.05.2026

Wikipedia (DE): Agnes Krumwiede  |  Website (22.05.2026: agnes-krumwiede.de

Vorwort von

Wolfgang Proske (*1954), Dr. phil., seit 1977 Lehrer, 2009-2019 Geschichtslehrer am Abendgymnasium Ostwürttemberg. Studium in Regensburg, Aachen und Bremen; Diplom und Promotion bei Prof. Dr. Imanuel Geiss (Bremen) sowie Prof. Dr. Horst Gründer (Münster). 1980-1982 Entwicklungshelfer beim Deutschen Entwicklungsdienst in Botswana, 1994-1996 Leiter der Deutschen Schule Tripolis/Libyen. Seit 2010 Herausgeber und Autor der Buchreihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“, begründete 2014 den Kugelberg Verlag. 2019 Rahel-Straus-Preis des Vereins „Gegen Vergessen, für Demokratie“, 2021 Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg. Quelle: Kugelberg Verlag

Wikipedia (DE): Wolfgang Proske

Weiterere Beteiligte

Thomas Schuler (* 1965) ist ein deutscher Autor und Journalist.

Wikipedia (DE): Thomas Schuler

Siehe  Inhaltsverzeichnis

Erstellt: 22.05.2026 - 06:12  |  Geändert: 22.05.2026 - 06:44