Grauzonen des Alltagsrassismus
Zum kommunikativen Umgang mit antimuslimischem »Wissen«
Antimuslimischer Alltagsrassismus zeigt sich häufig im Latenten und Unbewussten. Als Teil orientalistischer Wissensumwelten, die Musliminnen als »Andere« markieren, entfalten sich rassistische Erzählungen dabei zunehmend auch in aufgeklärten Milieus. Doch wie lässt sich latenter Rassismus konkret benennen - und: Wenn jenes »Wissen« uns alle umgibt, ist ein Sprechen jenseits rassistischer Zuschreibungen überhaupt möglich? Sabrina Schmidt rekonstruiert die vielfältigen Formen rassistischer Diskurs- und Argumentationspraxen und liefert so ein umfassendes Verständnis der Funktionsweise eines kommunikativen Alltagsrassismus, wie er vor allem von Personen der gesellschaftlichen Mitte realisiert wird.
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Rassismus und Repräsentation: das Islambild deutscher Medien im Nachrichtenjournalismus und im Film: Trotz der zunehmenden Bedeutung sozialer Medien sind es noch immer die traditionellen Medien, die bestimmen, wer öffentlich sichtbar ist und auf welche Weise. Das öffentliche Islambild wird seit Jahren von konflikthaften und alltagsfernen Erzählmustern dominiert. Von Kai Hafez und Sabrina Schmidt Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) 27.08.2020
Die Autorin
Sabrina Schmidt ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (EZIRE) und als Lehrbeauftragte am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Erfurt tätig. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen kritische Rassismusforschung, antimuslimischer Rassismus, postmigrantische Medien und Öffentlichkeiten sowie in der intersektionalen Analyse populärkultureller Phänomene.
Erstellt: 10.04.2023 - 11:31 | Geändert: 05.02.2026 - 10:38