06.12.2010

Massaker von Sabra und Shatila, Teil 1

Remote Video URL
Quelle
Medienpräsenz
Videokanal

Die Abschnitte des Videos

1. Das Massaker von Sabra und Schatila (0:06–1:19)

Ein israelischer Soldat betritt ein zerstörtes Flüchtlingslager in Beirut. Es ist unheimlich still, überall liegen Tote und Verletzte.
Mehr als 800 Zivilisten werden ermordet.
Die Verantwortung wird abgestritten – niemand wird zur Rechenschaft gezogen.
→ Leitfrage: Wer ist schuld?


2. Der Beginn des Libanonkriegs (1:35–2:19)

Israel marschiert im Juni 1982 in den Libanon ein, offiziell zur Abwehr von Angriffen der PLO.
Unter Verteidigungsminister Ariel Sharon wird Beirut schnell kontrolliert.
Die Bevölkerung leidet unter schweren Bombardierungen mit hunderten Toten täglich.


3. Hoffnung nach dem Rückzug der PLO (2:19–3:10)

Die PLO zieht sich zurück, und in den Lagern keimt Hoffnung auf Frieden auf.
Menschen beginnen, ihre Häuser wieder aufzubauen – trotz extrem schlechter Lebensbedingungen ohne Strom, Wasser und Sicherheit.


4. Wachsende Angst nach dem Abzug (3:20–3:54)

Nach dem Abzug der PLO wächst die Angst unter den Bewohnern.
Viele spüren, dass die Situation noch gefährlicher werden könnte.


5. Die Bedrohung durch die Falangisten (3:54–4:36)

Die christlichen Milizen (Falangisten) gelten als brutale Feinde der Palästinenser.
Ihr Anführer Bachir Gemayel ist für Gewalt bekannt und enger Verbündeter Israels.


6. Sicherheitsversprechen der USA (4:36–5:12)

Die USA garantieren den Zivilisten Schutz.
Diese Zusicherung gibt kurzfristig Hoffnung – wird später aber gebrochen.


7. Brutalität des Bürgerkriegs (5:12–6:11)

Der libanesische Bürgerkrieg ist von extremer Gewalt geprägt.
Zivilisten werden willkürlich getötet, keine Seite schreckt vor Grausamkeit zurück.


8. Ermordung von Gemayel als Wendepunkt (6:11–6:45)

Der designierte Präsident Gemayel wird bei einem Anschlag getötet.
Die Falangisten reagieren mit Wut und Rachedurst.
Die Lage eskaliert weiter.


9. Angst und Fluchtversuche der Zivilisten (6:45–7:35)

Die Menschen in den Lagern haben große Angst.
Familien versuchen, ihre Kinder in Sicherheit zu bringen – oft unter dramatischen Umständen.


10. Israels Einmarsch in West-Beirut (7:45–8:19)

Israelische Truppen rücken trotz gegenteiliger Zusagen in West-Beirut ein.
Die Lage ist eigentlich ruhig, es gibt keine größeren Kämpfe.


11. Die folgenschwere Entscheidung (8:54–9:50)

Ariel Sharon entscheidet:
Die israelische Armee bleibt außen vor, die Falangisten sollen in die Flüchtlingslager gehen.

Eine zentrale Figur dabei ist
Elie Hobeika, der die Operation leitet.


12. War das Massaker vorhersehbar? (9:54–10:46)

Offiziell heißt es, niemand habe das Massaker vorhersehen können.
Kritiker widersprechen entschieden:
Angesichts der bekannten Brutalität der Falangisten sei das klar vorhersehbar gewesen.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
10min 51s

Erstellt: 14.04.2026 - 08:31  |  Geändert: 14.04.2026 - 08:31

verwendet von

Das Massaker von Sabra und Schatila bezeichnet den Völkermord an palästinensischen Flüchtlingen, die im südlichen Stadtgebiet von Beirut lebten. Dieser wurde von etwa 150 libanesischen, maronitisch-katholischen – hauptsächlich phalangistischen – Milizionären verübt. Zwischen dem 16. und 18. September 1982 – mitten im libanesischen Bürgerkrieg – wurden die Flüchtlingslager Sabra (Ṣabrā) und Schatila (Šātīlā) gestürmt, die zu jener Zeit von israelischen Soldaten umstellt waren. Nach filmisch belegten Aussagen beteiligter Milizionäre richtete sich die Aktion in erster Linie gegen Zivilisten; bewaffneter Widerstand soll kaum noch vorhanden gewesen sein. Die Milizionäre verstümmelten, folterten, vergewaltigten und töteten überwiegend Zivilisten, unter ihnen viele Frauen, Kinder und Alte. Die Zahl der Opfer konnte nicht geklärt werden, wird aber je nach Quelle zwischen 460[3] und 3500

Wikipedia (DE): Massaker von Sabra und Schatila