20.03.2026

Mord nennen sie „Tötung“ – die neue Lachnummer der Tagesschau | Albrecht Müller | NDS-Podcast

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Kommentar im Wortlaut

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In diesem Podcast-Beitrag der NachDenkSeiten (ca. 3:47 Min.) kritisiert Albrecht Müller die Wortwahl der Tagesschau im Zusammenhang mit den israelischen Angriffen auf die iranische Führung im März 2026.

Hier sind die zentralen Punkte des Beitrags:

1. Kritik an der Wortwahl („Sprachliche Verharmlosung“)

Müller kritisiert, dass die Tagesschau bei der Berichterstattung über die Tötung iranischer Regierungsmitglieder (wie dem Geheimdienstminister Ismail Chatib oder dem Sicherheitschef Ali Larijani) systematisch Begriffe wie „Tötung“, „ums Leben gekommen“ oder „eliminieren“ verwendet [00:36, 00:57]. Er bewertet dies als gezielte Verharmlosung von Vorgängen, die den Tatbestand des Mordes oder des Attentats erfüllen [00:18, 01:44].

2. Doppelte Standards und Zitate

Er kontrastiert die Berichterstattung der ARD mit anderen Stimmen:

  • Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnete die Vorfälle als „unlauteres Attentat“ [01:44].
  • Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wird am Ende des Beitrags zitiert und spricht unmissverständlich von „Mord“ [02:20, 02:32].

3. Einbettung in die deutsche Außenpolitik

Müller führt das sprachliche Verhalten der Redaktion auf die deutsche Außenpolitik zurück. Er argumentiert, die Redaktion folge der von Angela Merkel 2008 formulierten Prämisse, wonach die Sicherheit und die Interessen Israels zur deutschen Staatsräson gehören [02:49, 02:58]. Dies hindere die öffentlich-rechtlichen Medien daran, eine den Tatsachen entsprechende und neutrale Sprache zu verwenden [02:49].

Zusammenfassend wirft der Beitrag der Tagesschau Einseitigkeit und Hofberichterstattung vor, da sie die völkerrechtlich und strafrechtlich problematischen gezielten Tötungen durch sprachliche Weichzeichnungen legitimieren bzw. beschönigen würde.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
3min 46s
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Erstellt: 09.03.2026 - 21:41  |  Geändert: 22.03.2026 - 06:08

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