17.10.2025

Das optimierte Ich – Wann sind wir gut genug? | Twist | ARTE

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Das Jahr beginnt und es geht wieder los: Neue Vorsätze, volle Fitnessstudios, optimierte Routinen. Wir wollen fitter, gesünder, leistungsfähiger sein. Und am besten jeden Tag ein bisschen besser als gestern. Selbstoptimierung ist längst mehr als ein persönlicher Antrieb. Aber geht es dabei um echte Selbstfürsorge oder ist sie eine Reaktion auf permanenten Leistungsdruck?

Die Leipziger Schriftstellerin Verena Keßler erzählt Selbstoptimierung als Kammerspiel im Fitnessstudio. Anerkennung und der Druck, die Beste zu sein, treiben ihre Protagonistin an, bis Körper und Psyche an ihre Grenzen stoßen. Die Primaballerina Yasmine Naghdi tanzt am Royal Ballet und spricht über Perfektion und ihren Leistungsanspruch. Wegen ihrer Schwangerschaft pausiert sie erstmals in ihrer Karriere. Der spanische Cyborg-Artist Manel De Aguas erweitert mit implantierten Sensoren die menschliche Wahrnehmung und macht seinen Körper selbst zum Instrument. Die Videokünstlerin Julika Rudelius analysiert Wunschbilder und Selbstinszenierung im kapitalistischen Alltag. Und die französische Autorin und Unternehmerin Gaëlle Prudencio setzt dem Optimierungsdruck radikale Selbstakzeptanz entgegen.
„Twist“ fragt: Wann wird Selbstoptimierung zur Belastung? Und was passiert, wenn wir aufhören, uns ständig verbessern zu wollen?

Magazin (D 2026, 30 Min)

Video auf YouTube verfügbar bis zum 08/02/2026 
Link zur Mediathek: https://www.arte.tv/de/videos/128834-001-A/twist/

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
30min 23s
Ereignisdatum
11.01.2026

Erstellt: 24.01.2026 - 07:32  |  Geändert: 24.01.2026 - 07:32

verwendet von

Hrsg. Loreen Dalski, Kirsten Flöter, Lisa Keil, Kathrin Lohse, Lucas Sand und Annabelle Schülein

Von Fitnessstudios über Schlaf-Apps bis hin zu Heilsteinen – das Streben nach Selbstoptimierung hat einen festen Platz in der Alltagskultur der Gegenwart. Was unter dem ubiquitären Begriff zu verstehen ist, wird allerdings kontrovers diskutiert. Selbstoptimierung provoziert: Kritiker*innen lehnen sie als Teil eines neoliberalen Zwangs ab, Befürworter*innen deuten sie als Ausdruck von Autonomie.