Olof Palme (1927–1986) war ein schwedischer sozialdemokratischer Politiker und zweimaliger Ministerpräsident Schwedens (1969–1976 und 1982–1986). Er stammte aus einer großbürgerlichen Stockholmer Familie, studierte am Kenyon College in den USA sowie Rechtswissenschaft an der Universität Stockholm und wurde 1953 Sekretär von Ministerpräsident Tage Erlander, dem er 1969 im Amt nachfolgte. In seiner Regierungszeit setzte er familien- und bildungspolitische Reformen um und prägte das internationale Bild Schwedens durch seine entschiedene Kritik am Vietnamkrieg, sein Engagement für Abrüstung im Rahmen der Palme-Kommission und seine Vermittlertätigkeit als UN-Beauftragter im Ersten Golfkrieg. Er pflegte enge politische Verbindungen zu Willy Brandt und Bruno Kreisky und setzte sich in der Sozialistischen Internationale für die Demokratisierung Südeuropas ein. Am 28. Februar 1986 wurde Palme auf offener Straße in Stockholm erschossen, wobei die Ermittlungen erst 2020 mit der Benennung eines bereits verstorbenen Tatverdächtigen eingestellt wurden. In 23 Staaten wurden ihm Denkmäler errichtet, und er erhielt postum den Jawaharlal-Nehru-Preis für internationale Verständigung.

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