Honey Balecta (Medienpräsenz)

31:14

Der 1. Mai ist heute für viele ein netter freier Tag mit Bratwurst und zahmen Reden über »Sozialpartnerschaft«. Doch wer die Geschichte dieses Tages kennt, weiß: Nichts davon wurde uns geschenkt. Alles, was wir heute als selbstverständlich erachten, wurde mit Blut, Streiks und dem Mut von Menschen erkämpft, die bereit waren, für ihre Klasse ins Gefängnis oder an den Galgen zu gehen.

Die Geschichte lehrt uns: Rechte werden nur durch Druck von unten gesichert. Wenn die etablierten Gewerkschaften zu schwach zum Streiken sind, müssen wir uns selbst organisieren. Die Aufgabe einer Gewerkschaft ist der Klassenkonflikt, nicht die Standortlogik. Es ist Zeit, den 1. Mai wieder als das zu begreifen, was er ist: Ein Kampftag gegen ein System, das uns nur als Kostenfaktor betrachtet.