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In den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit als Bürgermeister von New York City hat sich Zohran Mamdani auf die „Pothole-Politik“ konzentriert – eine Mischung aus bedeutenden legislativen Erfolgen und dem intensiven Fokus auf die Bereitstellung der alltäglichen Grundversorgungsleistungen, die die Stadt am Laufen halten. Der 34-jährige Bürgermeister hat seine progressiven Wahlversprechen umgesetzt, von mehr Mitteln für die Kinderbetreuung bis hin zu neuen Steuern für die Superreichen. Er sieht seine Regierung als Vorbild dafür, wie Demokraten politische Maßnahmen umsetzen können, die der Arbeiterklasse zugutekommen. 

In seiner Folge von NPRs „Newsmakers“ spricht er im Rathaus mit Moderatorin Leila Fadel über seine ersten 100 Tage im Amt, seinen Ansatz für die Zusammenarbeit mit Präsident Trump und die Botschaft, die Demokraten seiner Meinung nach bei den diesjährigen Zwischenwahlen vermitteln sollten.


Through the first 100 days of his time as mayor of New York City, Zohran Mamdani has been focused on “pothole politics” -- a blend of high-level legislative wins and intense focus on delivering the everyday essential services that keep the city running. The 34-year-old mayor has delivered on progressive campaign promises from more funding for childcare to new taxes on the ultra-wealthy. He views his government as a model for how Democrats can deliver on policies that benefit the working class. In his episode of NPR’s Newsmakers, he sits down with host Leila Fadel at City Hall to discuss his first 100 days in office, his approach to working with President Trump, and the message he believes Democrats should deliver during this year’s midterm elections


Zeitmarken

1. Bilanz der ersten 100 Tage (Affordability Agenda)

Mamdani betont, dass seine Verwaltung sich auf die materielle Entlastung der Arbeiterklasse konzentriert hat:

  • Kinderbetreuung: Investition von 1,2 Milliarden Dollar, um universelle Kinderbetreuung in der Stadt zu ermöglichen [01:24].
  • Wohnen & Mieterschutz: Erzielung von Vergleichen in Höhe von 30 Millionen Dollar mit säumigen Vermietern und Reparatur von über 6.600 Wohnungen [01:31].
  • Infrastruktur: Fokus auf "Pothole Politics" – das Füllen von über 102.000 Schlaglöchern und das Beschleunigen des Busverkehrs für über eine Million New Yorker [01:51], [02:41].
  • Städtische Lebensmittelgeschäfte: Ankündigung von städtisch betriebenen Supermärkten, um die Lebensmittelversorgung zu sichern [03:18].

2. Polizeireform und öffentliche Sicherheit

Ein Spannungsfeld besteht zwischen Mamdanis Reformversprechen und der Polizeiführung:

  • SRG-Auflösung: Er hält an seinem Plan fest, die "Strategic Response Group" (eine Einheit für Proteste) aufzulösen, um die Reaktion auf Demonstrationen von der Terrorismusbekämpfung zu trennen [04:43].
  • Transparenz: Die NYPD muss nun Bodycam-Aufnahmen innerhalb von 30 Tagen veröffentlichen [05:11].
  • Sicherheit & Justiz: Er betont, dass Sicherheit und soziale Gerechtigkeit keine Gegensätze sind und gründete das erste städtische Büro für Gemeinschaftssicherheit [05:32].

3. Verhältnis zu Präsident Trump

Trotz massiver ideologischer Differenzen beschreibt Mamdani eine direkte Arbeitsbeziehung:

  • Faschismus-Vorwurf: Auf Nachfrage bestätigt er, dass er Trump weiterhin für einen Faschisten hält und ihm dies auch persönlich sagt [11:02].
  • Zusammenarbeit: Dennoch suchen sie nach Schnittmengen, etwa beim Wohnungsbau (Plan für 12.000 neue Wohnungen) [12:05].
  • ICE-Abschiebehaft: Mamdani berichtet, wie er Trump direkt davon überzeugte, einen inhaftierten Studenten der Columbia University freizulassen [12:28].

4. Wirtschaft und Haushalt

New York steht vor großen finanziellen Herausforderungen:

  • Haushaltsdefizit: Die Stadt erbte ein Defizit von 12 Milliarden Dollar, das durch Einsparungen auf 5,4 Milliarden Dollar reduziert wurde [16:35].
  • Wirtschaftsstandort: Mamdani lehnt klassische Steuersubventionen für Großunternehmen ab. Er glaubt, dass die Stadt durch exzellente öffentliche Dienstleistungen und Sicherheit attraktiv bleiben muss [17:38].

5. Der Krieg im Iran und gesellschaftliche Auswirkungen

Mamdani äußert scharfe Kritik an der Außenpolitik der Bundesregierung:

  • Prioritäten: Er kritisiert, dass Milliarden für Krieg ausgegeben werden, während die heimische Arbeiterklasse kämpft [08:29].
  • Dehumanisierung: Er berichtet von einem Anstieg antimuslimischer Rhetorik und Gewalt in New York, die er direkt mit der Kriegsrhetorik verknüpft [09:43].

6. Religion und Politik

Als Muslim betont Mamdani, dass Religion für ihn ein moralischer Kompass ist:

  • Er sieht den Kern vieler Schriften in der Stärkung der Würde der Armen und Arbeiter, was über reines Profitstreben hinausgehen muss [21:40].
  • Er wehrt sich gegen Versuche, seine Identität oder seinen Glauben als politisches Werkzeug zur Spaltung zu nutzen [22:32].

Mamdani schließt das Interview mit dem Vorsatz ab, weiterhin nah an den Bürgern zu bleiben – etwa durch die Nutzung von U-Bahn und Fahrrad –, um nicht in der politischen "Blase" den Bezug zur Realität der New Yorker zu verlieren [28:04].

36:16

When Zohran Mamdani launched his mayoral campaign for New York City last year, many wrote off his chances. He’s a South Asian Muslim Democratic socialist. He faced resistance from his own party’s establishment. Even The New York Times editorial board told voters not to support the 33-year-old.

And even though Mamdani tried hard to keep affordability at the center of his campaign, others tried to define his identity with unsubstantiated claims he would promote Islamic law, that he supports terrorism, that he's an antisemite.

“There are a lot of concerns based on a caricature of myself,” Mamdani said. “I don't blame New Yorkers for having that caricature because they've had to deal with more than $30 million of spending that paints me in that manner – that smears and slanders me, that artificially lengthens the color and the length of my beard that calls me a monster.”

But for the most part New Yorkers didn’t fall for it. Mamdani is now the presumptive Democratic candidate last week after getting the most votes in the primary last week. He is one step closer to becoming mayor of the nation’s largest city.  

On Monday, we sat down with Mamdani in New York City to discuss the lessons his victory holds for his party and how he plans to implement his policies if he becomes mayor despite skepticism about their feasibility.

Mamdani clarified remarks he made on NBC’s Meet the Press about billionaires, saying, “I think the better question is whether working people have the right to exist, because what we've seen in this city is that more and more working people are being pushed out.”

Asked about his proposals, like free public transit and expanded childcare, he acknowledged that many of his ideas would need state-level support, particularly from Gov. Kathy Hochul, who has voiced skepticism and so far has not endorsed him. But he remained optimistic, citing his success in launching New York City’s first fare-free bus pilot as evidence that progressive reform is achievable.