Wikipedia (DE): Maya Angelou

Jazz, Geopolitik und Imperialismus

Dem belgischen Filmemacher Johan Grimonprez ist eine überwältigende, ideenreiche Reise, die amerikanischen Jazz, Geopolitik und imperialistische Machenschaften der 1950er und 1960er Jahre miteinander verwebt, gelungen

Heute ist das alles unvor­stellbar: Anfang 1961 drang eine Gruppe von Bürger­rechts­ak­ti­visten in eine Sitzung des Sicher­heits­rats der UNO ein, um gegen die Ermordung des kongo­le­si­schen Führers Patrice Lumumba zu protes­tieren. Unter ihnen waren die Musiker Max Roach und Abbey Lincoln sowie die Schrift­stel­lerin Maya Angelou. Artechock Filmmagazin 05.02.2025 Der Film auf  Arte: Soundtrack für einen Staatsstreich

 

Regie: Grimonprez, Johan

In den 1960er Jahren erkämpfen viele afrikanische Staaten ihre Unabhängigkeit von den europäischen Kolonialmächten. Während die Sowjetunion und andere sozialistische Länder die Dekolonialisierung unterstützen, sehen die USA und ihre westlichen Verbündeten diese skeptisch. Ihr Interesse gilt vor allem den Bodenschätzen, über die sie die Kontrolle behalten möchten. Die USA intervenieren auf unkonventionelle Weise und schicken Jazzgrößen wie Louis Armstrong und Nina Simone als Werbeträger_innen in afrikanische Staaten, um den Westen positiv darzustellen, während sich zeitgleich Figuren wie Malcolm X und andere Jazzkünstler_innen mit den Unabhängigkeitsbewegungen solidarisieren.