Für eine Neue Ökonomik
Ein Manifest

Die Wirtschaftswissenschaften leiden an einer unheilbaren Krankheit, meint der australische Ökonom Steve Keen. Denn sie orientieren sich vor allem an der "neoklassischen" Theorie. Dank falscher Grundannahmen und untauglicher Methodik sind sie nicht in der Lage, die wissenschaftliche Basis für dringend notwendige wirtschaftspolitische Maßnahmen zu liefern, die die Menschheit zur Bewältigung gegenwärtiger und zukünftiger Herausforderungen braucht.

ISBN 978-3-85371-538-3 2. Auflage 22.11.2024 22,00 € Portofrei Bestellen (Buch)

Die heute vorherrschende neoklassische Wirtschaftslehre gleicht eher einer Religion als einer Wissenschaft, meint Steve Keen. In den Naturwissenschaften wird eine Theorie, die die Realität nicht vollständig erklären kann, aufgegeben und durch ein neues Paradigma ersetzt. Um funktional und wissenschaftlich zu sein, braucht auch der Patient "Ökonomik" dringend einen Paradigmenwechsel.

Die Kernpunkte der Neuen Ökonomik, die der Autor in diesem Buch erläutert, handeln von der Berücksichtigung der zentralen Rolle des Geldes sowie der Modellierung des Kapitalismus als komplexes, dynamisches und chaotisches System. Keens Manifest richtet sich an junge Studierende der Volkswirtschaft ebenso wie an interessierte Laien. Seine "Neue Ökonomik" ist verständlich geschrieben und gibt über die ausführlichen Literaturhinweise Anregungen zum Weiterlernen.

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Rezensionen / Pressestimmen

Im abschließenden Kapitel holt der Autor noch einmal zu einer Generalkritik an der neo-klassischen Ökonomie aus. Er greift dafür auf Marx zurück, der seine Kritik an der Theorie von Jean-Baptiste Say einst in dem Wort „fade“ zusammengefasst hat (135). Fade, so Keen, sei auch die heutige Mainstream-Ökonomik, und zwar deshalb, weil sie „harmlos“ ist und die kapitalistischen Verhältnisse nicht substanziell kritisiert, sondern letztlich stützt und zementiert. Auf den letzten Seiten des Buches formuliert der Autor noch Vorschläge für ein „wirtschaftswissenschaftliches Gegenstudium“ (144–149). Paradigmatisch beruhen diese größtenteils auf dem postkeynesianischen Ansatz und einem vom Autor selbst entwickelten Dynamic Economic System. Der Wert dieses Kapitels aber besteht vor allem in den zahlreichen Quellen- und Literaturhinweisen, welche es Lehrenden und Studierenden erleichtern soll, ihre Studien entsprechend zu gestalten. Ulrich Busch, Berliner Debatte Initial, September 2025

Quelle und weitere Stimmen zum Buch sowie Rezensionslinks auf der Verlagsseite

Autoreninfos

Steve Keen, geboren 1953 in Sydney, ist ein postkeynesianischer Wirtschaftswissenschaftler. Als einer der wenigen Ökonomen, die die globale Finanzkrise von 2008 vorhersahen, erhielt er den Revere Award der Zeitschrift Real World Economics Review. Keens Hauptforschungsinteressen sind der komplexe Systemansatz in der Makroökonomik und die Ökonomik des Klimawandels.

Wikipedia (DE): Steve Keen

Autoren

Erstellt: 10.04.2026 - 06:07  |  Geändert: 10.04.2026 - 06:23