Die weitgehend unaufgearbeitete Coronakrise warf eine Vielzahl juristischer Fragen auf: Kann man den Hütern unserer Verfassung eine nur selektive Tatsachenwahrnehmung attestieren? Wie geht die Justiz mit Richtern um, die in politisch brisanten Verfahren offiziellen Narrativen widersprechen? Müssen Soldaten bei der Einführung neuartiger modRNA-Impfstoffe mehr erdulden als andere Mitbürger? Welche Hoffnung auf zivilrechtliche Haftung der Hersteller haben Geschädigte bei Impfschäden? Was war die Grundlage, um Ärzte wegen der Erstellung unrichtiger Gesundheitszeugnisse zu verurteilen? Rechtfertigt die Ausrufung einer Pandemie die Aushebelung des Haushaltsrechts? Welche Gefahren für unsere Freiheitsrechte drohen auch in Zukunft durch die befürchtete Verabschiedung der internationalen Gesundheitsvorschriften?
Prof. Dr. Jörg Benedict: Epistemisches Unrecht - von Narrativen, der Wahrheit und dem Recht
auf YouTube (23.12.2025) 37:50
Prof. Dr. Jörg Benedict ist Inhaber des Lehrstuhls für Deutsches und Europäisches Privatrecht, Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie an der Universität Rostock. Besondere Aufmerksamkeit erregte er mit seinem am 31.03.2025 im Cicero-Magazin erschienenen und auf der KRiStA-Homepage zweitveröffentlichten Beitrag zum Thema „Warum Juristen bei der Aufarbeitung der Corona-Politik versagen“. Juristen hätten nicht nur auf der Grundlage von gesetzten „Wahrheiten“ (Epistemen) rechtspositivistisch geltendes Recht anzuwenden, sondern auch danach zu fragen, was recht sei und ob die strikte Anwendung nicht in einem unerträglichen Widerspruch zur Realität stünde.
Referat zum Symposium „Vom Freiheits- zum Überwachungsstaat?“ des Netzwerks Kritische Richter und Staatsanwälte – KRiStA (https://netzwerkkrista.de)