Überfluss und Freiheit. Eine ökologische Geschichte der politischen Ideen. Von Pierre Charbonnier

Ein augenöffnender philosophischer Beitrag zur Debatte um Umwelt und Kapitalismus: Der französische Philosoph Pierre Charbonnier gilt als »der neue philosophische Kopf einer politischen Ökologie« (so die französische Zeitschrift Libération). In »Überfluss und Freiheit« entwirft er die erste philosophische Ideengeschichte zum Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Die ökologische Krise der Gegenwart sieht er als Chance, sozial und politisch umzudenken und als Gesellschaft neue Wege zu gehen. Dabei setzt Charbonnier auf eine radikal andere Politik, die nicht notwendig mit Verzicht verbunden ist.

ISBN 978-3-10-397110-1     36,00 €  Portofrei     Bestellen



Bei jedem Klimagipfel werden Ziele formuliert - doch die vereinbarten politischen Regelungen genügen nicht, um diese zu erreichen. Warum ist das so? In einem Gang durch 300 Jahre Ideengeschichte von John Locke und Adam Smith über Saint-Simon, Karl Marx und Herbert Marcuse bis zum Club of Rome und den Klimaaktivisten von Extinction Rebellion und Greta Thunberg zeigt Pierre Charbonnier: Die Erde wird seit dem 17. Jahrhundert als unerschöpfliche Quelle von Wohlstand und Wachstum gesehen. Alle seither entwickelten politischen Ideen beruhen darauf, vor allem die zentralen Begriffe von Freiheit und Gleichheit, von Autonomie und von Wachstum bzw. Überfluss. Doch das ist eine fatale Sicht auf das Verhältnis von Mensch und Natur. Wir brauchen eine philosophische Neudefinition dieser Beziehung, wenn wir nachhaltige politische, soziale und wirtschaftliche Ideen und Konzepte wollen. Pierre Charbonnier liefert die Grundlage dafür - klug und anregend, optimistisch und radikal!

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Unsere Schuld. Woran liegt es, dass der Mensch Erde und Klima völlig verändern konnte, nun aber unfähig ist, die Katastrophe zu verhindern? Der französische Philosoph Pierre Charbonnier hat eine Antwort. Von Oliver Weber SZ 21.09.2022

Zerstörungskraft männlichen Denkens. Wie konnte es zu Klimakatastrophe und Artensterben kommen? Pierre Charbonnier untersucht in seinem Buch die europäische Ideengeschichte.Von Annette Jensen taz 31.10.2022

Wie die Klimakrise in unseren Begriffen wurzelt. Wir fürchten die Klimakrise wegen ihrer Folgen, verdrängen aber, dass sie tief in unserem Freiheitsideal wurzelt und in dessen enger Bindung an materiellen Überfluss, mahnt der Philosoph Pierre Charbonnier. Leider bleibt er seltsam unentschlossen.Von Eike Gebhardt Deutschlandfunk Kultur 21.07.2022

Der Autor:

Pierre Charbonnier, geboren 1983, ist promovierter Philosoph und lebt in Saint-Denis bei Paris. Sein Studium absolvierte er an der École Normale Supérieure in Paris. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre National de la Recherche Scientifique. Die große französische Tageszeitung »Libération« bezeichnete ihn 2020 als den neuen philosophischen Kopf einer politischen Ökologie. Dabei setzt Charbonnier auf eine radikal andere Politik, die nicht notwendig mit Verzicht verbunden ist. Die ökologische Krise der Gegenwart sieht er als Chance, sozial und politisch umzudenken und als Gesellschaft neue Wege zu gehen. In Frankreich erschien sein Buch »Abondance et liberté« im Januar 2020.

 

Erstellt: 16.07.2023 - 07:55  |  Geändert: 26.07.2023 - 10:59