Aktuelle Veranstaltungen

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Unsere Ladenräume stellen einen Ort der persönlichen Begegnung und der Kommunikation dar, wo mensch in angenehmer Atmosphäre Anregungen und Erlebnisse durch den direkten Kontakt mit Büchern, Medien und interessanten Menschen erhalten kann.

Gerne stellen wir unsere Ladenräume für kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Diskussionsrunden, Literaturzirkeln zur Verfügung.
Für nähere Informationen kontaktieren Sie uns bitte unter: Tel. 0931 35591-0, Fax 0931 35591-73, buchladen@neuer-weg.com

27. April 2017, 20 Uhr: Autorenlesung mit Andrea Molesini in italienischer Sprache

Liebe Freunde der italienischen Literatur,

Andrea Molesini, den Sie vielleicht noch von seiner Lesung im Jahr 2014 in Erinnerung haben (Non tutti i bastardi sono di Vienna [dt. Zu lieben und zu sterben]; La primavera del lupo [dt. Im Winter schläft man auch bei Wölfen]) wird auf seiner diesjährigen Lesereise erneut nach Würzburg kommen. Am Donnerstag, den 27. April 2017 wird er in der Buchhandlung Neuer Weg, Sanderstraße 23 um 20 Uhr seinen neuen Roman La solitudine dell`assassino vorstellen.

Andrea Molesini. Die Einsamkeit des Mörders. Rizzoli 2016 Vor vielen Jahren hat Carlo Malaguti getötet. Seitdem besteht die schwerste Strafe für ihn nicht darin, sie im Gefängnis von Triest abbüßen zu müssen, sondern darin, dass er seine ganz persönliche Wahrheit über das Verbrechen in hartnäckiges Schweigen gehüllt hat. Er hatte nämlich sogar darauf verzichtet, sich vor Gericht zu verteidigen. In seiner Gefängniszelle scheint er Zuflucht vor dem Getöse der Welt gefunden zu haben und Hilfe vor der Dunkelheit, die er tief in sich spürt. Nun aber ist Malaguti 80 Jahre alt und ein Richter hat bestimmt, dass er freigelassen werden soll. Frei aber wozu? Um ein Geständnis abzulegen? Um erneut zu töten? Solche Fragen treiben Luca Rainer um, einen angesehenen Übersetzer um die Vierzig. Die beiden kennen sich nicht, aber jemand will, dass sie einander begegnen, wissend, dass da sehr viel mehr mehr sein kann, was sie verbindet als eine heftige Leidenschaft für Literatur. Ins labyrinthische Bollwerk von Malagutis Innenwelt einzudringen, bedeutet ein schwieriges Unterfangen: Rainer muß sich der Geheimnisse würdig erweisen, über die der Mörder wacht, mit dessen ungeheurer Einsamkeit ringen und den beißenden Geschmack der Angst erleben. Andrea Molesinis Roman steckt voller starker Emotionen und sinniert stilsicher über die Herausforderungen der Freiheit, über das Ungemach des Zufalls, über die Freundschaft, die jeden Tag neu auf die Probe gestellt wird, über unser ununterdrückbares Bedürfnis, den Dingen einen Sinn zu verleihen.

Zu der Veranstaltung, die in einer vom italienischen Außenministerium geförderten Lehrveranstaltung im Institut für Neuphilologie/Italianistik vorbereitet wird, ergeht herzliche Einladung! Auch Gäste mit geringen Italienischkenntnissen sind willkommen. Bei Bedarf werden wir Fragen und Antworten dolmetschen.

Termin: Donnerstag, 27. April 2017 um 20 Uhr
Ort: Buchladen Neuer Weg, Sanderstraße 23-25, 97070 Würzburg

Der Eintritt ist frei.

Auf Ihr Kommen freuen sich
Dott.ssa Anna-Maria Bernar, Universität Würzburg
Prof. Dr. Martha Kleinhans, Universität Würzburg

4.5.2017 um 20 Uhr. Julia Riegler liest: Als die schwarzen Wolken kamen.

Die Geschichte des syrischen Flüchtlings Jamal Memedi. Packend geschrieben und packend gelesen von Julia Riegler. Die Autorin ist vielen als Verfasserin von amüsanten Erzählungen bekannt. Als Frau R. hat sie sich viele Fans gemacht.

Jetzt also schreibt sie über die Verbrechen, die dem Flüchtling auf seiner verzweifelten Reise nach Europa begegnen. Über das Verbrechen des Krieges, über ein Damaskus vor dem Schrecken des Kriegs, über die lebensgefährliche, und doch unvermeidliche, Flucht.

Viele Flüchtlinge wie Jamal sind nach Europa gekommen. In ein Europa, das ihre Hoffnungen mutwillig und absichtlich oft enttäuscht und für viele doch die einzige Hoffnung bleibt.

Informationen zu Julia Riegler finden Sie unter www.frau-r.de

Einführende Worte wird Simone Barrientos sprechen.

Termin: Donnerstag 04.05.2017 um 20 Uhr

Ort: Buchladen Neuer Weg Sanderstraße 23-25, 97070 Würzburg

Das Literaturhaus Ochsenfurt und der Buchladen Neuer Weg unterstützen die Lesereise ebenso, wie andere Leseorte in Unterfranken.

Themen: 

24.05.2017 Das Verbot der Atombombe rückt näher. Diskussionsabend Referent: Prof. Dr. Arnold Köpcke-Duttler (Florakreis)

Der Florakreis Würzburg lädt ein zu einem Diskussionsabend:

Verbot der Atombombe rückt näher: Paukenschläge

Der Appell für die Abrüstung, für das Verbot und die Abschaffung der atomaren Vernichtungsmittel erhält in diesen Monaten eine neue Stärke. Am 23. Dezember 2016 hat die breite Mehrheit der UN-Generalversammlung beschlossen, vom 27. Bis zum 31. März sowie vom 15. Juni bis  zum 7. Juli 2017 Konferenzen für  ein Verbot abzuhalten.

Zur Feier des Weltfriedenstages hat Papst Franziskus seine Botschaft „Gewaltfreiheit: Stil einer Politik für den Frieden“ verbreitet, gegen die  Logik der Ängstigung  und der Gewalt seine Stimme erhoben. Wie lange vor ihm unermüdlich die weltweite Friedensbewegung betont er, die atomare Abschreckung und die Bedrohung durch die gegenseitige Zerstörung  könnten kein Fundament einer Ethik der Brüderlichkeit und der friedlichen Koexistenz von Menschen und Völkern sein.

Nun hat es derlei Appelle schon häufig gegeben ohne Wirkung. Jetzt aber hat eine große Mehrheit der Mitgliedsstaaten der UNO (nicht aber die NATO-Staaten, nicht Russland, nicht die Bundesrepublik Deutschland mit ihrer nuklearen Teilhabe) sich für ein Verbot der Herstellung, des Besitzes und des Einsatzes von Atomwaffen ausgesprochen.

Die Staaten sollen sich zudem verpflichten, die Stationierung von Atomwaffen fremder Mächte auf ihrem Territorium zu beenden, den Transport über ihr Land, durch ihren Luftraum und ihre Hoheitsgewässer zu unterbinden, sich in militärischen Bündnissen mit anderen Staaten nicht mehr an einer Nuklearwaffenpolitik und –planung zu beteiligen.

Die 54 Staaten der Afrikanischen Union und die Staaten Latein- und Mittelamerikas haben fast geschlossen für die Verhandlungen über ein Verbot gestimmt. Die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen“ (ICAN) sieht in dem Abstimmungsergebnis eine abrüstungspolitische Revolution. Das überwältigende Votum fällt in eine politische Situation, in der die Spannungen zwischen der NATO und Russland sich verschärfen hin zu einer erneuten nuklearen Aufrüstung.

Mit der Aufnahme von Verhandlungen sieht sich die internationale Friedensbewegung in ihrer jahrelangen Forderung eines Verbots der Atombombe, die den mehrfachen Untergang der Menschheit ermöglicht, bestätigt und gestärkt.