Unrast. Von Olga Tokarczuk

Noch nie wurde so viel gereist wie heute. Und doch ist die Sehnsucht, sich in der Welt zu verlieren, nicht gestillt, hat sich das Reisen trotz Massentourismus eine eigene Poesie bewahrt. Aber was heißt es, in dieser rasenden und zunehmend vernetzten Welt ein Wanderer, ein Körper in Bewegung zu sein? Was heißt es, nicht nur durch den Raum, sondern auch durch die Zeit zu reisen? Unrast ist eine Wundertüte voller Geschichten, Mythen, Lebensbekenntnisse, Notizen und Gedanken über das Reisen und die Verbindung zwischen Seele und Körper, über Leben und Tod, Bewegung und Sein, Entwurzelung und Migration.

ISBN 978-3-311-10012-6     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Da ist die Ich-Erzählerin, die unentwegt auf Wanderschaft ist, zu Fuß, im Auto, im Flugzeug oder gar in Gedanken. Oder Eryk, den es als Fährmann in den hohen Norden verschlagen hat und der irgendwann mit seinen verdutzten Passagieren Kurs aufs offene Meer nimmt. Da ist der junge Mann, der langsam dem Wahnsinn verfällt, als seine Frau und sein Kind während eines Urlaubs plötzlich verschwinden, um ebenso plötzlich wieder aufzutauchen. Und schließlich Chopins Schwester, die ihren Bruder abgöttisch geliebt hat und nun sein Herz auf eine allerletzte Reise nach Warschau begleitet. Unrast ist ein Potpourri unterschiedlichster Geschichten, die aber, wie der Leser bald ahnt, einem geheimen Fahrplan folgen und eine gemeinsame Destination haben.

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Auch der PiS-Chef liest sie. Porträt Olga Tokarczuk erhält den Literaturnobelpreis. In Polen ist sie eine Ikone der Linksliberalen – und doch schwer fassbar → der Freitag 18.10.2019

Presse:

»Eine philosophische Erzählung für unsere rasende Zeit.«The Financial Times, London

»Ein grenzüberschreitender, temperamentvoller, reicher Roman, den man immer wieder lesen kann. Ein Buch wie ein wirklich guter Reisegefährte – geistreich, charmant, herausfordernd und immer ein Gewinn.«Los Angeles Review of Books

»Dieser umwerfende Roman ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die verbindende Kraft von Erzählungen, die Purzelbäume durch Raum und Zeit schlagen.» The Guardian, London

»Was wir berühren können,ob unseren eigenen Körper, die Hand eines anderenbeim Tanzen oder das zerknitterte Blatt eines Baumes – all diese Dinge haben in Olga TokarczuksRoman eine Bedeutung, die größer ist als die Narrative, die Geschichte und Politik uns aufdrängen.«Glasgow Review of Books

Die Autorin:

Olga Tokarkczuk, 1962 im polnischen Sulechów geboren, studierte Psychologie in Warschau und lebt heute in Breslau. Sie ist eine der bekanntesten polnischen Autorinnen der Gegenwart. Ihr Werk (bislang neun Romane und drei Erzählbände) wurde in zwölf Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. 2015 bekam sie zum zweiten Mal den wichtigsten Schriftstellerpreis Polens, den Nike-Preis, für ihren tausend Seiten starken Roman "Die Jakobsbücher", der im Kampa Verlag in Vorbereitung ist. 2017 wurde ihr Buch "Gesang der Fledermäuse" unter dem Titel "Die Spur" von Agnieszka Holland verfilmt. Zum Schreiben zieht Olga Tokarczuk sich in ein abgeschiedenes Berghäuschen an der polnisch-tschechischen Grenze zurück.

 

 

Erstellt: 11.10.2019 - 05:49  |  Geändert: 03.10.2022 - 10:40

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