Die Gesellschaft der Singularitäten. Zum Strukturwandel der Moderne. Von Andreas Reckwitz

Das Besondere ist Trumpf, das Einzigartige wird prämiert, eher reizlos ist das Allgemeine und Standardisierte. Der Durchschnittsmensch mit seinem Durchschnittsleben steht unter Konformitätsverdacht. Das neue Maß der Dinge sind die authentischen Subjekte mit originellen Interessen und kuratierter Biografie, aber auch die unverwechselbaren Güter und Events, Communities und Städte. Spätmoderne Gesellschaften feiern das Singuläre.

ISBN 978-3-518-58706-5     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Ausgehend von dieser Diagnose, untersucht Andreas Reckwitz den Prozess der Singularisierung, wie er sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Ökonomie, Arbeitswelt, digitaler Technologie, Lebensstilen und Politik abspielt. Mit dem Anspruch einer Theorie der Moderne zeigt er, wie eng dieser Prozess mit der Kulturalisierung des Sozialen verwoben ist, welch widersprüchliche Dynamik er aufweist und worin seine Kehrseite besteht. Die Gesellschaft der Singularitäten kennt nämlich nicht nur strahlende Sieger. Sie produziert auch ihre ganz eigenen Ungleichheiten, Paradoxien und Verlierer. Ein wegweisendes Buch.

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Abgrenzung statt Solidarität Wie die weltoffene Mittelklasse die herrschende Wirtschaftsordnung stabilisiert. In »Die Gesellschaft der Singularitäten« erarbeitet Reckwitz eine Generaltheorie, die es in sich hat. Er stellt in westlichen Demokratien wie Deutschland eine Spaltung in eine Drei-Drittel-Gesellschaft fest. Da sei zum einen die (neben der Kaste der Superreichen) politisch dominante neue Mittelklasse, die aus weltoffenen Akademikern bestehe. Diese Menschen seien Gewinner des Wirtschaftsliberalismus und Inbegriff des linksliberalen Kosmopolitismus. Ihre Wahlsprüche: Sei der Kurator deines eigenen Lebens! Nicht der Standard ist erstrebenswert, sondern das Besondere! Wir müssen unsere Unterschiede inszenieren!Von Christian Baron → ND 16.12.2017

Das Besondere wird zum Maßstab Von Simone Miller Einen umfassenden Strukturwandel von der klassischen zur spätmodernen Gesellschaft macht der Soziologe Andreas Reckwitz in seinem neuen Buch "Die Gesellschaft der Singularitäten" aus. Was jetzt vor allem zähle, sei das das eigene Profil und das Besondere. → Deutschlandfunk Kultur 23.10.2017

 

Erstellt: 11.11.2017 - 21:57  |  Geändert: 21.12.2017 - 19:32

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