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Dezember
2005 |
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Hannah Arendt: Ich will verstehen.
Selbstauskünfte zu Leben und Werk. Mit einer vollständigen
Bibliographie. Herausgegeben von Ursula Ludz. Piper-Verlag 2005.
ISBN: 3-492-24591-9. |

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Zum
Buch
Hannah Arendt hat nie einen autobiographischen Text verfasst, Zeit
ihres Lebens hat sie sich zurückgehalten, wenn es um ihre Person
und die Beweggründe für ihre Arbeit ging. Und doch hat sie in
Briefen und Gesprächen viel über sich enthüllt. Ursula Ludz,
Kennerin von Leben und Werk der Philosophin, hat sich auf
Spurensuche nach biographischen Zeugnissen begeben und verleiht so
der Person Hannah Arendt Farben, Konturen und immer wieder
überraschende Glanzlichter.
Zur Autorin
Hannah Arendt, am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren und am 4.
Dezember 1975 in New York gestorben, studierte Philosophie,
Theologie und Griechisch unter anderem bei Heidegger, Bultmann und
Jaspers, bei dem sie 1928 promovierte. 1933 Emigration nach Paris,
ab 1941 in New York. 1946 bis 1948 Lektorin, danach als freie
Schriftstellerin tätig. 1963 Professorin für Politische Theorie in
Chicago, ab 1967 an der New School for Social Research in New
York.
Verlagsinformation |
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Martin Cohen: 99 moralische
Zwickmühlen.
Eine unterhaltsame Einführung in die Philosophie des richtigen
Handelns. Piper-Verlag 2005. ISBN: 3-492-24515-3. |

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Zum
Buch
Muss man zuviel erhaltenes Wechselgeld zurückgeben oder darf man
es einfach behalten und sich darüber freuen? Ist es unmoralisch,
ein Übel mit einem anderen zu bekämpfen? Ist eine Notlüge
verwerflich? Martin Cohen stellt in 99 unterhaltsamen Geschichten
ernste und vergnügliche ethische Zwickmühlen vor, gibt
Denkanstöße, diskutiert mögliche Lösungen und berichtet, zu
welchen Schlüssen die großen Philosophen gekommen sind.
Zum Autor
Martin Cohen ist Herausgeber der Zeitschrift "The Philosopher". Er
unterrichtet Philosophie am College of St. Mark and St. John der
Universität Plymouth.
Verlagsinformation |
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November
2005 |
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Boris Groys: Zurück aus der Zukunft.
Osteuropäische Kulturen im Zeitalter des Postkommunismus.
Suhrkamp-Verlag 2005. ISBN: 3-518-12452-8. |

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Zum
Buch
Der Ort der kommunistischen Utopie war allein die Zukunft. Heute
aber ist der Ort des Kommunismus die Vergangenheit, denn er ist
ein reales Ereignis der Geschichte gewesen. Der Kommunismus ist
dabei abgeschlossen in dem Sinn, daß er zur geschichtlichen
Rezeption freigegeben ist. Das ermöglicht auch, die Spuren zu
verfolgen, in denen er heute noch sichtbar ist, in denen er immer
noch wirkt und auch den Westen, den damaligen Gegner,
transformiert.
Im vorliegenden Band untersuchen Wissenschaftler, u. a. Alain
Badiou, Chantal Mouffe, Boris Buden und Mikhail Ryklin, Formen und
Wirkungen des Postkommunismus in fünf Bereichen: in der Theorie
der Linken, im neuen Paradigma des "Fun", in Berichten aus den
nichtrussischen Teilen Osteuropas und in der Kunstszene Rußlands.
Der fünfte und letzte Bereich zeigt literarische Verarbeitungen
des Themas in Erzählungen u. a. von Ingo Schulze, Pavel
Pepperstein und Eduard Limonov.
Zum Autor
Boris Groys wurde 1947 in Ostberlin geboren und ist aufgewachsen
in der UdSSR, wo er an verschiedenen wissenschaftlichen Instituten
in Leningrad und Moskau arbeitete. Seit 1981 ist er in Deutschland
und seit 1994 Professor für Kunstwissenschaft, Philosophie und
Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.
Verlagsinformation |
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Fritz Stern: Kulturpessimismus als
politische Gefahr.
Eine Analyse nationaler Ideologie in Deutschland. Vorwort von
Norbert Frei. Neuausgabe. Klett-Cotta-Verlag 2005. ISBN:
3-608-94136-3. |

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Zum
Buch
In seinem wegweisenden, "klassischen Buch" (Karl Dietrich Bracher)
aus dem Jahr 1961 beschreibt Fritz Stern am Beispiel früher
ideologischer Vorbereiter des Dritten Reiches den
Kulturpessimismus auch als gesamteuropäisches Phänomen. Zugleich
zeigt Fritz Stern uns heute die Gefährdungen auf, die den
modernen, liberalen und demokratisch verfassten Gesellschaften aus
der Verzweiflung an den Übeln der Moderne erwachsen.
Dieser Beitrag zur Erforschung des modernen Totalitarismus aus der
Feder eines der "kenntnisreichsten und einfühlsamsten
Deutschland-Historiker" zählt zu den "100 einflussreichsten
Büchern" seit 1945 (Times Literary Supplement).
Vorwort
Anfang der fünfziger Jahre war das Wort von der "deutschen
Katastrophe", mit dem Friedrich Meinecke die Erfahrung des
"Dritten Reiches" auf einen für seine Zeitgenossen zwar
kritischen, aber halbwegs erträglichen Begriff gebracht zu haben
schien, noch in vieler Munde. Doch es stand bereits in Konkurrenz
sowohl mit der auf aktuell-politische Parallelen zielenden
Totalitarismustheorie als auch mit offen apologetischen Deutungen,
nach denen die Deutschen 1933 Opfer eines "Dämons" geworden waren.
Andere, freilich eher im Ausland geläufige Interpretationen
knüpften mehr oder weniger grobe Kausalketten und zeichneten
Kontinuitätslinien von Hitler zurück auf Bismarck oder gar auf
Luther. Die seriöse geistesgeschichtliche Forschung hingegen
befand sich, ebenso wie die zeitgeschichtliche Empirie, noch in
ihren Anfängen. [...]
Sterns hier nach vielen Jahren wieder vorgelegtes Buch,
hervorgegangen aus seiner bereits 1953 angenommenen Dissertation,
wurde fast schlagartig berühmt. Dazu trug gewiß der
griffig-anspruchsvolle Titel bei, unter dem das Werk 1961 in den
USA erschien: "The Politics of Cultural Despair". Wichtiger aber
war am Ende wohl, daß der Autor sich in jugendlicher Kühnheit zu
einer wirkungsvollen Beschränkung seines ungeheuren Stoffes
entschlossen hatte. Statt auf erschöpfende Vollständigkeit setzte
Stern nämlich - ohne darüber die Komplexität seines Arguments zu
reduzieren - auf exemplarische Betrachtung: Mit Paul de Lagarde,
Julius Langbehn und Arthur Moeller van den Bruck untersuchte er
Leben, Werk und Wirkung dreier Vertreter jenes völkisch-nationalen
Irrationalismus, der gewiß nicht zwangsläufig, aber noch viel
weniger zufällig im "Dritten Reich" gemündet und gestrandet war.
Jenseits seiner zeitdiagnostischen Erhellungskraft, die das Buch
auch heute noch oder wieder zu entfalten vermag - man denke nur an
die in vielen Varianten vazierenden Ideologeme aus
Globalisierungskritik, Antisemitismus und antiamerikanischen
Affekten -, hat es der in vier Jahrzehnten natürlich weiter
vorangetriebenen Detailforschung in bemerkenswerter Weise
standgehalten. Zweifellos setzt die Intellectual History
gegenwärtig an einigen Punkten andere Akzente. So wird zum
Beispiel die Frage der Modernitätsfeindlichkeit der "konservativen
Revolution" unterdessen stärker diskutiert, und die bereits von
Stern betonte Transnationalität dieser Strömungen tritt mit
zunehmendem Wissen über ihre außerdeutschen Vertreter noch
deutlicher hervor. Zu den Erkenntnissen jedoch, die Stern mit
seiner subtilen (und später nicht nur von ihm selbst immer wieder
praktizierten) porträtistischen Methode über Langbehn, de Lagarde
und Moeller van den Bruck zusammentrug, ist nur noch wenig
hinzugekommen.
So bleibt Fritz Stern brillantes erstes Buch am Ende beides: ein
eindrucksvolles Zeugnis der Leistungsfähigkeit der frühen
Zeitgeschichtsforschung - und eine gültige Analyse der Gefahren
einer Politik, die sich aus der Verzweiflung an der Kultur des
Westens nährt.
Rezensionen
"Ein glänzender Kenner der jüngeren deutschen Geschichte und ein
Mann ... von faszinierender Darstellungskraft ..." (Helmut
Schmidt, DIE ZEIT)
"Niemand hat so präzise wie Stern den Kulturpessimismus des 19.
Jahrhunderts als politische Gefahr beschrieben und in ihm eine
mentale Voraussetzung zum Aufkommen des Nationalsozialismus
erkannt." (Wolf Lepenies)
Zum Autor
Fritz Stern, am 2. Februar 1926 in Breslau geboren, wuchs in ein
stark assimiliertes jüdisches Bildungsbürgertum hinein, das
zunehmend naturwissenschaftlich geprägt war. So wurde Stern, um
seine Zukunftschancen zu erhöhen, getauft. Da dies kein einfaches
Erbe ist, wurde die Geschichte und das Schicksal des deutschen
Judentums für Stern zum Lebensthema. 1938 flüchtete er mit seinen
Eltern in die Vereinigten Staaten und studierte deutsche
Geschichte an der Columbia Universität, wo er Professor für
Geschichte wurde. Er gilt als einer der besten Deutschlandkenner
in den USA. Neben zahlreichen Essays über bedeutende deutsche
Juden zählt dazu vor allem die zum Standardwerk avancierte
Doppelbiographie von Bismarck und dessen jüdischen Bankier Gerson
Bleichröder zu den großen wissenschaftlichen Leistungen Sterns.
1999 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
ausgezeichnet.
Verlagsinformation |
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Oktober
2005 |
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Joakim Garff: Kierkegaard.
Biographie.
Deutscher Taschenverlag 2005. ISBN: 3-423-34238-2. |

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Zum
Buch
"Dereinst werden nicht nur meine Schriften, sondern wird gerade
mein Leben, die listenreiche Heimlichkeit der ganzen Maschinerie
studiert und wieder studiert werden." (Søren Kierkegaard)
Seine Kindheit verbrachte er in einer frommen, strengen Familie in
Kopenhagen, als Student gefiel er sich in der Rolle des Dandys,
durchlitt leidenschaftlich-aussichtslose Liebesaffären,
insbesondere zu Regine Olsen, las und schrieb exzessiv, stritt
furios mit Kollegen und vor allem mit der Kirche und frönte einer
ausgeprägten Eitelkeit, die sich vor allem in seinem exzentrischen
Erscheinungsbild zeigte.
Kierkegaards Leben taugte als Stoff für einen Roman, seine Bücher
machten gleich nach ihrem Erscheinen Furore. Was Kierkegaard über
Ästhetik, Ethik, Existenz und Religion schrieb, war immer auch
Reaktion auf seine eigenen Erfahrungen und Krisen. Joakim Garff
schildert dieses bewegte Leben und führt den Leser in die weite
Gedankenwelt des literarischen Philosophen Kierkegaard ein.
Rezensionen
"Das beste und umfassendste Buch über Kierkegaards Leben." (Frankfurter
Allgemeine Zeitung)
"Mag das Kopenhagen des 19. Jahrhunderts auch eine kleine, ferne
Welt sein, man lässt sich von Garff gern dort herumführen, zumal
er dies mit großer sprachlicher Eleganz und Lust an kleinen viel
sagenden Geschichten tut." (Literaturen)
"… lebendige, pointierte Darstellung: eine existenzielle
Biographie, die sich in diesen 'siebenfach Reflektierten', diesen
Virtuosen der Selbstauslegung und Selbstverhüllung einfühlt, ohne
sich mit ihm zu identifizieren." (Neue Züricher Zeitung)
"Mit leichter Feder zeichnet der Biograf und Mitherausgeber der
Gesamtausgabe von Kierkegaards Schriften dessen Entwicklung nach.
Vom schüchternen Jungen zum eitlen, exzentrisch gekleideten Dandy,
vom Theologiestudenten zu dem verbissenen, von der Presse
verspotteten Sonderling …" (taz, Berlin)
"Die fulminante Kierkegaard-Biografie von Joakim Garff." (AZ,
München)
Zum Autor
Joakim Garff, geboren 1960, lehrt seit 1994 am Søren Kierkegaard
Research Center in Kopenhagen und ist Mitherausgeber von
Kierkegaards Schriften.
Verlagsinformation |
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Reiner Ruffing: Einführung in die
Philosophie der Gegenwart.
UTB 2005. ISBN: 3-8252-2675-1. |

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Zum
Buch
Diese Einführung in die Philosophie der Gegenwart wendet sich an
Studenten und ist eine Fortsetzung von Ruffings erfolgreichem
UTB-Titel "Einführung
in die Geschichte der Philosophie". Sie stellt die wichtigen
philosophischen Richtungen des 20. Jahrhunderts und deren
Leitfragen vor, bietet aber auch einzelne Autorenportraits, die in
das Leben, das Werk und den historischen Kontext der großen
Philosophen der Zeit einführen. Alle Begriffe, Fachtermini und
philosophischen Probleme werden genau erläutert, knappe
Zusammenfassungen, Abbildungen und Übersichten erleichtern die
Lektüre.
Verlagsinformation
Weitere Informationen
-
Inhaltsverzeichnis (PDF-Dokument)
- Vorwort
(PDF-Dokument)
-
Leseprobe (PDF-Dokument) |
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September
2005 |
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Detlev Claussen: Theodor W.
Adorno.
Ein letztes Genie. Ungekürzte Ausgabe. Fischer-Taschenbuch-Verlag
2005. ISBN: 3-596-15960-1. |

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Zum
Buch
Detlev Claussen lässt Adorno für ein großes Publikum lebendig
werden das biographische Porträt eines einzigartigen
Intellektuellen, in dessen Leben und Werk sich ein ganzes
Jahrhundert verdichtet.
Theodor W. Adorno – eine herausragende Figur des kurzen 20.
Jahrhunderts, einer der letzten Bürger, ein letztes Genie: Von der
Kindheit noch im ausgehenden bürgerlichen Jahrhundert über die
Schulzeit während des ersten Weltkriegs, die intellektuelle
Sozialisation in der Frankfurter, Wiener, Berliner und Londoner
Zwischenkriegszeit, die Erfahrung des Nationalsozialismus und des
Zweiten Weltkriegs, das Exil in den USA des New Deal bis hin zur
Rückkehr ins Deutschland der Adenauer-Ära und zum Studentenprotest
– Adorno ist der individuelle Punkt, in dem das "Jahrhundert der
Extreme" sich exemplarisch verdichtet.
Detlef Claussen begreift Adorno als Künstler, dessen
weitgefächerte – philosophische, soziologische, musikalische –
Interessen als Einheit zu verstehen sind.
Zum Autor
Detlev Claussen, geboren 1948 in Hamburg, studierte Philosophie,
Soziologie, Literatur und Politik in Frankfurt (u. a. bei Theodor
W. Adorno). Nach der Promotion 1975 und der Habilitation 1985
wurde er Professor für Gesellschaftstheorie, Kultur- und
Wissenschaftssoziologie an der Universität Hannover. Darüber
hinaus arbeitet er als Publizist. Claussen lebt in Frankfurt am
Main.
Verlagsinformation |
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Andreas U. Sommer: Die Kunst des
Zweifelns.
Anleitung zum skeptischen Denken. Beck-Verlag 2005. ISBN:
3-406-52838-4. |
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Zum
Buch
Anleitung zum skeptischen Denken: Die philosophische Skepsis ist
eine Form der Lebenskunst, die in unserer auf Gewissheit
versessenen Zeit in Vergessenheit geraten ist. Demgegenüber zeigt
dieses Buch, dass das skeptische Philosophieren mit seiner
Vorliebe für die Vorläufigkeit neue Freiräume des Urteilens und
Handelns eröffnet.
Der Autor führt in 33 Lektionen zu alltäglichen
Themen wie Geld und Reisen, Politik und Religion, Gesundheit und
Liebe allgemeinverständlich in die Kunst des Zweifelns ein. Am
Ende jeder Lektion wird der Leser eingeladen, in
Gedankenexperimenten den Zweifel einzuüben. Ein hochwirksames
Gegengift gegen die falschen Sicherheits- und Glücksversprechen,
denen wir täglich ausgesetzt sind.
Rezension
"Doch, so der Philosoph Andreas Urs Sommer, wer zweifelt, denkt.
Und Denken kann das eine oder andere Problem lösen. Deswegen will
Sommer in seiner 'Kunst des Zweifelns' (C. H. Beck) eine 'kleine
skeptische Kasuistik' für den Alltag an die Hand geben.“ (Andreas
Trojan, Börsenblatt, 21.07.2005)
Zum Autor
Andreas Urs Sommer ist Privatdozent für Philosophie mit besonderer
Berücksichtigung der Philosophiegeschichte, an der Universität
Greifswald. Einem größeren Publikum wurde er mit dem Buch "Die
Kunst, selber zu denken" (2002) bekannt.
Verlagsinformation |
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August 2005 |
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Lilo Göttermann (Hrsg.):
Denkanstöße 2006.
Ein Lesebuch aus Philosophie, Kultur und Wissenschaft.
Piper-Verlag 2005. ISBN: 3-492-24453-X. |
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Wie
könnte eine neue Weltordnung aussehen, die die islamischen Länder
zu echten Partnern macht? Waren die Frauen der Familie Mann
glücklich? Wie konnte eine Mesalliance ganz Europa 1914 in Brand
setzen? Alljährlich und mit großem Erfolg bei den Lesern stellen
die "Denkanstöße" aktuelle Debatten und Erkenntnisse vor.
Der neueste Band enthält unter anderem Beiträge von Michael Moore,
Gilles Kepel, Stéphane Courtois, Ralph Georg Reuth und Hans Küng.
Dieses beliebte Jahrbuch regt erneut zur sachkundigen Lektüre an,
um über das ausklingende und das neue Jahr nachzudenken.
Verlagsinformation |
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Susan Sontag: Das Leiden anderer
betrachten.
Aus dem Englischen von Reinhard Kaiser. Originaltitel: Regarding
the Pain of Others. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt a. M.
2005. ISBN: 3-596-16480-X. |
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Zum
Buch
Ein Foto, das jeder gesehen hat: Robert Capas Bild des Soldaten im
Spanischen Bürgerkrieg, aufgenommen in dem Moment, da ihn die
tödliche Kugel trifft. Mit diesem Krieg beginnt die eigentliche
Berichterstattung mit der Kamera, und 1945, mit dem Ende des
Zweiten Weltkriegs, erhalten Fotoreporter, die die Gräuel der KZ
und die Opfer der Atombombe abbilden, eine neue Legitimation. Die
Fotografen, die später in Vietnam, in Biafra und auf dem Balkan
Bilder aufnahmen, die noch immer unsere Vorstellung vom Krieg
bestimmen, sahen sich als Zeugen und Ankläger.
Fünfundzwanzig Jahre nach der Veröffentlichung ihres Epoche
machenden Essays "Über Fotografie" beschäftigt sich Susan Sontag
mit dem Thema Kriegsfotografie. Sie rekapituliert die historische
Entwicklung, vergisst nicht, die Vorläufer der Dokumentaristen des
Kriegs zu erwähnen, und scheut sich nicht, den Voyeur in uns allen
zu benennen. Und sie revidiert ihre einst geäußerte Ansicht, dass
der Mensch abstumpfe, wenn er unablässig mit dem konfrontiert
werde, was Menschen anderen Menschen antun. Das Bild wird zum
Appell, etwas zu unternehmen. "Das Bild sagt: Setz dem ein Ende,
interveniere, handle. Und dies ist die entscheidende, die korrekte
Reaktion."
Rezension
"[Sontag] hat ein untrügliches Gespür für das gerade aktuellste
Thema und kann den Vorwurf, eine Modeschriftstellerin zu sein,
dennoch von sich weisen, denn sie sucht die Tagesbezogenheit nur,
um die falsche Aufgeregtheit, mit der sich die Öffentlichkeit
erregen lässt, wieder durch Einsicht zu bannen." (Hannelore
Schlaffer, Stuttgarter Zeitung, 22.08.2003)
Zu Autorin und Übersetzer
Susan Sontag, 1933 in New York geboren, ist Schriftstellerin,
Filmemacherin und Theaterregisseurin. Sie erhielt unter anderen
den Jerusalem Prize, den National Book Award, den
Prinz-von-Asturien-Preis und 2003 den Friedenspreis des Deutschen
Buchhandels. Sie starb 2004 in New York.
Reinhard Kaiser, geboren 1950 in Viersen. 1968 Beginn des Studiums
der Germanistik, Romanistik, Sozialwissenschaften und Philosophie.
Seit 1975 Übersetzer und Lektor für verschiedene Verlage. Seit
1989 Arbeit als freier Mitarbeiter für verschiedene Zeitungen und
Rundfunkanstalten. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a.
Ernst Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis 1993, Deutscher
Jugendliteraturpreis 1997, Geschwister-Scholl-Preis 2000. Der
Autor lebt mit seiner Familie in Frankfurt/Main.
Verlagsinformation |
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Michel Foucault: Analytik der
Macht.
Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-518-29359-1. |
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Zum
Buch
Die Frage nach der Macht durchzieht nicht nur wie ein roter Faden
das Werk Michel Foucaults, sondern war auch Anlass zu höchst
kontroversen Diskussionen, die keineswegs abgeschlossen sind – im
Gegenteil: Foucaults Konzepte, wie etwa die Biomacht, die
Gouvernementalität, aber auch die Ästhetik der Existenz oder die
Disziplinarmacht, geben aktuellen Debatten in der Philosophie und
Soziologie, aber auch der Politik- und Geschichtswissenschaft
entscheidende Impulse.
Dieser Band versammelt die wichtigsten Texte Foucaults und bietet
somit einen umfassenden Überblick über einen der zentralen
Bereiche der Theoriebildung der letzten Jahrzehnte. In seinem
Nachwort erschließt Thomas Lemke sowohl den historischen als auch
den systematischen Kontext von Foucaults Machttheorie.
Zum Autor
"Den großen Denker der Krise" nannte Jacques Derrida seinen Lehrer
Michel Foucault (1926-1984). Denn dessen Philosophieren rüttelt an
der Annahme eines verlässlichen Grundes für das Denken, an der
Annahme ewiger und unwandelbarer Wahrheiten. Für Foucault ist
Philosophie "Aktivität, eine Bewegung, mit deren Hilfe man sich
nicht ohne Anstrengung und Zögern von dem frei macht, was für wahr
gilt, und nach anderen Spielregeln sucht".
Verlagsinformation |
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Klaus Sachs-Hombach (Hrsg.):
Bildwissenschaft.
Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-518-29351-6. |
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Zum
Buch
Während in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Kategorie
des Textes das Paradigma für weite Teile der Theoriebildung
darstellte, waren die letzten Jahre geprägt durch einen "iconic
turn" in den Wissenschaften, dessen theoretische Fundierung
allerdings nach wie vor aussteht. In diesem Band wird erstmals der
Versuch unternommen, die Bedeutung der Bildlichkeit innerhalb der
einzelnen
Wissenschaftsdisziplinen detailliert darzustellen und die
Spannweite einer interdisziplinären Bildwissenschaft aufzuzeigen.
Das Spektrum reicht dabei von der Kognitions- und
Kommunikationswissenschaft, der Archäologie, Kunstgeschichte,
Philosophie, Neurowissenschaft, Psychologie und
Geschichtswissenschaft bis hin zur Rechtswissenschaft, Soziologie
und angewandten Bereichen wie der Kartographie, der Typographie
oder der Computervisualistik.
Zum Autor
Klaus Sachs-Hombach, geboren 1957, studierte von 1979 bis 1990 Philosophie,
Psychologie und Germanistik an der Universität Münster. Nach
seiner Promotion 1990
war er von 1990 bis 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut
für Philosophie der Universität Magdeburg. Seit 1997
arbeitet er als wissenschaftlicher Assistent am Institut für Simulation und
Graphik der Universität Magdeburg.
Verlagsinformation |
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Juni 2005 |
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Jean-Paul Sartre: Ein Lesebuch mit
Bildern.
Werkauswahl u. Monographie. Ausgewählt von Christa Hackenesch.
Originalausgabe. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN:
3-499-23974-4. |
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Zum
Buch
Jean-Paul Sartre (1905-1980) war Widerstandskämpfer,
Schriftsteller, Dramatiker, Philosoph und Politaktivist, sein
Wirken und Handeln haben eine ganze Generation geprägt. Der
Lebensgefährte von Simone de Beauvoir, der 1964 den Nobelpreis für
Literatur ablehnte, war einer der großen europäischen
Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, ein ebenso engagierter wie
leidenschaftlicher Verfechter der menschlichen Freiheit. Sartres
Werk umfasst philosophische Schriften, Romane, Theaterstücke,
Erzählungen und Essays. Die Auswahl in diesem Band enthält Texte
aus allen Bereichen und daneben die Monographie zu Sartres Leben
und Werk.
"Einer der größten Denker unserer Zeit." (Die ZEIT)
Zum Autor
Jean-Paul Sartre wurde am 21. Juni 1905 in Paris geboren. Mit
seinem 1943 erschienenen philosophischen Hauptwerk "Das Sein und
das Nichts" wurde er zum wichtigsten Vertreter des
Existentialismus und zu einem der einflussreichsten Denker des 20.
Jahrhunderts. Seine Theaterstücke, Romane, Erzählungen und Essays
machten ihn weltbekannt. Durch sein bedingungsloses humanitäres
Engagement, besonders im französischen Algerien-Krieg und im
amerikanischen Vietnam-Krieg, wurde er zu einer Art Weltgewissen.
1964 lehnte er die Annahme des Nobelpreises für Literatur ab. Er
starb am 15. April 1980 in Paris.
Verlagsinformation |
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Hans Blumenberg: Die
Verführbarkeit des Philosophen.
Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-518-29355-9.
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Zum
Buch
Die Verführbarkeit des Philosophen berichtet von unglücklichen,
grotesken oder auch nur unerfreulichen Fällen, in denen Leben und
Lehre der Denker nicht in Deckung zu bringen sind. Eine aktive
Teilnahme an Zeitgeschichte und Politik war selten eine Stärke des
Philosophen; dafür schlägt seine Schwäche, zum Instrument der
Macht zu werden, um so unbarmherziger gegen ihn zurück.
Verführbarkeit entsteht aber auch durch die Verlockung der
Philosophie, Systeme zu schaffen, für Endgültigkeit sorgen zu
wollen. Der Philosoph wird auf seiner rastlosen Suche zum
Gefangenen, zum Opfer der von ihm selbst geschaffenen Systeme. Die
thematische Spannweite der Essays dieses Buches reicht von
Heidegger bis zu Wittgenstein, von der Seins- bis zur
Sprachphilosophie und dokumentiert die ganze Breite des Blumenbergschen Denkens.
Zum Autor
Hans Blumenberg (1920-1996) war Professor für Philosophie an der
Universität Münster.
Verlagsinformation |
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Mai 2005 |
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Heiner Hastedt: Sartre.
Grundwissen Philosophie. Reclam-Verlag, Leipzig 2005. ISBN:
3-379-20120-0. |
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Jean-Paul Sartre, der so bewunderte wie geschmähte Begründer des
französischen Existentialismus, der Schriftsteller und streitbare
Intellektuelle, wäre am 21. Juni 2005 hundert Jahre alt geworden.
Im Mittelpunkt seines Denkens steht der Freiheitsbegriff. Die
berühmte Formulierung "Der Mensch ist nichts anderes als das, wozu
er sich macht", wurde zu einem Grundsatz des Existenzialismus. Die
Kehrseite der Freiheit bildet die Verantwortlichkeit, wie in
Sartres Diktum deutlich wird, dass der Mensch dazu verurteilt sei,
frei zu sein.
Verlagsinformation |
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Donald Davidson/Richard Rorty:
Wozu Wahrheit?
Eine Debatte. Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN:
3-518-29291-9. |
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Der Vordenker der
zeitgenössischen Analytischen Philosophie, Donald Davidson, und
der Mitbegründer des philosophischen Neopragmatismus, Richard
Rorty, führten seit den siebziger Jahren eine viel beachtete
Debatte über die Bedeutung, die dem Wahrheitsbegriff in der
Philosophie zukommt. Ausgangspunkt war die Verabschiedung des
erklärenden Wahrheitsverständnisses. An seine Stelle tritt bei
Davidson und Rorty die interpretationistische Analyse unseres
Gebrauchs von "wahr".
Strittig ist die Frage, ob und wie zitattilgende, billigende und
warnende Verwendungsweisen miteinander zusammenhängen und was
daraus für die Wahrheit als Grundproblem der Philosophie folgt.
Die ausgewählten Schlüsseltexte stammen aus den Jahren 1974 bis
2000 und sind zum großen Teil bislang noch nie in deutscher
Sprache veröffentlicht worden.
Verlagsinformation |
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Giorgio Agamben: Profanierungen.
Edition Suhrkamp Bd.2407. Suhrkamp-Verlag 2005. ISBN:
3-518-12407-2. |
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In zehn teils
aphoristischen, teils erzählerischen Texten lotet Giorgio Agamben
den Raum des Menschlichen aus: in seiner Beziehung zu Erinnerung
und Spiel, zur Religion, zur Sehnsucht nach dem nicht
Erinnerbaren, nach dem, was wir als unser "Genie", unsere
Autorschaft, unser Ich empfinden. In keiner anderen Form als der
des Unerhörten, immer Flüchtigen ist es zu fassen, als Bild, als
Einbildung. Worin aber besteht dann die Aufgabe des Menschen? In
der Profanierung der metaphysischen Residuen unserer so genannten
Individualität. Das ist nach Agamben streng von einer
Säkularisierung zu unterscheiden, die die Machtverhältnisse
lediglich von Gott auf die Menschen überträgt und somit im Grunde
alles beim alten belässt. Die Profanierung löscht das Heilige
nicht aus, sondern lässt es wie in einem Suchbild entstellt,
verrätselt, aber auch mit neuer Leichtigkeit fortleben – so wie
der Ritus fortlebt im Spiel.
Verlagsinformation |
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George Berkeley: Eine Abhandlung
über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis.
Übersetzt und herausgegeben von Günter Gawlick und Lothar
Kreimendahl. Reclam-Verlag, Ditzingen 2005. ISBN: 3-15-018343-X. |
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In seinem Hauptwerk begründete Berkeley die Philosophie des
Immaterialismus. "Esse est percipi (et percipere)" – das Sein der
Dinge besteht in ihrem Wahrgenommenwerden (und im Wahrnehmen). Die
Annahme einer unabhängig von einem wahrnehmenden Bewusstsein
existierenden Materie ist ein Irrglaube. Es gibt nur eine
Substanz, den Geist. Der Urgrund der Ideen und Vorstellungen und
damit des Seins ist Gott. Diese Philosophie war immer umstritten,
unbestritten aber ist Berkeleys argumentative Suggestionskraft:
ein philosophischer Klassiker.
Verlagsinformation |
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Leon Hempel/Jörg Metelmann (Hrsg.):
Bild – Raum – Kontrolle.
Videoüberwachung als Zeichen gesellschaftlichen Wandels.
Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-518-29338-9. |
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Videoüberwachung hat sich in Deutschland als Praxis sozialer
Kontrolle etabliert. Von privater wie öffentlicher Seite werden
Kameras installiert, deren Präsenz die ständig zunehmende
Überwachung der Gesellschaft sichtbar macht. Die Videoüberwachung
liefert der medialen Öffentlichkeit ein Bild ihrer selbst und wird
zugleich zum Indiz für deren Wandel.
Die Praxis und der Symbolcharakter der Überwachungskamera lassen
sich aus verschiedenen theoretischen Perspektiven untersuchen, die
die Grenzverschiebungen im Selbstverständnis heutiger
Gesellschaften unterschiedlich reflektieren: von der Norm zum
Risiko, von der Disziplinar- zur Kontrollgesellschaft, in der
privater und öffentlicher, ziviler und militärischer Sektor
miteinander verflochten sind. Der Band vereint Beiträge aus
Kultur- und Medienwissenschaft, Kriminologie, Psychologie, Stadt-
und Techniksoziologie, Humangeographie, Evaluationsforschung sowie
Politik- und vergleichender Rechtswissenschaft.
Verlagsinformation |
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April 2005 |
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Manfred Geier: Kants Welt.
Eine Biographie. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN:
3-499-61365-4. |
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Zum
Buch
Wie das kleine "Manelchen" zum weltweisen Denker wurde; wie Kant
aus dem Chaos den Kosmos neu erschaffen hat; wie der Herr
Professor aus Königsberg die Philosophie revolutionierte. Manfred
Geier beschreibt Leben und Werk des bedeutendsten deutschen
Philosophen. Und er erzählt die Geschichte eines Aufklärers,
dessen Schriften bis heute erstaunliche Aktualität haben.
Zum Autor
Manfred Geier, geboren 1943, promovierte über Noam Chomskys
Sprachtheorie und die amerikanische Linguistik. Zahlreiche
Buchveröffentlichungen. Er lebt in Hamburg und ist seit 1982 als
Sprach- und Literaturwissenschaftler an der Universität Hannover
tätig.
Verlagsinformation |
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Felix Ekardt: Das Prinzip
Nachhaltigkeit.
Generationengerechtigkeit und globale Gerechtigkeit. C.H.
Beck-Verlag 2005. ISBN: 3-406-52798-1.
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Zum
Buch
Die westlichen Gesellschaften pflegen ein Wohlstandsmodell,
welches weder globalisierbar noch dauerhaft durchzuhalten ist. Es
muss zusammenbrechen, sobald es sich z.B. auch in Ländern wie
Indien und China etabliert. Ohne eine neue, in das Prinzip
Nachhaltigkeit mündende Lehre von der gerechten Grundordnung, ohne
ein neues Freiheitskonzept und ohne mehr Generationengerechtigkeit
und Gerechtigkeit zwischen den Völkern dieser Erde können wir
nicht länger sagen, dass unser Zusammenleben gerecht ist – sei es
in Deutschland, in Europa oder auch global. Felix Ekardt liefert
eine Fülle von Argumenten, die umreißen, was man zu Gerechtigkeit
und Nachhaltigkeit in einer globalisierten Welt sagen kann und
muss.
Zum Autor
Felix Ekardt, Jurist, Philosoph und Soziologe, ist Professor für
Europäisches Verfassungs- und Umweltrecht sowie Gerechtigkeits-
und Steuerungstheorie an der Universität Bremen und Mitglied des
"Club of Rome" (Think Tank 30).
Verlagsinformation |
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Jürgen Habermas: Die Zukunft der
menschlichen Natur.
Auf dem Weg zu einer liberalen Eugenik?. Suhrkamp-Verlag 2005
(Erweiterte Ausgabe). ISBN: 3-518-29344-3. |
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Zum
Buch
Nach wie vor wird die Debatte über die Gentechnik und ihre Folgen
lebhaft geführt. In seinem vieldiskutierten und nun als
Taschenbuch vorliegenden Buch Die Zukunft der menschlichen Natur.
Auf dem Weg zu einer liberalen Eugenik? bezieht Jürgen Habermas
dezidiert Stellung. Er führt die philosophische Auseinandersetzung
über den Umgang mit Genforschung und Gentechnik vom
weltanschaulichen Streit über den moralischen Status des
vorpersonalen menschlichen Lebens weg und nimmt die Perspektive
einer künftigen Gegenwart ein – einer Gegenwart, aus der wir
vielleicht auf die heute umstrittenen Praktiken als Schrittmacher
einer liberalen, über Angebot und Nachfrage geregelten Eugenik
zurückblicken.
Zum Autor
Jürgen Habermas, 1929 in Düsseldorf geboren, studierte
Philosophie, Geschichte und Psychologie in Göttingen, Zürich und
Bonn, wo er 1954 promovierte. Von 1956 bis 1959 war er Assistent
am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main und nahm dort
wesentliche Impulse der "Kritischen Theorie" (so genannte
"Frankfurter Schule") auf. Aus ihrer Tradition hat er die seine
weiteren Arbeiten strukturierende Fragestellung entwickelt, wie
eine kritische Theorie der Gesellschaft beschaffen zu sein habe,
die eine dem erreichten Stand sozialwissenschaftlicher Erkenntnis
wie historischer Erfahrung angemessene Theorie der Demokratie
darstelle. 1961 habilitierte er in Marburg und wurde auf ein
Extraordinariat für Sozialphilosophie nach Heidelberg berufen.
1964 erhielt er eine Professur für Philosophie und Soziologie in
Frankfurt am Main. Von 1971 bis 1980 war er neben C. F. v.
Weizsäcker Direktor am Max-Planck-Institut in Starnberg zur
Erforschung der Lebensbedingungen der technisch-wissenschaftlichen
Welt. Von 1980 bis 1982 war Habermas Direktor am
Max-Planck-Institut für Sozialwissenschaften in München. Ab 1982
arbeitete er wieder als Ordinarius in Frankfurt a. M.
Verlagsinformation |
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Albrecht Behmel: Erfolgreich im
Studium der Geisteswissenschaften.
UTB Uni-Taschenbücher Nr.2660 UTB Mittlere Reihe X. Francke-Verlag
2005. ISBN: 3-8252-2660-3. |
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Eine
wertvolle Hilfe und Orientierung für alle Studienanfänger
geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Wie funktioniert eine
Hochschule und welche Rolle spielt der einzelne Student darin? Wie
kann der Studienablauf optimiert werden? Wie vermeidet man
typische Fehler? Wie sehen Dozenten die Hochschule? Anhand solcher
Fragestellungen werden die Studienanfänger in den Studienbetrieb
eingeführt und sie erhalten Hilfestellung bei Problemen wie
Schreibhemmung oder Prüfungsangst.
Verlagsinformation |
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März 2005 |
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Otfried Höffe: Kleine Geschichte
der Philosophie.
C.H. Beck-Verlag 2005. ISBN: 3-406-51104-X. |
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Zum
Buch
Diese kurzgefasste Geschichte der Philosophie von einem der
renommiertesten deutschen Philosophen ist als illustrierte Ausgabe
erstmals im Jahre 2001 erschienen. Für die preisgünstige
Paperback-Ausgabe wurde der Text neu überarbeitet. Klar,
anschaulich und mit Blick auf das Wesentliche schildert Otfried
Höffe den Weg der Philosophie von den Anfängen im antiken
Griechenland bis heute. Das Buch ist eine Einführung in die
Philosophie mit dem Ziel, dass der Leser unter Anleitung der
großen Philosophen selber zu philosophieren lerne.
Zum Autor
Otfried Höffe, geboren 1943, ist Professor für Philosophie und
Leiter der Forschungsstelle Politische Philosophie an der
Universität Tübingen.
Verlagsinformation |
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Norbert Hoerster: Die Frage nach
Gott.
C.H. Beck-Verlag 2005. ISBN: 3-406-52805-8. |
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Zum
Buch
Ist es rational, an den Gott der monotheistischen Religionen,
insbesondere des Christentums zu glauben? Norbert Hoerster
erörtert in leicht verständlicher Sprache die wichtigsten
Argumente pro und kontra. Ausgangspunkt dieser Argumente sind das
Weltbild der Wissenschaft und religiöse Erfahrungen ebenso wie die
Suche nach dem moralischen Fundament und nach dem Sinn des Lebens.
Besondere Beachtung findet das Problem der Vereinbarkeit des Übels
in der Welt mit der Allmacht und Allgüte Gottes. Wer sich
ernsthaft mit der Gottesfrage beschäftigen möchte, wird die
kompromisslose Denkweise des Autors anregend finden.
Zum Autor
Norbert Hoerster, geboren 1937, lehrte von 1974 bis 1998 Rechts-
und Sozialphilosophie an der Universität Mainz. Zahlreiche
Veröffentlichungen zur Ethik und Rechtsphilosophie, u. a.:
"Klassische Texte zur Staatsphilosophie" (Hrsg., 10. Aufl. 1999,
dtv 30147); "Klassische Texte zur Ethik" (Hrsg. zus. mit D.
Birnbacher, 11. Aufl. 2000, dtv 30096).
Verlagsinformation |
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Jörg Baberowski: Der Sinn der
Geschichte.
Geschichtstheorien von Hegel bis Foucault. C.H. Beck-Verlag 2005.
ISBN: 3-406-52793-0. |
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Zum
Buch
Jörg Baberowski bietet einen fundierten Überblick über
einflussreiche Denker und Strömungen der Philosophie des 19. und
20. Jahrhunderts und zeigt anhand konkreter Fallbeispiele die
Bedeutung ihrer Theorien für den Alltag des Historikers auf. Sein
besonderes Augenmerk gilt dabei denjenigen philosophischen
Theorien, die Aufschluss darüber geben können, mit welchen
Methoden der Gegenstand der Geschichte erschlossen werden kann.
Eine verständlich geschriebene Einführung in Grundfragen der
modernen Geschichtstheorie von Hegel bis Foucault.
Zum Autor
Jörg Baberowski ist Professor für Geschichte Osteuropas an der
Humboldt-Universität Berlin.
Verlagsinformation |
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Karl R. Popper: Die Welt des
Parmenides.
Der Ursprung des europäischen Denkens. Herausgegeben von von Arne E. Petersen u.a. Piper-Verlag 2005. ISBN: 3-492-24071-2. |
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Zum
Buch
Ein Leben lang hat sich der aus Wien stammende Philosoph Karl R.
Popper mit den Vorsokratikern Parmenides, Xenophanes, Heraklit und
anderen auseinandergesetzt. Europa verdankt ihnen die Grundlegung
seiner Philosophie, seiner Wissenschaft und seines Humanismus. In
dieser einzigartigen Sammlung von Texten wird deutlich, wie die
Urväter der Philosophie und Naturwissenschaft Probleme durchdacht
haben. Popper zeigt in seiner klaren Sprache die erstaunliche
Vielfalt und ungebrochene Aktualität frühgriechischen Denkens.
"Parmenides öffnete mir die Augen für die poetische Schönheit der
Erde und des gestirnten Himmels. Er lehrte mich, sie mit neuem
Forscherblick zu betrachten." (Karl R. Popper)
Zum Autor
Karl R. Popper, geboren am 28. Juli 1902 in Wien, gestorben am 17.
September 1994 bei London. Er emigrierte 1937 nach Neuseeland, wo
er am University College in Christchurch lehrte. Von 1946 bis 1969
war er Professor an der London School of Economics. 1965 wurde er
von Königin Elizabeth II. geadelt. Popper war einer der
einflussreichsten und umstrittensten Philosophen des 20.
Jahrhunderts. Zahlreiche Veröffentlichungen.
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Rolf Zimmermann: Philosophie
nach Auschwitz.
Eine Neubestimmung von Moral in Politik und Gesellschaft.
Rowohlt-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-499-55669-3. |
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Die
Einweihung des Holocaust-Mahnmals in Berlin zeugt vom politischen
Selbstverständnis Deutschlands, den moralischen Absturz von
Auschwitz ein für allemal bewusst zu halten und die
Errungenschaften des demokratischen Rechtsstaats zu
unterstreichen. In der philosophischen Deutung muss es darum
gehen, aus der geschichtlichen Erfahrung eine Revision
traditioneller Moralbegriffe einzuleiten.
Verlagsinformation |
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Februar 2005 |
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Barbara Hahn: Die Jüdin Pallas
Athene.
Auch eine Theorie der Moderne. Berliner Taschenbuch Verlag 2005.
ISBN: 3-8333-0134-1. |
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Zum
Buch
Barbara Hahn stellt Paul Celans geheimnisvolle, paradoxe Figur der
Jüdin Pallas Athene an den Beginn ihres Buchs, das den Weg
deutscher Jüdinnen durch die deutsch-jüdische Geschichte von der
Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die Zeit nach 1945 nachzeichnet.
Sie skizziert die intellektuelle Landschaft, in der sich Rahel
Levin Varnhagen, Rosa Luxemburg, Elsa Lasker-Schüler, Margarete
Susman oder Hannah Arendt bewegten. Und sie entdeckt die Spuren
einer zerstörten Kultur, wenn sie das Leben und Denken uns
unbekannter jüdischer Frauen aus den Archiven wieder ans
Tageslicht hebt. Es ist die Geschichte der Mütter der ersten
Generation akkulturierter Jüdinnen, die noch in ihrer
traditionellen Welt lebten, und die Geschichte ihrer Töchter, die
einen hohen Preis für den Übergang bezahlten.
Zur Autorin
Barbara Hahn ist Kulturwissenschaftlerin und lehrt als Professorin
an der Princeton University Literatur. Sie ist Expertin für das
Werk Rahel Varnhagens und Hannah Arendts.
Verlagsinformation
Weitere Informationen:
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Die Göttinnen der Klugheit. Rezension von Elisabeth von Thadden
(DIE ZEIT Nr. 30/2002)
-
Denken ist Glückseligkeit. Rezension von Viola Roggenkamp (DIE
WELT, 04.01.2003) |
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Januar 2005 |
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Ludwig Siep (Hrsg.): Hegels Erbe und
die theoretische Philosophie der Gegenwart.
Suhrkamp-Verlag 2005. ISBN: 3-518-29299-4. |
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Hegels
theoretische Philosophie erlebt gegenwärtig eine Renaissance: Galt
sie lange und gerade in der Analytischen Philosophie als
bestenfalls von historischem Interesse, finden sich Hegelsche
Argumente nun im Zentrum systematischer Debatten auf dem Gebiet
der Ontologie, Semantik, Epistemologie und der Philosophie des
Mentalen wieder. Philosophen wie etwa Robert B. Brandom und John
McDowell berufen sich auf Hegel als zentrale Inspirationsquelle.
Dabei ergeben sich in Bezug auf die Deutung von Hegels System für
die Hegel-Forschung überraschende neue Perspektiven und
Fragestellungen. Der vorliegende Band versammelt Beiträge von
Hauptvertretern der Gegenwartsphilosophie und von führenden
Hegel-Forschern und bietet einen umfassenden Überblick über die
aktuellen Versuche, Hegels Erbe nicht nur antiquarisch zu
bewahren, sondern philosophisch anzutreten.
Verlagsinformation |
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Januar – Dezember 2004 |
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