Irgendwo in diesem Dunkel. Von Natascha Wodin

Nach dem großen Erfolg von "Sie kam aus Mariupol", dem Buch über die Mutter, begibt Natascha Wodin sich auf Spurensuche nach ihrem Vater. Erzählt wird die Zeit, als die ältere seiner beiden Töchter sechzehn ist. Sie lebt beim Vater abseits in den "Häusern" am Fluss, unter Verschleppten und Entwurzelten. Dabei möchte sie so gern zu den Deutschen gehören, möchte Ursula oder Susanne heißen und träumt von einem Handwerker, den sie heiraten könnte, um ihrer russischen Herkunft zu entkommen. Aber der seit je gefürchtete Vater sperrt sie ein. In einem Taftkleid der Mutter flieht sie in die Schutzlosigkeit der Straße ...

ISBN 978-3-499-27449-7     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Eine ungeheuerliche Geschichte der Ort- und Obdachlosigkeiten - verfasst in Natascha Wodins klarer, sachlicher und doch von Emotion und Poesie getragener Sprache, die ihresgleichen sucht.

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Zusatzinformationen des Verlags zum Buch

„Die Sagen seines Lebens, über deren Wahrheit ich nichts weiß.“ Der Holocaust ist in Deutschland Familiengeschichte für die Täter und ebenso für die Verfolgten und die Opfer. Drei Autorinnen legen mit ihren Väter-Biografien Zeugnis davon ab. Aus drei Perspektiven entsteht so eine deutsche Gewaltgeschichte:

- Natascha Wodin: „Irgendwo in diesem Dunkel“, Rowohlt Verlag 2018, 240 S., 20 €
- Barbara Honigmann: „Georg“, Hanser Verlag 2019, 160 S., 18 €
- Wencke Mühleisen: „Du lebst ja auch für Deine Überzeugung“, Zsolnay Verlag 2020, 288 S., 23 € Von Sabine Voss Deutschlandfunk Kultur 17.01.2020

Presse:

Das sind Sätze, die treffen einen in ihrem lakonischen Ton ungeschützt ins Mark. Dresdner Neueste Nachrichten

Eine Sprache, die nichts beschönigt und die gerade daraus eine Poesie der Unerbittlichkeit gewinnt. republik.ch

Eine ungemein intensive Dokumentation des Schicksals eines Zwangsarbeiterkindes aus dem letzten Kriegsjahr, das zwar in der Bundesrepublik aufwächst, aber in einer Welt, die auch einem Zeitgenossen verborgen geblieben ist. (...) Ein bedrückendes, ein wichtiges Buch, ungemein intensiv erzählt. Lesenswert

Über den dokumentarischen Charakter hinaus sollte aber vor allem die herausragende literarische Qualität dieses Romans hervorgehoben werden. FAZ

"Irgendwo in diesem Dunkel" findet Wodin das gedemütigte Kind und sie zeigt, wie mühsam es sich emanzipierte. Das hat eine immense Wirkung, weil der Abstand zwischen der Kindheit und dem Erwachsenenleben der Autorin riesig ist. (...) Hier zeigt sich ihre Kunst. Frankfurter Rundschau

Ein hartes, aber kein bitteres Buch. (...) Es lässt mitleiden und mitfühlen und demonstriert, wie aus einem geplagten Menschenkind eine bedeutende Autorin werden kann. Das ist große, bemerkenswerte Literatur von einer beeindruckenden sprachlichen Kraft. BR

Das alles, samt der unglaublichen Geschichte ihrer Jugendjahre, erzählt Natascha Wodin in dieser klaren, undramatischen und unlarmoyanten Sprache, die schon in „Sie kam aus Mariupol“ in heftigem Kontrast zu den Erzählinhalten stand. taz

Wer wissen will, was Ausgrenzung für die Betroffenen konkret bedeutet, muss das neue Buch von Natascha Wodin lesen. (...) Dass die Siebzehnjährige doch noch ihren Weg aus der Obdachlosigkeit fand, (...) aus ihr später eine Dolmetscherin, Übersetzerin und schließlich eine großartige Schriftstellerin wurde, grenzt an ein Wunder. Zum Glück für ihre LeserInnen. WOZ Die Wochenzeitung

Mit dem Doppel der autobiografischen Bücher über ihre Eltern hat Natascha Wodin sich einen Platz in der vordersten Linie der deutschen Literatur erobert. der Freitag

Ein Buch, das die Schrecken und das Grauen des 20. Jahrhunderts in unsere Gegenwart transportiert – eine sehr beeindruckende Lektüre. ARD "Druckfrisch"

Die Balance zwischen persönlichem und sachlichem Ton gelingt Natascha Wodin grandios. (…) Der Roman kommt ganz ohne Metaphern aus, das Geschehen wird sparsam, aber äußerst wirkungsvoll geschildert. Gerade diese Strenge reißt den Leser mit. Der Tagesspiegel

Wodin ist eine Meisterin des genauen Hinschauens (…) 'Irgendwo in diesem Dunkel' kommt mit ungeheurer Wucht daher und zieht den Leser in einen Sog, aus dem er erst nach der letzten Seite wieder auftaucht. MDR

Natascha Wodin auf Wikipedia

Natascha Wodin: "Irgendwo in diesem Dunkel" | Druckfrisch | Das Erste → ARD Youtube 03.09.2018

 

Erstellt: 21.01.2020 - 09:36  |  Geändert: 21.01.2020 - 09:40

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