Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur. Von Robert Pfaller

Überall wird im öffentlichen Diskurs heute auf Befindlichkeiten Rücksicht genommen: Es werden vor Gefahren wie "expliziter Sprache" gewarnt, Schreibweisen mit Binnen-I empfohlen, dritte Klotüren installiert. Es scheint, als habe der Kampf um die korrekte Bezeichnung und die Rücksicht auf Fragen der Identität alle anderen Kämpfe überlagert. Robert Pfaller, Autor des Bestsellers "Wofür es sich zu leben lohnt", fragt sich in "Erwachsenensprache. Über ihr Verschwinden aus Politik und Kultur", wie es gekommen ist, dass wir nicht mehr als Erwachsene angesprochen, sondern von der Politik wie Kinder behandelt werden wollen.

ISBN 978-3-596-29877-8     14,99 €  Portofrei     Bestellen

Steckt gar ein Ablenkungsmanöver dahinter? Eine politische Strategie? Es geht darum, als mündige Bürger wieder ernst genommen zu werden - doch dann sollten wir uns auch als solche ansprechen lassen.

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Streit um "Political Correctness": Sind wir zu empfindlich? Moderation: Joachim Scholl. Der Philosoph Robert Pfaller erklärt, warum er "politische Korrektheit" für ein "neoliberales Symptom" hält. Außerdem in der Sendung: Zur Frage, ob Mini-Galgen Kunst sind, die 80-jährige Marxistin Frigga Haug und ein Soundtüftler, der die Grenzen des Zumutbaren erkundet. → Deutschlandfunk Kultur 10.12.2017

Was politische Korrektheit mit Armut zu tun hat Moderation: Joachim Scholl Die "Political Correctness" sei ein "neoliberales Phänomen", sagt der Wiener Philosoph Robert Pfaller. Das Leid der sich massiv verschärfenden ökonomischen Ungleichheit in den westlichen Gesellschaften würde auf die Sprachebene verschoben und so entpolitisiert. → Deutschlandfunk Kultur 10.12.2017

Die Janusköpfigkeit der gegenwärtigen Politik. Verschenkt von Lesart- und Sachbuchredakteurin Svenja Flaßpöhler Warum stürzen Politiker über dumme Macker-Sprüche, aber nicht über Waffenlieferungen an Saudi-Arabien? Solche Phänomene untersucht der Philosoph Robert Pfaller in seinem neuen, im besten Sinne provozierenden Buch. → Deutschlandfunk Kultur 04.12.2017

Neoliberalismus und Sprache "Zartgefühl ist der Komplize der Brutalisierung" Ist unsere Gesellschaft zu empfindlich? Zartfühlende Sprachpolitik und Verständnis für "irgendwelche möglichen Verletzlichen" verstellen den Blick auf die wahren Probleme und ihre Lösung, behauptet der österreichische Kulturtheoretiker. Robert Pfaller im Gespräch mit Liane von Billerbeck → Deutschlandfunk Kultur 24.11.2017

 

Erstellt: 04.12.2017 - 13:27  |  Geändert: 13.12.2017 - 04:16

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