Kongo von Éric Vuillard

König Leopold XV. initiiert 1884 in Berlin die Kongokonferenz.Jahrzehnte, nachdem das europäische Ringen um Rohstoffe undLand entschieden scheint, fordert der König des Kleinstaats seinenTeil des Kuchens. Er rafft gigantische Teile zentralafrikanischenRegenwalds im heutigen Kongo in seinen Privatbesitz, eine Flächeachtmal so groß wie Belgien. Improvisierend und spärlich besetztbeginnt eine Kolonialherrschaft von ungekannter Brutalität, die dasLand bis in die Gegenwart hinein zeichnet. Éric Vuillard macht dieMonstrosität der Geschichte Belgisch-Kongos in seinem virtuosenText spürbar.

ISBN 978-3-95757-079-6     16,90 €  Portofrei     Bestellen

Er zeigt kleine Brüsseler Beamte, aufgeschwungen zuDschungelherrschern, die zu Vollstreckern der europäischen Rohstoffgierwerden, und er verleiht ihren zahl- und namenlosen Opferneine Stimme. Mitreißende Erzählung eines der bizarrsten Kapitelder Kolonialgeschichte und rhapsodischer Essay über die Allgegenwartder Gier, ist "Kongo" ein erschreckend lebendiges Zeugnisbanaler Grausamkeit und des beginnenden Weltkapitalismus.

 

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Erstellt: 06.11.2017 - 19:49  |  Geändert: 06.11.2017 - 19:49

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