Das Floß der Medusa. Roman von Franzobel

18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen ... Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens?
Was bedeutet Moral, was Zivilisation, wenn es um nichts anderes geht als ums bloße Überleben? Ein epochaler Roman von Franzobel.

ISBN 978-3-552-05816-3     26,00 €  Portofrei     Bestellen

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Das Literarische Quartett vom 11. August 2017 Volker Weidermann lädt gemeinsam mit Christine Westermann und Thea Dorn erneut zum Gespräch über Bücher. Gast ist dieses Mal der Literaturkritiker Ijoma Mangold.  „Nichts für frankophile, Rotwein trinkende, Käse degustierende Modefuzzis“, heißt es zu Beginn des Romans „Das Floß der Medusa“. „Gut, die Sache liegt mittlerweile mehr als zweihundert Jahre zurück. Wir können es uns also bequem machen und uns versichern, wir sind anders, bei uns kommt so was nicht vor. Doch ist das wirklich so?“ Auf der Folie der historischen Schiffskatastrophe erzählt der österreichische Schriftsteller Franzobel vom Kampf aller gegen alle und fragt nach der Bedeutung von Moral und Menschlichkeit in Extremsituationen. → ZDF 11.08.2017

 

Erstellt: 12.08.2017 - 14:45  |  Geändert: 12.08.2017 - 14:51

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