Philosophie

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Dezember 2004

Heinrich Niehues-Pröbsting: Die antike Philosophie. Literatur, Schulen, Lebensweisen. Europäische Geschichte. Fischer-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-596-60106-1.



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Niehues-Pröbsting präsentiert anschaulich den Formenreichtum antiker Philosophie in Literatur, Schulen und Lebensweisen sowie ihre Bedeutung für die europäische Kultur. Damit setzt er sich von der immer noch vorherrschenden Reduzierung antiken Denkens auf Begriffe, Theorien und Systeme ab.
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Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes. Ihr Zusammenhang mit der politischen und der sozialen Entwicklung. Piper-Verlag 2004. ISBN: 3-492-24208-1.



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Dieser Klassiker der Philosophiegeschichte ist bis heute nicht übertroffen worden. Niemals trocken, sondern immer im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen und politischen Hintergründen erzählt Bertrand Russell die Geschichte der abendländischen Philosophie: von den Vorsokratikern und der mittelalterlichen Scholastik, der Philosophie der Neuzeit und von den großen Denkern des 19. und 20. Jahrhunderts.
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Karl Marx/Friedrich Engels: Studienausgabe in 5 Bänden. Bd.2 Politische Ökonomie. Herausgegeben von Iring Fetscher. Aufbau-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-7466-8126-X.



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Auszüge aus Marx' "Ökonomisch-philosophischen Manuskripten", den "Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie", das berühmte erste Buch des "Kapital", Engels: "Umrisse zu einer Kritik der Nationalökonomie" u.a.
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Aleida Assmann/Ulrich Gaier/Gisela Trommsdorff (Hrsg.): Positionen der Kulturanthropologie. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29324-9.



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Anders als die klassische Anthropologie geht es der noch jungen Disziplin der Kulturanthropologie nicht um den Menschen im allgemeinen und sein unabhängig von historischen und kulturellen Prägungen konstituiertes "Wesen", sondern um die unterschiedlichen Menschenbilder, die sich im Verlauf der Diskursgeschichte herausgebildet haben. Im Vordergrund stehen dabei die materiellen, ideellen und medialen Grundlagen ihrer Entstehung, ihre Wirkung und ihre mitunter gewaltsame Durchsetzung. Darüber hinaus interessiert sich diese literarisch informierte und kulturwissenschaftlich interessierte Anthropologie auch für die Körpergeschichte, d. h. für die physischen und psychischen Voraussetzungen des Menschen, die den verschiedenen kulturellen Forderungen und Formungen immer wieder Grenzen setzen. Aus dieser doppelten Perspektive widmen sich die Aufsätze dieses interdisziplinär angelegten Bandes dem Zusammenhang zwischen "Literatur" und "Anthropologie". Als Leitmotiv fungiert dabei die Frage, wie sich das Studium der Literatur für die Grundfrage nach dem Menschen in seinen historischen und kulturellen Bedingungen fruchtbar machen lässt.
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ZDF-Nachtstudio (Hrsg.): Tugenden und Laster. Gradmesser der Menschlichkeit. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-45649-0.



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Respekt und Missachtung, Wollust und Askese, Mut und Feigheit, Bescheidenheit und Habgier: Tugenden und Laster sind die normativen Grundlagen, entlang derer Gemeinschaften ihr Selbstbild entwerfen und das Verhalten ihrer Mitglieder sanktionieren. Sie wurden erstmals in der Antike entworfen und später durch das kirchliche Dogma kanonisch. Sowenig der Verbindlichkeit dieses Kanons noch zu trauen ist, sosehr vermag die Diskussion seiner Bausteine doch Auskunft über die kulturelle und soziale Befindlichkeit unseres Gemeinwesens zu geben.
Das ZDF-Nachtstudio will die Diskussion an Beispielen aufgreifen: In vier Sendungen sollen je vier Gäste ein komplementäres Begriffspaar diskutieren, das heute besondere Relevanz verspricht. Dem Sendekonzept entspricht das Konstruktionsprinzip des Buchs – vier Kapitel versammeln Texte der 16 Studiogäste: Christoph Menke, Feridun Zaimoglu, Claudia Schmölders und Bischöfin Margot Käßmann; Rainer Langhans, Ursula Pia Jauch, Janwillem van de Wetering und Lilo Wanders; Wolfgang Heuer, Wulf Schiefenhövel, Günter Wallraff und Viola Roggenkamp; Micha Brumlik, Dieter Thomä, Jean Ziegler und Christoph Keese.
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Erdmut Wizisla: Benjamin und Brecht. Die Geschichte einer Freundschaft. Mit einer Chronik und den Gesprächsprotokollen des Zeitschriftenprojekts 'Krise und Kritik'. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-39954-3.



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Die  Freundschaft zwischen Walter Benjamin und Bertolt Brecht gehört zu den ästhetisch und politisch folgenreichen des 20. Jahrhunderts. Hannah Arendt nannte die Freundschaft "einzigartig", "weil in ihr der größte lebende deutsche Dichter mit dem bedeutendsten Kritiker der Zeit zusammentraf". Andere Freunde teilten dieses Urteil nicht. Ihr Argwohn hat zu Fehldeutungen geführt, die sich bis heute halten.
Das Buch sichert die Spuren der Begegnung und räumt dabei Vorurteile aus dem Weg. Zahlreiche unveröffentlichte Dokumente ermöglichen neue Wertungen. Erstmals analysiert werden die Gesprächsprotokolle des Zeitschriftenplans "Krise und Kritik" (1930/31), die dem Band als Faksimile beigegeben sind.
Anhand von Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Notizen werden die Themen der Zusammenarbeit aufbereitet. Eigene Kapitel widmen sich sowohl Benjamins Arbeiten über Brecht als auch Brechts Äußerungen über Benjamin.
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November 2004

Rüdiger Safranski: Wieviel Globalisierung verträgt der Mensch? Fischer-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-596-16384-6.

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Das Denken selbst gerät in eine Globalisierungsfalle: Wie beherrscht man das Globale, fragen die einen, und wie rettet man es, fragen die anderen. Rüdiger Safranski ermutigt, Freiräume für Gleichgewicht und Handlungsfähigkeit zu schaffen, denn Globalisierung lässt sich nur gestalten, wenn darüber nicht die andere große Aufgabe versäumt wird: das Individuum, also sich selbst zu gestalten.

Zum Autor
Rüdiger Safranski, geboren 1945, Philosoph und Schriftsteller, lebt in Berlin. Er veröffentlichte Biographien über E. T. A. Hoffmann, Schopenhauer (2001) und Heidegger sowie den großen philosophischen Essay "Wie viel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und Lebbare" (1990). In der Reihe "Philosophiejetzt!" ist von ihm der Band über Schopenhauer (1998) erschienen.
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Hans J. Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie. Fischer-Taschenbuch-Verlag 2004 (Überarbeitete Neuausgabe). ISBN: 3-596-50832-0.



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Hans Joachim Störigs "Kleine Weltgeschichte der Philosophie" macht mit der Philosophiegeschichte von ihren Anfängen bis in die Gegenwart vertraut. Der Weg führt von der altindischen und altchinesischen wie der griechischen Philosophie über Mittelalter, Renaissance und Aufklärung bis ins 20. Jahrhundert. Das umfassende und kenntnisreiche Werk hat sich seit Jahrzehnten als ein- und weiterführender Überblick bewährt – ein Erfolg, der nicht zuletzt auf der klaren und verständlichen Darstellung beruht. Diese populäre Einführung liegt hier in einer vom Autor aktualisierten und überarbeiteten Neuausgabe vor.
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Oktober 2004

Reiner Ruffing: Einführung in die Geschichte der Philosophie. UTB Uni-Taschenbücher-Verlag 2004. ISBN: 3-8252-2622-0.



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Diese einführende Geschichte der Philosophie wendet sich an Studenten und andere Leser ohne besondere Vorkenntnisse. Sie stellt die großen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart vor, bietet aber auch einzelne Abschnitte, die in das Leben, das Werk und den historischen Kontext der großen Philosophen einführen. Insofern ist der Band auch als Lexikon zu benutzen. Alle Begriffe, Fachtermini und philosophischen Probleme werden genau erläutert, knappe Zusammenfassungen, Abbildungen und Übersichten erleichtern die Lektüre, ein Glossar rundet diesen grundlegenden Band ab.
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Holm Tetens: Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung. C.H. Beck-Verlag 2004. ISBN: 3-406-51114-7.



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Holm Tetens legt ein Buch vor, das in die Eigenheiten philosophischen Argumentierens ganz von den inhaltlichen Themen und Problemen der Philosophie her einführt. Dabei kommt die formale Logik durchaus zu ihrem Recht, indem zu Anfang ihre Prinzipien und die Technik ihrer Anwendung vorgestellt werden. Ansonsten ist das Buch aber so untechnisch geschrieben, dass man ihm auch ohne tiefere Logikkenntnisse gut folgen kann. Für jeden, der sich für die Philosophie interessiert, sei er Anfänger, Laie oder bereits gut mit ihr vertraut, hält dieses Buch eine Fülle an Informationen und provokanten Denkanregungen bereit.

Zum Autor
Holm Tetens ist Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin.
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Rüdiger Safranski: Friedrich Schiller oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus. Biographie. Hanser-Verlag 2004. ISBN: 3-446-20548-9.

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Jugendliches Genie, Revolutionär, Dichter. Rüdiger Safranski entstaubt in seiner Schiller-Biographie eine der schwungvollsten Gestalten unserer Literatur. Friedrich Schiller läutete mit seinem Enthusiasmus die Epoche der deutschen Geistesgeschichte ein, die man später den "Deutschen Idealismus" genannt hat. Mit diesem großen Buch über Schillers Leben und Denken könnte seine Renaissance beginnen.

Zum Autor
Rüdiger Safranski, geboren 1945, Philosoph und Schriftsteller, lebt in Berlin. Er veröffentlichte Biographien über E. T. A. Hoffmann, Schopenhauer (2001) und Heidegger sowie den großen philosophischen Essay "Wie viel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und Lebbare" (1990). In der Reihe "Philosophiejetzt!" ist von ihm der Band über Schopenhauer (1998) erschienen.
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Leseprobe

Umberto Eco (Hrsg.): Die Geschichte der Schönheit. Hanser-Verlag 2004. ISBN: 3-446-20478-4.

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Was ist Schönheit? Umberto Eco erzählt in seinem großen, reich illustrierten Buch, dass Schönheit nie etwas Absolutes und Unveränderliches ist, sondern je nach Zeiten und Kulturen ganz verschiedene Gesichter hat. Von der Antike bis zu den abstrakten Formen der Gegenwartskunst, von Licht und Farbe im Mittelalter bis zur Malerei der Romantik: ein umfassendes Kompendium über die Kunst der Welt.

Zum Autor
Umberto Eco wurde 1932 in Alessandria geboren und lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den Premio Strega (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt. Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane "Der Name der Rose" und "Das Foucaultsche Pendel" sind Welterfolge geworden.
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September 2004

Robert Zimmer: Das Philosophenportal. Ein Schlüssel zu klassischen Werken. Deutscher Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-423-34118-1.



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Schwere Bücher leicht verpackt, oder: Was Sie schon immer über den Kategorischen Imperativ wissen wollten
Sie haben Geschichte gemacht und sind in den Regalen der Welt beheimatet – meist jedoch ungelesen: die Klassiker der Philosophie wie etwa Kants "Kritik der Urteilskraft" oder Nietzsches "Also sprach Zarathustra".
Der studierte Philosoph Robert Zimmer hat sich der schwergewichtigen Bücher angenommen und sie bekömmlich aufbereitet. In einer Art Kurzbesichtigung führt er den Leser in die Räume von 16 zentralen Werken der Philosophiegeschichte, angefangen bei Platons "Staat" bis hin zu John Rawls' "Theorie der Gerechtigkeit". Dabei stellt er die Kerngedanken einer jeden Schrift vor, beschreibt ihren Entstehungsrahmen und macht die Verknüpfung mit Leben und Denken des Autors deutlich. Eine ebenso unterhaltsame wie informative philosophische Bildungsreise!
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John Rawls: Geschichte der Moralphilosophie. Hume, Leibniz, Kant, Hegel. Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29326-5.



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John Rawls ist fraglos der bedeutendste US-amerikanische Philosoph im Bereich der politischen Philosophie und der Moralphilosophie. Seine "Theorie der Gerechtigkeit" gehört zu den großen und höchst einflussreichen philosophischen Büchern der Gegenwart.
Endlich liegt nun das Manuskript, das als Mitschrift unter der Hand zirkulierte und einen fast mythischen Ruf hatte, als Buch vor: Rawls' Geschichte der Moralphilosophie vereinigt seine Vorlesungen an der Harvard University, durch deren Schule eine ganze Generation amerikanischer wie kontinentaler Philosophen gegangen ist, und verbindet eine Relektüre der Klassiker der Moralphilosophie mit einer Neubestimmung der Moralphilosophie als solcher.
In Rawls' subtilen wie aufregenden Interpretationen kanonischer Texte von Hume, Leibniz, Kant und Hegel profilieren sich sowohl eine Geschichte der Moralphilosophie als auch eine Perspektive auf aktuelle Fragen und Probleme. Seine überraschenden und präzisen Deutungen der zentralen Texte der moralphilosophischen Tradition erweisen in brillanter Weise die Aktualität der Klassiker und sind zudem luzide Beispiele einer seltenen Tugend: Tradition und Aktualität, subtile Rekonstruktion der jeweiligen Theoriearchitektur und die systematische Bedeutung des einzelnen Textes aufeinander zu beziehen und wechselseitig zu erhellen.

Zum Autor
John Rawls (1921-2002) war Professor für Philosophie an der Harvard University.
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Karl R. Popper: Alle Menschen sind Philosophen. Herausgegeben von Heide Bohnet und Klaus Stadler. Piper-Verlag 2004. ISBN: 3-492-24189-1.



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Popper lesen heißt, die Welt besser zu verstehen: Einer der großen Philosophen unserer Zeit, Karl R. Popper, wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Dieses Lesebuch macht mit zentralen Texten Poppers die Hauptlinien seines Denkens verstehbar.

Der aus Wien stammende Philosoph Karl Raimund Popper war einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Am 28. Juli 2002 wäre er 100 Jahre alt geworden. Er hat vor allem die Wissenschaftstheorie, die Diskussion um das Leib-Seele-Problem und das politische Denken maßgeblich beeinflusst und dazu zahlreiche berühmte Bücher verfasst. Der vorliegende Band enthält zentrale Texte aus seinen im Piper Verlag erschienenen Werken. Sie führen in sein Denken ein und zeigen besonders deutlich, wie klar er schwierige Fragen analysieren und wie allgemeinverständlich er schreiben konnte. Popper lesen heißt, die Welt besser zu verstehen. Ob er sich zur Philosophie allgemein, zum Bewusstsein, zu den Ursprüngen von Wissen und Nichtwissen oder zur Demokratie und zum Frieden äußert – immer besticht Karl Popper durch die Klarheit seines Denkens und seine sokratische Bescheidenheit.

Zum Autor
Karl R. Popper, geboren am 28. Juli 1902 in Wien, gestorben am 17. September 1994 bei London. Er emigrierte 1937 nach Neuseeland, wo er am University College in Christchurch lehrte. Von 1946 bis 1969 war er Professor an der London School of Economics. 1965 wurde er von Königin Elizabeth II. geadelt. Zahlreiche Veröffentlichungen.
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Joachim Beerhorst/Alex Demirovic/Michael Guggemos (Hrsg.): Kritische Theorie im gesellschaftlichen Strukturwandel. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12382-3.



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Die Probleme der gegenwärtigen Gesellschaft sind so zahlreich wie die Diagnosen ihrer Ursachen: Postfordismus, europäische Integration, Sozialstaatlichkeit sind nur einige der Themen, die von zahlreichen Gesellschaftstheorien auf je eigene Weise erklärt werden. Doch nur die kritische Gesellschaftstheorie hat ihrem Anspruch nach den Gesamtprozess der gesellschaftlichen Formation vor Augen. Der vorliegende Band versucht aus dieser Perspektive viele Veränderungen im kleinen zusammen mit größeren Tendenzen auf den verschiedenen Niveaus der Gesellschaft so zu verbinden, dass ein Verständnis des inneren und widersprüchlichen Zusammenhangs der Phänomene, Erfahrungen und Entwicklungen entsteht.

Zu einem der Herausgeber
Alex Demirovic, geboren 1952, ist Privatdozent für Politikwissenschaft an der Universität Frankfurt/M.; 1990 bis 1998 Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung; vertritt zur Zeit die Professur für allgemeine und politische Soziologie an der Bergischen Universität Wuppertal.
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Jochen Hörisch: Eine Geschichte der Medien. Von der Oblate bis zur CD-ROM. Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-518-45629-6.



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Dieses Standardwerk lässt die wichtigsten Stadien der Mediengeschichte von den Anfängen bis zum Internet Revue passieren. Es setzt mit dem Urknall an: Am Anfang war der Big Bang, dessen Nachhall wir heute noch vernehmen. Heute aber überlagern sich im Multimedia-Rauschen alte und neue Erfindungen, senden durcheinander und sind auf der Suche nach ihrer eigentlichen Funktion.
Die leitende These des Buches ist: Während die frühe Medienwelt im Bann von Stimme und Schrift sinnzentriert ist, wendet sich die neuere Medientechnik an die Sinne und sprengt das traditionelle Primat der Bedeutungen und zentrischen Kommunikationsverhältnisse. Audiovisuelle Hybridmedien wie der Computer, der am Internet hängt, bringen beide Stränge von Sinn und Sinnen zusammen und verstricken uns in ein Netz, das die Subjekte, die User und Loser zu Schnittstellen macht.

Zum Autor
Jochen Hörisch, geboren 1951 in Bad Oldesloe, lehrt Literatur- und Medienwissenschaften an der Universität Mannheim.
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August 2004

Pierre Bourdieu: Meditationen. Zur Kritik der scholastischen Vernunft. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29295-1.



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Der Anthropologe und Soziologe Pierre Bourdieu beschäftigt sich in seinen Meditationen mit den Grundthemen des abendländischen Denkens: der Vorstellung und den Wissenschaften vom Menschen sowie den Voraussetzungen des künstlerischen Schaffens und der philosophischen Reflexion. Im Durchgang durch die impliziten Prämissen allen Denkens entfaltet Bourdieu eine negative Philosophie, die die Ansprüche auf Wahrheit und die Unterscheidungen zwischen Subjekt und Objekt – also zentrale Kategorien abendländischer Philosophie – auf ihre Geltungsvoraussetzungen befragt. Am Ende steht die These, die Pascal in Worte gekleidet hat, dass "die wahre Philosophie über die Philosophie spottet".

Zum Autor
Pierre Bourdieu war Professor für Soziologie am Collège de France in Paris und Herausgeber der Zeitschrift "Actes de la recherche en sciences sociales". Der Autor verstarb im Januar 2002.
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Peter Gente (Hrsg.): Foucault und die Künste. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29267-6.



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Foucaults Ausgangspunkt ist immer das Heute gewesen, insbesondere in Hinsicht auf seine historischen Arbeiten, und dieses Heute war immer bestimmt durch ästhetische Erfahrungen. Eben darin trifft er sich mit Adorno, dessen "Ästhetische Theorie" (1970/2002) für die Diskussion bestimmend war. Nach Adornos Tod 1969 hat sich dieses Band zwischen ästhetischer Erfahrung und theoretischer Arbeit mehr und mehr aufgelöst. Mit Foucault und in der Perspektive seiner Arbeiten zur Kunst lässt es sich neu und anders verknüpfen. Der Band, der die verschiedenen Bereiche der Auseinandersetzung Foucaults mit den Künsten erkundet, enthält Originalbeiträge u.a. von Daniel Defert, Thierry de Duve, Wolfgang Ernst, Wilhelm Schmid und Ulrich Raulff.
"Die Philosophie nicht als Denken, sondern als Theater: wo auf vielen Bühnen flüchtige, kurzlebige Szenen gespielt werden: wo die Gebärden einander Zeichen geben, ohne einander zu sehen; wo unter der Maske des Sokrates plötzlich das Lachen des Sophistes erklingt; wo Spinozas Modi ein dezentriertes Rondo anführen, während die Substanz sie wie ein irrer Planet umkreist." (Michael Foucault)
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Elisabeth Bronfen: Liebestod und Femme fatale. Der Austausch sozialer Energien zwischen Oper, Literatur und Film. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12229-0.



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Wie kommt es, dass ausgerechnet Shakespeare, der dem durchschnittlichen Kinogänger lediglich vom Namen her bekannt sein dürfte, zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten "Drehbuchautoren" der US-Filmindustrie werden konnte? Und dass – weitgehend unbemerkt – die Anlage der "femme fatale" aus Wagners "Tristan und Isolde" als Heldin des "film noir" in unserem kulturellen Bildrepertoire in neuer Kleidung wieder auftaucht? Elisabeth Bronfen betreibt ein originelles und spannendes "cross-mapping" zwischen Theater, Oper und Film und leistet dabei ganz nebenbei einen gewichtigen Beitrag zur Erforschung der durch diese Medien freigesetzten und als ästhetisches Lusterlebnis nutzbar gemachten psychischen Energien.

Zur Autorin
Elisabeth Bronfen, geboren 1958, ist Lehrstuhlinhaberin am Englischen Seminar der Universität Zürich. Veröffentlichungen u.a. "Nur über ihre Leiche. Tod, Weiblichkeit und Ästhetik" (1993), "Heimweh. Illusionsspiele in Hollywood" (1999) und "Das verknotete Subjekt. Hysterie in der Moderne" (1999).
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Juli 2004

Götz Großklaus: Medien-Bilder. Inszenierung der Sichtbarkeit. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12319-X.

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Nach seinem viel beachteten Buch "Medien-Zeit, Medien-Raum" (2. Auflage 1997) widmet Götz Großklaus sein neues Buch in Fortsetzung des Gedankengangs Bildern und Bildfolgen, in denen sich medienspezifische Sichtbarkeiten herstellen.
Die mediale Bild-Inszenierung des Massen-Körpers im Fernsehen exponiert den Körper als Schnittstelle des Biologischen und des Politischen. Das mediale Bild traumatischer und auratischer Orte thematisiert Brüche, Zäsuren und Schwellen im historischen Prozeß und archiviert Szenen des Übergangs im externen kollektiven Gedächtnis.
Die mediale Inszenierung von Sichtbarkeit (Körper, Raum, Katastrophe, Natur, Zeit) ist somit immer mit der Thematisierung von Gedächtnis und Erinnerung verbunden. Das trifft auch für den persönlichsten Raum, den der fernen Kindheit, zu. In Bildarchiven werden Zeit-Bilder aufbewahrt, Bilder der angehaltenen und der verfließenden Zeit, des Augenblicks etc. Götz Großklaus beschreitet mit seinem Medienprojekt immer wieder neue Areale der Mediengeschichte und besticht durch seine assoziative Intelligenz.
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Juni 2004

Brigitte Hellmann (Hrsg.): Der kleine Taschenphilosoph. Ein Lesebuch für Nachdenkliche. Deutscher Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-423-34099-1.

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"Die wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie." (Cicero)
Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen? Was soll ich tun? Was ist der Mensch? Die Grundfragen des Philosophierens umfassen das gesamte Spektrum des menschlichen Daseins.
Die in diesem Buch versammelten philosophischen, literarischen und anderen Texte aus Ost und West kreisen um kleine Einzelaspekte und große Zusammenhänge, um Denken, Fühlen, Handeln, Liebe, Leid, Glück, Zufriedenheit, Sinnsuche, Moral, Gesellschaft, Glaube, Hoffnung, Natur, Kosmos. Sie bieten Anregungen und Denkanstöße auf der Suche nach Orientierung, nach Welt- und Selbstverständnis.
Die Texte von Platon, Buddha, Kant, Nietzsche, Khalil Gibran und vielen anderen bieten Anregungen zum Nach-, Mit- und Weiterdenken.
"Philosophische Erkundungen stiften jeden, der ein bewusstes Leben führen will, zu einer ganz eigentümlichen Bekanntschaft mit sich selbst an. Man kann sich in seinem Tun und Lassen, in seinen Perspektiven und Entscheidungen verstanden fühlen im großen Horizont der philosophischen Tradition, die zwar die Probleme nicht gelöst, aber eine Sprache für sie gefunden hat, der nichts Menschliches fremd ist." (Rüdiger Safranski)

Zur Autorin
Brigitte Hellmann, geboren 1955, studierte Germanistik und Geschichte, ist Verlagslektorin und Herausgeberin des Lesebuchs "Lebendiges Mittelalter".
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Karl R. Popper: Alles Leben ist Problemlösen, Jubiläums-Edition. Über Erkenntnis, Geschichte und Politik. Piper-Verlag 2004. ISBN: 3-492-24122-0.

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Karl Popper, einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts, hat an diesem Buch bis zu seinem Tod gearbeitet. In den sechzehn Texten kommen noch einmal die großen Themen zur Sprache, die sein Lebenswerk beherrscht haben: Fragen der Erkenntnis und der Beschränktheit der Wissenschaft, der Frieden, die Freiheit, die Verantwortung der Intellektuellen, die offene Gesellschaft und ihre Feinde.
"Karl Popper gehört mit Sigmund Freud und Ludwig Wittgenstein zu den Söhnen der jüdischen Bürgerschicht von Wien, deren Gedanken die geistige Landschaft Europas im 20. Jahrhundert verändert und geprägt haben." (Günther Patzig, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Zum Autor
Karl R. Popper, geboren 1902 in Wien, gestorben 1994 bei London. Er emigrierte 1937 nach Neuseeland, wo er am University College in Christchurch lehrte. Von 1946 bis 1969 war er Professor an der London School of Economics. 1965 wurde er von Königin Elizabeth II. geadelt. Zahlreiche Veröffentlichungen.
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Walter van Rossum: Meine Sonntage mit 'Sabine Christiansen'. Wie das Palaver uns regiert. Kiepenheuer & Witsch-Verlag 2004. ISBN: 3-462-03394-8.

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Allsonntäglich entfaltet sich ab 20 Uhr die neue deutsche TV-Dreifaltigkeit: Tagesschau, Tatort, Talk mit Sabine Christiansen. Nach den Mythen der Tagesschau (Staatsmänner, Kriege, Katastrophen, Sport) und den tröstlichen Gewissheiten des Tatorts (Alle haben Dreck am Stecken) sondiert Sabine Christiansen das Gesellschaftsterrain. Unerbittlich stellt sie Fragen, die in das Dunkel unserer Zukunft weisen. Es treten auf: die Lobbyisten und ihre Statthalter im Parlament. Multimillionäre warnen davor, dass es kurz vor zwölf sei. Aber, bitte sehr, man könne ja auch ins Ausland gehen. Politiker führen entschlossen das Drama der Sachzwänge auf. Die große Koalition der Dauerreformer gibt sich die Ehre. Fast noch wichtiger als das, was gesagt wird, ist, was systematisch nicht gesagt wird. Komplexe Themen werden dramatisch vereinfacht und fortan in diese Richtung öffentlich diskutiert. Insofern eignet sich diese Sendung wie keine andere, um zu begreifen, wohin die Deutschland AG steuert.
In "Meine Sonntage mit "Sabine Christiansen" schreibt Walter van Rossum hellsichtig, intelligent und bitterböse über eine Medienlandschaft, die die Politik im eigentlichen Sinne längst zu überwuchern droht.

Zum Autor
Walter van Rossum, Jg. 1954, lebt in Köln und Marokko. Studium der Romanistik, Philosophie und Geschichte in Köln und Paris.,Promotion 1989. Seit 1981 freier Autor für WDR, Deutschlandfunk, Die Zeit, FAZ und Freitag. Für den WDR moderiert er unter anderem die "Funkhausgespräche". 1988 erhielt er den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. Letzte Buchveröffentlichung: "Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre. Die Kunst der Nähe" (1998).
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Jürgen Habermas: Der gespaltene Westen. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12383-1.



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Das Kantische Projekt kann nur dann eine Fortsetzung finden, wenn die USA zu ihrem nach 1918 und nach 1945 energisch vertretenen Internationalismus zurückkehren und erneut die historische Rolle eines Schrittmachers auf dem Wege der Evolution des Völkerrechts zu einem "weltbürgerlichen" Zustand übernehmen.
Der einig geglaubte Westen ist gespalten. Jedoch nicht die Gefahr des internationalen Terrorismus hat diese Entwicklung verursacht, sondern eine Politik der US-Regierung, die das Völkerrecht ignoriert, die Vereinten Nationen an den Rand drängt und den Bruch mit Europa in Kauf nimmt. Die Spaltung zieht sich auch durch Europa und durch die USA selbst hindurch. In Deutschland wirkt die Abkehr der US-Administration und der US-Eliten von ihren eigenen Traditionen wie ein Lackmustest. Heute zerfällt die chemische Verbindung, aus der die Westorientierung der Bundesrepublik seit Adenauer bestanden hat, in ihre beiden Elemente: opportunistische Anpassung an die hegemoniale Macht trennt sich von intellektueller und moralischer Bindung an die Prinzipien einer westlichen Kultur.
Auch im Jahr seines 75. Geburtstags erweist sich der politische Denker Habermas wieder als brillanter Analytiker und Stichwortgeber der Republik und des europäischen Geistes. "Der gespaltene Westen" versammelt Beiträge, die infolge der Ereignisse vom 11. September 2001 entstanden, darunter der neue, weit ausgreifende Essay über die Zukunft des Kantischen Projekts einer weltbürgerlichen Ordnung.

Zum Autor
Jürgen Habermas, 1929 in Düsseldorf geboren, studierte 1949-54 an den Universitäten Göttingen, Zürich und Bonn Philosophie, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Nach seiner Promotion in Bonn arbeitete Habermas zunächst als freier Journalist, bis er 1956 von dem aus dem Exil zurückgekehrten Theodor W. Adorno zur Mitarbeit am wiedereröffneten Institut für Sozialforschung in Frankfurt/Main eingeladen wird. 1983-94 war er Professor für Philosophie in Frankfurt/Main mit dem Schwerpunkt Sozial- und Geschichtsphilosophie, seitdem emeritiert. Habermas publizierte zahlreiche Werke und erhielt viele Auszeichnungen. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die "Theorie des kommunikativen Handelns" (1981) und "Strukturwandel der Öffentlichkeit" (1962).
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Mai 2004

Paolo Flores d'Arcais: Die Demokratie beim Wort nehmen. Wagenbach-Verlag 2004. ISBN: 3-8031-2496-4.

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Die Demokratie auf dem Prüfstand: Warum erkennt sich der Bürger in seinen parlamentarischen Vertretern nicht wieder? George W. Bush und der Irak-Krieg: Wollen wir, dass Politiker lügen? Wie steht es um die Pressefreiheit und um eine unabhängige Justiz? Fragen, Polemiken und Anregungen aus Italien, wo die demokratischen Werte besonders laut eingefordert werden dürfen.
Die Demokratie ernst nehmen heißt, das Individuum mit seiner Fähigkeit, selbständig zu denken, ernst nehmen: auch den Dissidenten. Während der Totalitarismus im Individuum eine Bedrohung sah, im Dissidenten einen Verräter, bildet er für die Demokratie, so Flores d’Arcais, das Fundament.
D’Arcais, einer der bedeutendsten Theoretiker der gegenwärtigen italienischen Linken, ruft in seinem politischen Pamphlet den "homo democraticus" auf, zum gedanklichen Dissidenten zu werden.
"Hinter der offensichtlichen Polemik von Flores d’Arcais verbirgt sich eine analytische Schärfe, die politiktheoretische Debatten an der herrschenden Kultur misst." (Zeitschrift für Politikwissenschaft)

Zum Autor

Paolo Flores D'Arcais, geboren 1944 in Cervignano del Friuli, ist Herausgeber der einflussreichsten politischen Zeitschrift Italiens "MicroMega", Autor und Philosoph. Er lebt in Rom.
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George Steiner: Grammatik der Schöpfung. Deutscher Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-423-34095-9.



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George Steiners neues Buch handelt von der Idee der Schöpfung, wie sie sich in der westlichen Kultur von der Bibel über Literatur und Kunst bis in die Philosophie und die Wissenschaftsgeschichte verbreitet hat. Und es zeigt, dass vom 20. Jahrhundert, mit seinem Glauben an Wissenschaft und Technik, keine Antworten mehr auf die großen Fragen der Moral, der Politik und der Ästhetik zu erwarten sind. Eine Entwicklung, die in ihren Konsequenzen – laut Steiner – ungeheure Verluste in Kauf nimmt.

Zum Autor
George Steiner, geboren 1929 in Paris, lehrt seit 1994 auf dem Lord-Weidenfeld-Lehrstuhl für Komparatistik an der Universität Oxford Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft. Von ihm sind u.a. erschienen: "Martin Heidegger" (1989), "Von realer Gegenwart" (1990) und "Der Garten des Archimedes" (1997). Steiner wurde 2003 mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.
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George Steiner: Nach Babel. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29284-6.



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"Nach Babel" postuliert die These, dass das Übersetzen Tei eines jeden Kommunikationsaktes ist und somit der zentrale Ansatzpunkt für das Verstehen von Sprache. In seiner Analyse der Übersetzung verbindet George Steiner die verschiedenen Gebiete von Rhetorik, Literaturgeschichte und -wissenschaft sowie der Linguistik wie auch der Sprachphilosophie und beleuchtet ihre wechselseitigen Beeinflussungen. Für George Steiner birgt der Mythos von Babel, also der Verlust der einen Sprache, ein schöpferisches Potential für die Menschheit. Denn wer übersetzt, interpretiert notwendigerweise, und so spiegeln Sprachen die Mechanismen der Welterschließung wider.

Zum Autor
George Steiner, geboren 1929 in Paris, lehrt seit 1994 auf dem Lord-Weidenfeld-Lehrstuhl für Komparatistik an der Universität Oxford Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft. Von ihm sind u.a. erschienen: "Martin Heidegger" (1989), "Von realer Gegenwart" (1990) und "Der Garten des Archimedes" (1997). Steiner wurde 2003 mit dem Ludwig-Börne-Preis ausgezeichnet.
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Rudolf Arnheim: Die Seele in der Silberschicht. Medientheoretische Schriften: Fotografie – Film – Rundfunk. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29254-4.



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Rudolf Arnheim, der am 15. Juli 2004 seinen 100. Geburtstag feiert, hat sich zeit seines Lebens intensiv mit den Medien künstlerischer Produktion auseinandergesetzt. Seine wichtigsten medientheoretischen Aufsätze, entstanden über einen Zeitraum von 74 Jahren, stellen eine maßgebliche Ergänzung seiner Hauptwerke "Film als Kunst" und "Rundfunk als Hörkunst" dar und sind hier erstmals vollständig versammelt. Arnheims medientheoretische Überlegungen nehmen dabei in der Regel ihren Ausgang beim einzelnen Medium – bei der Fotografie, dem Rundfunk und insbesondere beim Film – und belegen in eindrucksvoller Weise seine produktive Auseinandersetzung mit konstruktiven formästethischen Fragen.

Zu den Autoren
Rudolf Arnheim, geboren 1904 in Berlin, war u.a. von 1928 bis 1933 Kulturredakteur der Weltbühne. Nach seiner Emigration unterrichtete er an zahlreichen US-Universitäten und widmete sich dabei insbesondere Fragen der Wahrnehmungs- und Medientheorie. Er lebt heute in Ann Arbor (Michigan/USA). Bei Suhrkamp sind von ihm erschienen: "Rundfunk als Hörkunst" (2001) und "Film als Kunst" (2002).
Helmut H. Diederichs, geboren 1948, ist Professor für Medienpädagogik am Fachbereich Soziales der Fachhochschule Dortmund.
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April 2004

Ivan Nagel: Das Falschwörterbuch. Krieg und Lüge am Jahrhundertbeginn. Berliner Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-8333-0105-8.

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George W. Bushs Truppenbesuch im Irak zum Erntedankfest ("Thanksgiving Day") am 29. November 2003 steigerte die Zahl der Parteigänger unter den Wählern von 56% auf 61%. Die wirkungsvollste Fotografie (d8ie die Nöte der Besatzungsarmee in einer herzerwärmenden US-amerikanischen Familienszene auflöst) hatte einen Fehler: Der prächtige Truthahn, den der Präsident seinen Soldaten darbrachte, war nur zur Kantinendekoration, nicht zum Verzehr hergestellt.
In einer Reihe von Einsprüchen und Analysen versucht Ivan Nagel, einer der gewichtigsten Kulturkritiker unserer Zeit, alte und neue Formen des Krieges nach dem 11. September 2001 zu begreifen. Werden sich künftig Herrschaft und Terror (die weltweite US-Hegemonie und der Widerstand ihrer erbitterten Gegner) ausschließen oder gegenseitig steigern? Ist eine Reihe von Kriegen gegen die "Achse des Bösen" unvermeidlich – oder kann eine Minderung der globalen Ungleichheit auch die Kriegsgefahr vermindern? Ivan Nagel zeigt auf, wie der Beginn dieses Jahrhunderts gespickt ist mit "Falschwörtern" – und wie die Lügen der internationalen und der deutschen Politik uns eine Zukunft von Konflikten, Aggressionen, Kriegen aufzwingen.
"Die Sprache ist so poetisch, dass Ivan Nagels Sätze zugleich besänftigend wirken, wo sie dennoch Wut artikulieren ... Sie weisen immer wieder darauf hin, dass enthemmte Spießigkeit im Denken zu politischen Katastrophen führt." (Christina Weiss in LITERATUREN über "Streitschriften")
"Ivan Nagel hat widersprochen und ist selbst ein Widerspruch, bestechlich nur in der Liebe für die Sache, die er zu der seinen gemacht hat. Er ist wohl der außenseiterischste Insider der Kultur, ein Einzeldoppelgänger mit einem feinen Ohr für die gespaltene Zunge der Macht." (Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung)

Zum Autor
Ivan Nagel, geboren 1931 in Budapest, emigrierte nach der Verfolgung in der Nazizeit siebzehnjährig aus Ungarn. Er studierte Philosophie, Soziologie und Germanistik in Paris, Heidelberg, Durham und Zürich sowie ab 1953 Philosophie bei Adorno in Frankfurt am Main. Nagel war Chefdramaturg der Münchner Kammerspiele 1961-69, Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg 1971-79, Begründer und Leiter der internationalen Festspiele "Theater der Welt" sowie Theater- und Musikkritiker. 1989-96 übte er eine Professur für "Geschichte und Ästhetik der Darstellenden Künste" an der Hochschule der Künste in Berlin aus. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören "Autonomie und Gnade - Über Mozarts Opern" (1985) und "Streitschriften" (2001).
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Herbert Marcuse: Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft. Dt. Taschenbuch-Verlag 2004 (4. Auflage). ISBN: 3-423-34084-3.



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Herbert Marcuse bezeichnet die hoch industrialisierte Gesellschaft und den in ihr lebenden Menschen als "eindimensional", weil er einen lückenlosen Zusammenhang von Manipulation und Konformismus sieht, der das in sich widersprüchliche kapitalistische System stabilisiert, die Menschen durch Konsum korrumpiert und alle Kritik absorbiert.
Um diese Eindimensionalität aufzubrechen, eine neue, weniger herrschaftlich strukturierte Gesellschaft zu bilden, bedarf es der Einsicht der scheinbar Freien in ihre Unfreiheit, in ihre Manipuliertheit durch Werbung, Ökonomie und Massenmedien. Die scharfsichtige Studie, die erstmals 1964 erschien, hat das kritische Bewusstsein einer ganzen Generation stark beeinflusst und ist heute ein Standardwerk.
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Zum Autor
Herbert Marcuse, US-amerikanischer Philosoph und Soziologe dt. Herkunft, geboren 1898 in Berlin, gestorben 1979 in Starnberg (Bayern). Wichtigstes Werk: "Der eindimensionale Mensch" (1964); Herbert Marcuse war der Spiritus Rector der '68er-Studentenrevolte, weil er an eine Übersetzbarkeit der Vernunft in Geschichte glaubte und zugleich, als Philosoph und Soziologe, einer der führenden Köpfe der kritischen Theorie war. 1898 als Sohn einer großbürgerlichen jüdischen Familie in Berlin geboren, studierte Marcuse nach der Schulzeit Philosophie in Freiburg und Berlin. 1924 gehörte er mit Max Horkheimer und Erich Fromm zu den Gründungsmitgliedern des renommierten Instituts für Sozialforschung. Daraus ging die sog. Frankfurter Schule hervor, zu deren prominentesten Vertretern Marcuse zählte. Marcuse verließ Deutschland 1932. Über Genf und Paris erreichte er 1934 New York. Zunächst Mitarbeiter am inzwischen ebenfalls in den USA ansässigen Institute of Social Research, trat er 1942, als US-amerikanischer Staatsbürger, in die US-Spionageabwehrbehörde (OSS) ein, in der er die Europaabteilung übernahm. 1951 kehrte er an die Universität zurück; 1965 erhielt er einen Lehrstuhl an der Universität von Kalifornien und eine Honorarprofessur an der FU Berlin. Biografie: Heinz Jansohn: "Herbert Marcuse" (1982).
Quelle: Harenberg: Das Buch der tausend Bücher

Jochen Hörisch: Gott, Geld und Medien. Studien zur Medialität der Welt. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12363-7.



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Am 11. September 2001 wurden mit terroristischer Überdeutlichkeit drei voneinander weit entfernt scheinende Sphären aufeinander bezogen: Im Namen Gottes wurde das hochsymbolische Zentrum des internationalen Geldverkehrs medientauglich in Schutt und Asche gelegt. Gott, Geld und Medien stehen aber nicht erst seit diesem Terrorakt in einem intimen Spannungsverhältnis zueinander. Die Studien von Jochen Hörisch gehen der Geschichte und der Tiefenstruktur theologischer, monetärer und medialer Grammatiken nach und vertiefen die Analysen, die in den Bänden "Brot und Wein – Die Poesie des Abendmahls", "Kopf oder Zahl – Die Poesie des Geldes" und "Ende der Vorstellung – Die Poesie der Medien" vorgestellt wurden.
Ihr Befund ist frappant: Gott, Geld und Medien stehen deshalb in einem so scharfen Konkurrenzverhältnis zueinander, weil sie so viele Gemeinsamkeiten haben: "Die drei leistungsstarken, weil paradoxie-sensiblen Leitmedien Religion, Geld und Medien bzw., um in metonymischer Verdichtung zu formulieren, Hostie, Münze und CD-ROM sorgen für die elastischen und ineinander konvertierbaren Integrale, die die abendländisch-christlichen bzw. westlichen Gesellschaften und Kulturen zusammenhalten." (Jürgen Hörisch, Ausschnitt)

Zum Autor
Jochen Hörisch, geboren 1951 in Bad Oldesloe, ist Professor für Neuer Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim.
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Giorgio Agamben: Ausnahmezustand. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12366-1.



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Nach "Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben" (2002) und "Was von Auschwitz bleibt. Das Archiv und der Zeuge" (2003), die Teil 1 und Teil 3 des "Homo sacer"-Projekts von Giorgio Agamben darstellen, liegt nun mit "Ausnahmezustand" der in sich abgeschlossene erste Band von Teil 2 vor.
Der Ausnahmezustand, d.h. jene Suspendierung des Rechtssystems, die wir als Provisorium zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Krisensituationen zu betrachten gewohnt sind, wird unter unseren Augen zu einem gängigen Muster staatlicher Praxis, das in steigendem Maße die Politik bestimmt. Agambens aufrüttelnde Studie ist der erste Versuch einer bündigen Geschichte und zugleich Fundamentalanalyse des Ausnahmezustands: Wo liegen seine historischen Wurzeln, und welche Rolle spielt er – in seiner Entwicklung von Hitler bis Guantánamo – in der Gegenwart?
Insofern der Ausnahmezustand zur Regel zu werden droht, sind die Institutionen des demokratischen Rechtsstaats und das verfassungsgemäße Gleichgewicht der Gewalten gefährdet, und die Grenze zwischen Demokratie und Diktatur verschwimmt. In Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Annäherungen an das Phänomen des Ausnahmezustands – zu nennen sind in erster Linie Walter Benjamin und Carl Schmitt, aber auch Autoren wie Theodor Mommsen, Adolphe Nissen und Jacques Derrida – vermisst Agamben das von den meisten Theoretikern gemiedene Niemandsland zwischen Politik und Recht, zwischen der Rechtsordnung und dem Leben und wirft ein neues Licht auf jene verborgene Beziehung, die das Recht an die Gewalt bindet.

Zum Autor
Giorgio Agamben, geboren 1942, lehrt Philosophie an der Universität Verona. Bisher auf deutsch erschienene Werke: "Bartleby oder die Kontingenz gefolgt von Die absolute Immanenz" (1998), "Homo sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben" (2002), "Was von Auschwitz bleibt. Das Archiv und der Zeuge" (2003), "Das Offene. Der Mensch und das Tier" (2003), "Idee der Prosa" (2003) und "Die kommende Gemeinschaft" (2003).
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Jacques Derrida/Hans-Georg Gadamer: Der ununterbrochene Dialog. Herausgegeben und Nachwort von Martin Gessmann. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12357-2.



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Jacques Derrida und Hans-Georg Gadamer lernten sich in den frühen 80er Jahren kennen, und seit dieser Zeit entspann sich eine kontroverse Auseinandersetzung über die Hermeneutik, die Kunst der Interpretation, insbesondere über die Endlichkeit unseres Verstehens. Als Gadamer starb, hielt Derrida im Februar 2003 die Festrede zur Gedenkfeier der Universität Heidelberg. Mit einer eindringlichen Celanlektüre führt Derrida vor, wie das Gespräch mit Gadamer über seine letzte Unterbrechung hinaus am Ende zu einem "ununterbrochenen Dialog" werden könnte. Dem Band beigefügt sind Kommentare Gadamers zu Celans Gedichtfolge "Atemkristall" sowie Materialien aus der Zeit der ersten Begegnung. In Derridas Reflexion über den Abschied und das Abschiednehmen kommt es hier zu einer letzten, vielleicht entscheidenden Annäherung.
"Damals schon hatte ich eine Vorahnung: Was Gadamer wahrscheinlich einen 'inneren Dialog' genannt hätte, sollte in jedem von uns weitergeführt werden, manchmal wortlos, unmittelbar in uns oder indirekt." (Jacques Derrida, Ausschnitt)

Zu den Autoren
Jacques Derrida, 1930 in El-Biar/Algerien geboren, ist Professor emeritus für Philosophiegeschichte an der École des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. In deutscher Übersetzung erschienen u.a.: "Grammatologie" (1983/2000/2003), "Gesetzeskraft" (1991/1996), "Jacques Derrida. Ein Porträt" (1994/2001, zusammen mit Geoffrey Bennington), "Politik der Freundschaft" (2000/2002), "Die unbedingte Universität" (2001), "Seelenstände der Psychoanalyse" (2002), "Marx' Gespenster" (2004).
Hans-Georg Gadamer (1900-2002) war Professor für Philosophie an der Universität Heidelberg.
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März 2004

Florian Rötzer/Rudolf Maresch (Hrsg.): Renaissance der Utopie: Zukunftsfiguren des 21. Jahrhunderts. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12360-2.



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Utopien scheinen außer Mode. Kriege, ökologische Katastrophen und zunehmende Ungleichheiten nähren Apathie und Pessimismus. Zwar gibt es Stimmen, die bekunden, dass eine andere Welt möglich sei, doch es fehlen Visionen, die aus der Gegenwart tragen. Vergangene Utopien sind hauptsächlich deswegen gescheitert, weil sie die Komplexität der sozialen Evolution und die Widersprüche der menschlichen Natur nicht beachtet haben. Hier setzt der Band an. Ihm geht es darum, einfache, aber realistische Utopien anzureißen, die Science und Fiction narrativ aufeinander beziehen. Die Aufmerksamkeit der Autorinnen und Autoren, darunter Francis Heylighen, Peter Glotz, Claus Leggewie und Gundolf Freyermuth, richtet sich dabei nicht bloß auf die neuen Crossover-Wissenschaften, auf Maschinen-, Bio- und Netzwerktechnologien, sondern auch auf die klassischen Bereiche der Utopie, auf Politik, Arbeit und Gesellschaft.
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Arno Münster: Ernst Bloch. Eine Biographie. Philo-Verlagsgesellschaft 2004. ISBN: 3-8257-0357-6.



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Ernst Bloch gehört zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts, der zahlreiche Debatten über alle Fachgrenzen hinweg bis heute wesentlich geprägt hat. Im Zentrum seiner Philosophie, die ebenso von Marxismus und Aufklärung wie von traditionellen jüdisch-christlichen Vorstellungen geprägt wurde, stehen immer der Mensch und die vom Prinzip Hoffnung bestimmte Utopie einer humaneren Gesellschaft.
Diese definitive Biographie zeichnet die Lebens- und Werkstationen Blochs nach: vom hochbegabten jungen Philosophen zum brillanten politischen Essayisten, vom antifaschistischen Emigranten zum geehrten Professor in Leipzig und Tübingen, vom philosophischen Einzelgänger zu einem der Väter der Studentenbewegung. Ausführlich werden die Beziehungen wie die Konflikte zwischen Bloch und anderen Denkern – Adorno, Benjamin, Kracauer u.a. – vor dem Hintergrund der Zeitgeschichte beleuchtet.
Die enge Verknüpfung von Blochs Leben und Werk macht den Band nicht nur zu einer Lebensbeschreibung im üblichen Sinn, sondern auch zu einer Geistesgeschichte des vergangenen Jahrhunderts. Persönliche Gespräche des Autors mit Blochs Familienangehörigen sowie eine erneute Auswertung des umfangreichen Briefwechsels und anderer Quellen erheben das Buch in den Rang eines Standardwerkes, an dem sich die künftige Bloch-Forschung orientieren wird.
"Die Weltkultur ist für Ernst Bloch der 'Stoff der Hoffnung', und er interpretiert ihn mit sichtlichem Vergnügen so, als schriebe er die Partitur für ein Orchester, das alle Genies der Erde vereint." (Emmanuel Lévinas)

Zum Autor
Arno Münster, geboren 1942, studierte Philosophie und Romanistik und habilitierte 1982 mit einer Arbeit über das Frühwerk von Ernst Bloch. Seit 1994 lehrt Münster deutsche Philosophiegeschichte an der Universität Amiens. Zahlreiche Veröffentlichungen zum deutschen Idealismus, zur Kritischen Theorie (Benjamin, Habermas) und zu Ernst Bloch.

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Jürgen Mittelstraß u.a. (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie, 4 Bände. Mit rund 4.000 Sach- und Personenartikeln. Sonderausgabe. Metzler-Verlag 2004. ISBN: 3-476-02012-6.

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Philosophie in 4.000 Artikeln! Was versteht man unter einem Apeiron? Welchen Vorgang beschreibt das Minimalgesetz? Welche bahnbrechenden Erkenntnisse stammen von Leonardo da Vinci, welche von Kant? Wie wird Situationslogik definiert? Das größte allgemeine philosophische Lexikon in deutscher Sprache breitet das ganze Wissen der Philosophie aus – fundiert und detailliert.
Philosophie am Puls der Zeit. Die wichtigsten Strömungen der modernen Philosophie fokussieren sich besonders auf Logik und Wissenschaftstheorie. Die Beiträge reichen deshalb von der klassischen Philosophie über die Erkenntnistheorie, die Theorie der Wissenschaftssprache bis zur Wissenschaftsgeschichte. Weitere thematische Schwerpunkte: Begriffe und Personen aus Physik, Mathematik, Astronomie und Biologie.
Nach alphabetischer Reihenfolge sortiert, enthält die Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie Sach- und Personenartikel, jeweils mit umfassender Bibliographie, vollständigem Werkverzeichnis und ausführlichen Hinweisen auf vertiefende Sekundärliteratur. Anschaulichkeit ist oberstes Gebot der Autoren. Viele Illustrationen und Grafiken erleichtern das Verständnis komplexer Zusammenhänge. "Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie" – das Jahrhundertwerk von internationalem Rang.

R
ezensionen
"Jürgen Mittelstraß und seine vierzig Autoren haben ohne Zweifel eine imponierende Gemeinschaftsleistung erbracht, die auf diesem Gebiet, jedenfalls im deutschsprachigen Raum, quantitativ wie qualitativ nichts Gleichwertiges zur Seite hat." (Hessischer Rundfunk)
"Jürgen Mittelstraß präsentiert den gewerbsmäßigen Denkern und einem Publikum, dem nicht nur an den Wissenschaften, sondern auch an deren Grundlagen gelegen ist, ein erstklassiges Instrument." (FAZ)
"Eine organisatorische und intellektuelle Glanzleistung internationalen Rangs" (NZZ)
"In ihren zumeist erfreulich knapp gefassten Artikeln verbindet die Enzyklopädie auf bemerkenswerte Weise Gründlichkeit mit Handlichkeit und hält sich durchweg an das Versprechen, im Sinne der Wissenschaftstheorie Brücken zwischen Philosophie und Wissenschaften zu schlagen." (DIE WELT)

Zum Autor
Jürgen Mittelstraß ist Professor der Philosophie und Direktor des Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität Konstanz.

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Matthias Kettner (Hrsg.): Biomedizin und Menschenwürde. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12268-1.



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Immer deutlicher tritt in der Debatte um die Möglichkeiten und Risiken der Biomedizin der Begriff der Menschenwürde in den Vordergrund. Der allerdings ist alles andere als klar bestimmt. Welche Lebensschutz- und sonstigen Normen moralischer und rechtlicher Art können wir, welche müssen wir mit dem Anspruch, Träger von Menschenwürde zu sein, verbinden? Wo liegen die Fallstricke des moralischen Statusdenkens, wenn über die Regulierung der Stammzellforschung, der Fortpflanzungsmedizin, der embryonenverbrauchenden Forschung nachgedacht wird? Welche Aspekte der Menschenwürde sind abwägungsoffen, welche entziehen sich der Abwägung im Konfliktfall? Sind gestufte Formen der Anerkennung von Menschenwürde denkbar, und mit welchen Folgen für die humane Lebensform? In "Biomedizin und Menschenwürde" suchen Juristen, Mediziner und Philosophen, darunter viele Mitglieder der "Enquete-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin'" des Deutschen Bundestages, eine Verständigung über die Grenzen der Menschenwürde aus verfassungsrechtlicher, medizinischer und philosophischer Sicht.
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Februar 2004

Francis Fukuyama: Das Ende des Menschen. Deutscher Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-423-34070-3.



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Vielleicht können wir bald alle über 100 Jahre alt werden und unsere Nachkommen genetisch manipuliert werden. Mit welchen Folgen? Bestsellerautor Francis Fukuyama warnt eindringlich vor den Auswirkungen der Biotechnologien auf unsere demokratische Gesellschaft.

Aldous Huxley hatte recht. In seinem Roman 'Schöne neue Welt' entwarf er die Vision von einer Gesellschaft, in der alle zufrieden gestellt sind – um den Preis, dass Menschlichkeit verloren ist.
Die Menschheit steht an einem Scheideweg. Immer mehr Menschen wünschen sich schon jetzt, ihre Intelligenz, das Gedächtnis, ihre emotionale Empfindungsfähigkeit und Sexualität zu stärken. Noch wählen sie nicht die Gentechnik, sondern nehmen Psychopharmaka, Drogen, um sich den Wunsch nach einem sorgen- und angstfreien Leben zu erfüllen. Fukuyamas These ist, dass sich eine Mehrheit der Menschen mittels Gentechnik perfektionieren möchte. Dies wirft dramatische Fragen nach der politischen Ordnung zukünftiger Gesellschaften auf. Fukuyama warnt eindringlich davor, Menschen bedenkenlos gentechnisch zu designen, und mahnt die politisch Handelnden zur Umkehr.

Zum Autor
Francis Fukuyama, geboren 1952 in Chicago, gehört zu den herausragenden geschichtsphilosophischen Denkern unserer Zeit. Sein Buch über das "Ende der Geschichte" fand weltweit breites Echo. Fukuyama lehrt Politische Ökonomie an der Johns Hopkins Universität in Baltimore.
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Arsenij Gulyga: Immanuel Kant. Aus dem Russischen und mit einem Nachwort von Sigrun Bielfeldt. Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-518-45568-0.



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Immanuel Kant hat keine andere Biographie als die Geschichte seiner Lehre. Sein ganzes Leben verbrachte er in einer einzigen Stadt: Königsberg. Er war nicht verheiratet, kannte keine Erschütterung in der Liebe und im Alltag. Er suchte nicht Ruhm, nicht Macht. Und dennoch ist die moderne, aufgeklärte Geistesgeschichte ohne sein Wirken nicht denkbar.
Kants Lehre kennen zu lernen ist eine Erziehung zu selbständigem Denken. Für Kant steht das Problem des Menschen an erster Stelle. Er sann über die Gesetze des Seins und Bewusstseins ausschließlich zu einem Zweck nach: dass der Mensch menschlicher werde, er besser lebe. Gulygas Immanuel Kant ist eine meisterhafte Biografie und ein Standardwerk der Kant-Forschung. "Die bedeutendste Kant-Biographie des 20. Jahrhunderts." (Dieter Henrich).

Rezension:

Die Sterne vom Himmel holen (Christine Pries, Frankfurter Rundschau, 26.11.2003)

Zum Autor
Arsenij Gulyga, geboren 1921, war Professor des Instituts für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der UdSSR und Mitglied des Schriftstellerverbands. Unter seiner Redaktion erschienen die Werke Kants, Hegels und Goethes in russischer Sprache.
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Wilhelm Weischedel (Hrsg.)/Immanuel Kant: Drei Kritiken. Kritik der reinen Vernunft 1; Kritik der reinen Vernunft 2; Kritik der praktischen Vernunft; Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Suhrkamp-Verlag 2004 (Sonderausgabe, Nachdruck). ISBN: 3-518-09327-4.

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Die "Kritik der reinen Vernunft" (1781) markiert die kopernikanische Wende in der Geschichte aller methodischen Ansätze zur theoretischen Grundlegung verbindlicher Erkenntnis. Nicht die Eigenschaften der Dinge, sondern die a priori (vor aller Erfahrung) gegebenen reinen Formen der Anschauung (Raum und Zeit) und die reinen Verstandesbegriffe (Kategorien) konstituieren die Einheit der Gegenstände im Bewusstsein.
In der "Kritik der praktischen Vernunft" (1788) begründet Kant seinen wohl bekanntesten Lehrsatz, den Kategorischen Imperativ: "Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."
Mit der "Kritik der Urteilskraft" (1790) bringt Kant seine kritischen Untersuchungen zu den Möglichkeiten und Grenzen der reinen Erkenntnisvermögen a priori zum Abschluss. Unsere reinen Geschmacksurteile basieren nicht auf Reiz und Rührung und stellen auch keine objektiven Erkenntnisurteile dar. Die reflektierende Urteilskraft beurteilt in ihrem ästhetischen und logischen Gebrauch die Formen der Natur nach dem apriorischen Prinzip ihrer Zweckmäßigkeit für unsere Erkenntniskräfte (Einbildungskraft und Verstand).
Die "Metaphysik der Sitten" (2. Auflage von 1795) "soll die Idee und die Prinzipien eines möglichen reinen Willens untersuchen und nicht die Handlungen und Bedingungen des menschlichen Wollens überhaupt, welche größtenteils aus der Psychologie geschöpft werden." (aus der Vorrede)

Zum Autor
Immanuel Kant (1724-1804) ist hauptsächlich durch seine erkenntnistheoretischen philosophischen Werke wie z.B. "Kritik der reinen Vernunft" (1781) bekannt geworden und gilt als Begründer der klassischen deutschen Philosophie. Die naturwissenschaftlichen Arbeiten Kants entstanden vorwiegend in seiner frühen Schaffensperiode. Seine bedeutendste Leistung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ist die Kosmogonie, die 1755 zum ersten Mal erschien.

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Wilhelm Weischedel (Hrsg.)/Immanuel Kant: Denken mit Kant. Ein philosophisches Lesebuch. Insel-Verlag 2004. ISBN: 3-458-34691-0.



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Anlässlich des 200. Todestages von Immanuel Kant liegt nun eine Neuausgabe des philosophischen Lesebuchs von Wilhelm Weischedel vor, die sich die Vermittlung von Philosophie und aktuellen Fragen des Lebens zum Vorbild nimmt. Der Denker und Diskutant Kant wird interessierten Lesern – über den Kreis der Fachgelehrten hinaus – in fasslicher Form vorgestellt. Wilhelm Weischedel hat eine repräsentative und lesbare Auswahl getroffen, die Themengebiete von "Metaphysik" bis "Frauenzimmer", von "Sittengesetz" bis "Lachen und Weinen" umfasst. Im Mittelpunkt der Sammlung steht der Mensch als erkennendes, sittliches, ästhetisches, politisches, transzendierendes, geschichtliches und physisches Wesen. Diese Themenvielfalt lädt zu einem intellektuellen Abenteuer ein, das ganz im Sinne von Kants berühmtestem Ausspruch liegt: "Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"

Zum Autor
Immanuel Kant (1724-1804) ist hauptsächlich durch seine erkenntnistheoretischen philosophischen Werke wie z.B. "Kritik der reinen Vernunft" (1781) bekannt geworden und gilt als Begründer der klassischen deutschen Philosophie. Die naturwissenschaftlichen Arbeiten Kants entstanden vorwiegend in seiner frühen Schaffensperiode. Seine bedeutendste Leistung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ist die Kosmogonie, die 1755 zum ersten Mal erschien.

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Elisabeth Young-Bruehl: Hannah Arendt. Leben, Werk und Zeit. Fischer-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-596-16010-3.

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Elisabeth Young-Bruehl hat eine viel gerühmte Biografie vorgelegt, die sicherlich noch mehr ist: Eine Darstellung von Leben, Werk und Zeit der großen politischen Philosophin, fußend auf bester Kenntnis des Nachlasses von Hannah Arendt.

Zur Autorin
Elisabeth Young-Bruehl hat eine viel gerühmte Biografie vorgelegt, die sicherlich noch mehr ist: Eine Darstellung von Leben, Werk und Zeit der großen politischen Philosophin, fußend auf bester Kenntnis des Nachlasses von Hannah Arendt.

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Martin L. Hofmann/Tobias F. Korta/Sibylle Niekisch (Hrsg.): Culture Club. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29268-4.

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"Kultur" ist zur Zauberformel unserer Gegenwart geworden. Von Popkultur über Unternehmenskultur bis zur Kultur des Krieges hat sich der Begriff in die verschiedensten gesellschaftlichen Zusammenhänge eingeschlichen. Für ein genaueres Verständnis der Bedeutung des Kulturbegriffs ist allerdings eine Kenntnis seiner pluralen Traditionslinien von entscheidender Bedeutung. Der vorliegende Band bietet eine Orientierung durch einen Überblick in das Werk und Denken zentraler Kulturtheoretiker von Freud, Simmel und Cassirer bis hin zu Luhmann, Bourdieu, Butler und Latour.

Zu den HerausgeberInnen
Martin Ludwig Hofmann ist Soziologe und Journalist, Tobias E. Korta Soziologe und Verwaltungsbeamter.
Sibylle Niekisch, geboren 1973, studierte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. Soziologie und Ethnologie. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Medientheorie, Populärkultur, Kultursoziologie, Ethnologie und Cultural Studies.

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Januar 2004

Jacques Derrida: Marx & Sons. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29260-9.



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In seinem Buch "Marx & Sons", das hier erstmalig in deutscher Übersetzung vorgelegt wird, nimmt Derrida die vehementen Debatten, die sein Buch "Marx’ Gespenster" ausgelöst hat, auf und nutzt seine Replik zu einer radikalen Auseinandersetzung mit der historischen Bedeutung des Marxismus. Dabei steht die Frage des Erbes und der Erbschaft im Mittelpunkt der Überlegungen.
"
Wie kann man auf das Erbe antworten", fragt Derrida, "wie kann man sich für ein Erbe verantwortlich fühlen, wenn diese Erbschaft widersprüchliche Anweisungen gibt?" Was ist die Erbschaft des Marxismus? Und welche Bedeutung kann sie heute haben? Wie steht es innerhalb des Marx'schen Erbes mit der Philosophie als Ontologie? Haben wir von Marx oder bekommen wir von ihm noch eine politische Philosophie? Und eine politische Philosophie als Ontologie?

Zum Autor
Jacques Derrida, 1930 in El-Biar/Algerien geboren, ist Professor emeritus für Philosophiegeschichte an der École des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. In deutscher Übersetzung erschienen u.a.: "Grammatologie" (1983/2000/2003), "Gesetzeskraft" (1991/1996), "Jacques Derrida. Ein Porträt" (1994/2001, zusammen mit Geoffrey Bennington), "Politik der Freundschaft" (2000/2002), "Die unbedingte Universität" (2001), "Seelenstände der Psychoanalyse" (2002), "Marx' Gespenster" (2004).
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Jacques Derrida: Marx' Gespenster. Der Staat der Schuld, die Trauerarbeit und die neue Internationale. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29259-5.

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Jacques Derridas Auseinandersetzung mit der Theorie von Marx und ihrem Erbe gehört zu den meistdiskutierten philosophischen Texten der letzten Jahre. Hier geht es um nichts Geringeres als um das Erbe des Marxismus, um Marx' Testament, um seine Vergangenheit und seine Gegenwart. "Marx’ Gespenster" eröffnet eine neue Perspektive auf die Philosophie von Marx. "Ein Gespenst geht um in Europa", so könnte man beginnen und zugleich seine gespenstische Gegenwart konstatieren. "Es gilt, auf magische Weise ein Gespenst auszutreiben, die mögliche Rückkehr einer Macht zu bannen, die für böse an sich gehalten wird und deren dämonische Drohung fortfährt, das Jahrhundert heimzusuchen."

Zum Autor
Jacques Derrida, 1930 in El-Biar/Algerien geboren, ist Professor emeritus für Philosophiegeschichte an der École des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. In deutscher Übersetzung erschienen u.a.: "Grammatologie" (1983/2000/2003), "Gesetzeskraft" (1991/1996), "Jacques Derrida. Ein Porträt" (1994/2001, zusammen mit Geoffrey Bennington), "Politik der Freundschaft" (2000/2002), "Die unbedingte Universität" (2001), "Seelenstände der Psychoanalyse" (2002), "Marx and Sons" (2004).

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Martin Cohen: 99 philosophische Rätsel. Piper-Verlag 2004. ISBN: 3-492-23956-0.

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Schon bei den alten Griechen war es eine Art Sport, verblüffend einfache Fragen zu stellen, um sich dann wochenlang die Köpfe heiß zu reden. Mit 99 erstaunlichen Rätseln und Paradoxa entführt Sie Martin Cohen in die Welt der Philosophie. Und am Ende des Buches verrät er, wie frühere Philosophen die Rätsel gelöst haben – und sich immer wieder die Zähne ausbissen.


Das Problem des Protagoras
Euathlos wurde von Protagoras zum Anwalt ausgebildet. Man traf eine großzügige Vereinbarung, nach der Euathlos nicht für sein Studium bezahlen muss, bis und sofern er seinen ersten Fall gewinnt.
Zum Ärger von Protagoras, der viel Zeit für die Ausbildung seines Schülers aufgewendet hatte, entscheidet dieser sich jedoch, Musiker zu werden und die Robe an den Nagel zu hängen. Protagoras verlangt daraufhin, dass Euathlos ihn für seine Ausbildung bezahlt. Euathlos aber weigert sich, und so geht Protagoras vor Gericht.
So wie Protagoras die Dinge sieht, muss Euathlos, wenn er den Prozess verliert, seine Schulden an ihn zurückzahlen. Aber auch wenn Euathlos gewinnt, muss er bezahlen, da er ja dann seinen ersten Prozess gewonnen hat.
Euathlos sieht die Sache etwas anders. Wenn ich verliere, so denkt er, habe ich meinen ersten Prozess verloren und muss, wie der Vertrag es vorsieht, keinen Pfennig bezahlen ...


Zum Autor
Martin Cohen ist Herausgeber der Zeitschrift "The Philosopher". Er unterrichtet Philosophie am College of St. Mark and St. John der Universität Plymouth in England.
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Stand: 20. Mai 2005
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