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Dezember
2004 |
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Heinrich Niehues-Pröbsting: Die antike Philosophie.
Literatur, Schulen, Lebensweisen. Europäische Geschichte.
Fischer-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-596-60106-1. |
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Niehues-Pröbsting präsentiert anschaulich den Formenreichtum
antiker Philosophie in Literatur, Schulen und Lebensweisen sowie
ihre Bedeutung für die europäische Kultur. Damit setzt er sich von
der immer noch vorherrschenden Reduzierung antiken Denkens auf
Begriffe, Theorien und Systeme ab.
Verlagsinformation |
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Bertrand Russell: Philosophie des
Abendlandes.
Ihr Zusammenhang mit der politischen und der sozialen Entwicklung.
Piper-Verlag 2004. ISBN: 3-492-24208-1. |
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Dieser Klassiker der Philosophiegeschichte ist bis heute nicht
übertroffen worden. Niemals trocken, sondern immer im Zusammenhang
mit den gesellschaftlichen und politischen Hintergründen erzählt
Bertrand Russell die Geschichte der abendländischen Philosophie:
von den Vorsokratikern und der mittelalterlichen Scholastik, der
Philosophie der Neuzeit und von den großen Denkern des 19. und 20.
Jahrhunderts.
Verlagsinformation
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Karl Marx/Friedrich Engels:
Studienausgabe in 5 Bänden.
Bd.2 Politische Ökonomie. Herausgegeben von Iring Fetscher. Aufbau-Taschenbuch-Verlag
2004.
ISBN: 3-7466-8126-X. |
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Auszüge aus Marx' "Ökonomisch-philosophischen Manuskripten", den
"Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie", das berühmte
erste Buch des "Kapital", Engels: "Umrisse zu einer Kritik der
Nationalökonomie" u.a.
Verlagsinformation |
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Aleida Assmann/Ulrich Gaier/Gisela
Trommsdorff (Hrsg.): Positionen der Kulturanthropologie.
Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29324-9. |
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Anders
als die klassische Anthropologie geht es der noch jungen Disziplin
der Kulturanthropologie nicht um den Menschen im allgemeinen und
sein unabhängig von historischen und kulturellen Prägungen
konstituiertes "Wesen", sondern um die unterschiedlichen
Menschenbilder, die sich im Verlauf der Diskursgeschichte
herausgebildet haben. Im Vordergrund stehen dabei die materiellen,
ideellen und medialen Grundlagen ihrer Entstehung, ihre Wirkung
und ihre mitunter gewaltsame Durchsetzung. Darüber hinaus
interessiert sich diese literarisch informierte und
kulturwissenschaftlich interessierte Anthropologie auch für die
Körpergeschichte, d. h. für die physischen und psychischen
Voraussetzungen des Menschen, die den verschiedenen kulturellen
Forderungen und Formungen immer wieder Grenzen setzen. Aus dieser
doppelten Perspektive widmen sich die Aufsätze dieses
interdisziplinär angelegten Bandes dem Zusammenhang zwischen
"Literatur" und "Anthropologie". Als Leitmotiv fungiert dabei die
Frage, wie sich das Studium der Literatur für die Grundfrage nach
dem Menschen in seinen historischen und kulturellen Bedingungen
fruchtbar machen lässt.
Verlagsinformation |
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ZDF-Nachtstudio (Hrsg.):
Tugenden und Laster. Gradmesser der Menschlichkeit.
Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-45649-0. |
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Respekt und Missachtung, Wollust und Askese, Mut und Feigheit,
Bescheidenheit und Habgier: Tugenden und Laster sind die
normativen Grundlagen, entlang derer Gemeinschaften ihr Selbstbild
entwerfen und das Verhalten ihrer Mitglieder sanktionieren. Sie
wurden erstmals in der Antike entworfen und später durch das
kirchliche Dogma kanonisch. Sowenig der Verbindlichkeit dieses
Kanons noch zu trauen ist, sosehr vermag die Diskussion seiner
Bausteine doch Auskunft über die kulturelle und soziale
Befindlichkeit unseres Gemeinwesens zu geben.
Das ZDF-Nachtstudio will die Diskussion an Beispielen aufgreifen:
In vier Sendungen sollen je vier Gäste ein komplementäres
Begriffspaar diskutieren, das heute besondere Relevanz verspricht.
Dem Sendekonzept entspricht das Konstruktionsprinzip des Buchs –
vier Kapitel versammeln Texte der 16 Studiogäste: Christoph Menke, Feridun Zaimoglu, Claudia Schmölders und Bischöfin Margot Käßmann;
Rainer Langhans, Ursula Pia Jauch, Janwillem van de Wetering und
Lilo Wanders; Wolfgang Heuer, Wulf Schiefenhövel, Günter Wallraff
und Viola Roggenkamp; Micha Brumlik, Dieter Thomä, Jean Ziegler
und Christoph Keese.
Verlagsinformation |
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Erdmut Wizisla: Benjamin und
Brecht.
Die Geschichte einer Freundschaft. Mit einer Chronik und den
Gesprächsprotokollen des Zeitschriftenprojekts 'Krise und Kritik'.
Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-39954-3. |
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Die
Freundschaft zwischen Walter Benjamin und Bertolt Brecht gehört zu
den ästhetisch und politisch folgenreichen des 20. Jahrhunderts.
Hannah Arendt nannte die Freundschaft "einzigartig", "weil in ihr
der größte lebende deutsche Dichter mit dem bedeutendsten Kritiker
der Zeit zusammentraf". Andere Freunde teilten dieses Urteil
nicht. Ihr Argwohn hat zu Fehldeutungen geführt, die sich bis
heute halten.
Das Buch sichert die Spuren der Begegnung und räumt dabei
Vorurteile aus dem Weg. Zahlreiche unveröffentlichte Dokumente
ermöglichen neue Wertungen. Erstmals analysiert werden die
Gesprächsprotokolle des Zeitschriftenplans "Krise und Kritik"
(1930/31), die dem Band als Faksimile beigegeben sind.
Anhand von Briefen, Tagebuchaufzeichnungen und Notizen werden die
Themen der Zusammenarbeit aufbereitet. Eigene Kapitel widmen sich
sowohl Benjamins Arbeiten über Brecht als auch Brechts Äußerungen
über Benjamin.
Verlagsinformation |
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November
2004 |
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Rüdiger Safranski: Wieviel Globalisierung verträgt der Mensch?
Fischer-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-596-16384-6. |
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Zum
Buch
Das Denken selbst gerät in eine Globalisierungsfalle: Wie
beherrscht man das Globale, fragen die einen, und wie rettet man
es, fragen die anderen. Rüdiger Safranski ermutigt, Freiräume für
Gleichgewicht und Handlungsfähigkeit zu schaffen, denn
Globalisierung lässt sich nur gestalten, wenn darüber nicht die
andere große Aufgabe versäumt wird: das Individuum, also sich
selbst zu gestalten.
Zum Autor
Rüdiger Safranski, geboren 1945, Philosoph und Schriftsteller,
lebt in Berlin. Er veröffentlichte Biographien über E. T. A.
Hoffmann,
Schopenhauer (2001) und Heidegger sowie den großen
philosophischen Essay "Wie
viel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und Lebbare"
(1990). In der Reihe "Philosophiejetzt!" ist von ihm der Band über
Schopenhauer (1998) erschienen.
Verlagsinformation
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Hans J.
Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie.
Fischer-Taschenbuch-Verlag 2004 (Überarbeitete Neuausgabe). ISBN:
3-596-50832-0. |
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Hans
Joachim Störigs "Kleine Weltgeschichte der Philosophie" macht mit
der Philosophiegeschichte von ihren Anfängen bis in die Gegenwart
vertraut. Der Weg führt von der altindischen und altchinesischen
wie der griechischen Philosophie über Mittelalter, Renaissance und
Aufklärung bis ins 20. Jahrhundert. Das umfassende und
kenntnisreiche Werk hat sich seit Jahrzehnten als ein- und
weiterführender Überblick bewährt – ein Erfolg, der nicht zuletzt
auf der klaren und verständlichen Darstellung beruht. Diese
populäre Einführung liegt hier in einer vom Autor aktualisierten
und überarbeiteten Neuausgabe vor.
Verlagsinformation |
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Oktober 2004 |
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Reiner Ruffing: Einführung in die Geschichte der Philosophie.
UTB Uni-Taschenbücher-Verlag 2004. ISBN: 3-8252-2622-0. |
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Diese
einführende Geschichte der Philosophie wendet sich an Studenten
und andere Leser ohne besondere Vorkenntnisse. Sie stellt die
großen Epochen von der Antike bis zur Gegenwart vor, bietet aber
auch einzelne Abschnitte, die in das Leben, das Werk und den
historischen Kontext der großen Philosophen einführen. Insofern
ist der Band auch als Lexikon zu benutzen. Alle Begriffe,
Fachtermini und philosophischen Probleme werden genau erläutert,
knappe Zusammenfassungen, Abbildungen und Übersichten erleichtern
die Lektüre, ein Glossar rundet diesen grundlegenden Band ab.
Verlagsinformation |
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Holm
Tetens: Philosophisches Argumentieren. Eine Einführung.
C.H. Beck-Verlag 2004. ISBN: 3-406-51114-7. |
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Zum
Buch
Holm Tetens
legt ein Buch vor, das in die Eigenheiten philosophischen
Argumentierens ganz von den inhaltlichen Themen und Problemen der
Philosophie her einführt. Dabei kommt die formale Logik durchaus
zu ihrem Recht, indem zu Anfang ihre Prinzipien und die Technik
ihrer Anwendung vorgestellt werden. Ansonsten ist das Buch aber so
untechnisch geschrieben, dass man ihm auch ohne tiefere
Logikkenntnisse gut folgen kann. Für jeden, der sich für die
Philosophie interessiert, sei er Anfänger, Laie oder bereits gut
mit ihr vertraut, hält dieses Buch eine Fülle an Informationen und
provokanten Denkanregungen bereit.
Zum Autor
Holm Tetens ist Professor für Philosophie an der Freien
Universität Berlin.
Verlagsinformation |
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Rüdiger
Safranski: Friedrich Schiller
oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus. Biographie.
Hanser-Verlag 2004. ISBN: 3-446-20548-9. |
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Zum
Buch
Jugendliches Genie, Revolutionär, Dichter. Rüdiger Safranski
entstaubt in seiner Schiller-Biographie eine der schwungvollsten
Gestalten unserer Literatur. Friedrich Schiller läutete mit seinem
Enthusiasmus die Epoche der deutschen Geistesgeschichte ein, die
man später den "Deutschen Idealismus" genannt hat. Mit diesem
großen Buch über Schillers Leben und Denken könnte seine
Renaissance beginnen.
Zum Autor
Rüdiger Safranski, geboren 1945, Philosoph und Schriftsteller,
lebt in Berlin. Er veröffentlichte Biographien über E. T. A.
Hoffmann,
Schopenhauer (2001) und Heidegger sowie den großen
philosophischen Essay "Wie
viel Wahrheit braucht der Mensch? Über das Denkbare und Lebbare"
(1990). In der Reihe "Philosophiejetzt!" ist von ihm der Band über
Schopenhauer (1998) erschienen.
Verlagsinformation
Leseprobe |
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Umberto Eco (Hrsg.): Die
Geschichte der Schönheit. Hanser-Verlag 2004. ISBN:
3-446-20478-4. |
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Zum Buch
Was ist Schönheit? Umberto Eco erzählt in seinem großen, reich
illustrierten Buch, dass Schönheit nie etwas Absolutes und
Unveränderliches ist, sondern je nach Zeiten und Kulturen ganz
verschiedene Gesichter hat. Von der Antike bis zu den abstrakten
Formen der Gegenwartskunst, von Licht und Farbe im Mittelalter bis
zur Malerei der Romantik: ein umfassendes Kompendium über die
Kunst der Welt.
Zum Autor
Umberto Eco wurde 1932
in Alessandria geboren und lebt heute in Mailand. Er studierte
Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität
Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und
war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in
Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er
Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen
den Premio Strega (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der
Pariser Sorbonne ernannt. Er verfasste zahlreiche Schriften zur
Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht
zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane "Der Name der
Rose" und "Das Foucaultsche Pendel" sind Welterfolge geworden.
Verlagsinformation |
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September
2004 |
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Robert Zimmer: Das Philosophenportal. Ein Schlüssel zu
klassischen Werken. Deutscher Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN:
3-423-34118-1. |
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Schwere
Bücher leicht verpackt, oder: Was Sie schon immer über den
Kategorischen Imperativ wissen wollten
Sie haben Geschichte gemacht und sind in den Regalen der Welt
beheimatet – meist jedoch ungelesen: die Klassiker der Philosophie
wie etwa Kants "Kritik der Urteilskraft" oder Nietzsches "Also
sprach Zarathustra".
Der studierte Philosoph Robert Zimmer hat sich der
schwergewichtigen Bücher angenommen und sie bekömmlich
aufbereitet. In einer Art Kurzbesichtigung führt er den Leser in
die Räume von 16 zentralen Werken der Philosophiegeschichte,
angefangen bei Platons "Staat" bis hin zu John Rawls' "Theorie der
Gerechtigkeit". Dabei stellt er die Kerngedanken einer jeden
Schrift vor, beschreibt ihren Entstehungsrahmen und macht die
Verknüpfung mit Leben und Denken des Autors deutlich. Eine ebenso
unterhaltsame wie informative philosophische Bildungsreise!
Verlagsinformation |
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John Rawls: Geschichte der Moralphilosophie. Hume, Leibniz,
Kant, Hegel. Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN:
3-518-29326-5. |
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Zum
Buch
John Rawls
ist fraglos der bedeutendste US-amerikanische Philosoph im Bereich
der politischen Philosophie und der Moralphilosophie. Seine
"Theorie der Gerechtigkeit" gehört zu den großen und höchst
einflussreichen philosophischen Büchern der Gegenwart.
Endlich liegt nun das Manuskript, das als Mitschrift unter der
Hand zirkulierte und einen fast mythischen Ruf hatte, als Buch
vor: Rawls' Geschichte der Moralphilosophie vereinigt seine
Vorlesungen an der Harvard University, durch deren Schule eine
ganze Generation amerikanischer wie kontinentaler Philosophen
gegangen ist, und verbindet eine Relektüre der Klassiker der
Moralphilosophie mit einer Neubestimmung der Moralphilosophie als
solcher.
In Rawls' subtilen wie aufregenden Interpretationen kanonischer
Texte von Hume, Leibniz, Kant und Hegel profilieren sich sowohl
eine Geschichte der Moralphilosophie als auch eine Perspektive auf
aktuelle Fragen und Probleme. Seine überraschenden und präzisen
Deutungen der zentralen Texte der moralphilosophischen Tradition
erweisen in brillanter Weise die Aktualität der Klassiker und sind
zudem luzide Beispiele einer seltenen Tugend: Tradition und
Aktualität, subtile Rekonstruktion der jeweiligen
Theoriearchitektur und die systematische Bedeutung des einzelnen
Textes aufeinander zu beziehen und wechselseitig zu erhellen.
Zum Autor
John
Rawls (1921-2002) war Professor für Philosophie an der Harvard
University.
Verlagsinformation |
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Karl R.
Popper: Alle Menschen sind Philosophen. Herausgegeben von
Heide Bohnet und Klaus Stadler. Piper-Verlag 2004. ISBN:
3-492-24189-1. |
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Zum
Buch
Popper lesen
heißt, die Welt besser zu verstehen:
Einer der großen Philosophen unserer Zeit, Karl R. Popper, wäre in
diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Dieses Lesebuch macht mit
zentralen Texten Poppers die Hauptlinien seines Denkens
verstehbar.
Der aus Wien
stammende Philosoph Karl Raimund Popper war einer der
einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts. Am 28. Juli 2002
wäre er 100 Jahre alt geworden. Er hat vor allem die
Wissenschaftstheorie, die Diskussion um das Leib-Seele-Problem und
das politische Denken maßgeblich beeinflusst und dazu zahlreiche
berühmte Bücher verfasst. Der vorliegende Band enthält zentrale
Texte aus seinen im Piper Verlag erschienenen Werken. Sie führen
in sein Denken ein und zeigen besonders deutlich, wie klar er
schwierige Fragen analysieren und wie allgemeinverständlich er
schreiben konnte. Popper lesen heißt, die Welt besser zu
verstehen. Ob er sich zur Philosophie allgemein, zum Bewusstsein,
zu den Ursprüngen von Wissen und Nichtwissen oder zur Demokratie
und zum Frieden äußert – immer besticht Karl Popper durch die
Klarheit seines Denkens und seine sokratische Bescheidenheit.
Zum Autor
Karl
R. Popper, geboren am
28. Juli 1902 in Wien, gestorben am 17. September 1994 bei London.
Er emigrierte 1937 nach Neuseeland, wo er am University College in
Christchurch lehrte. Von 1946 bis 1969 war er Professor an der
London School of Economics. 1965 wurde er von Königin Elizabeth
II. geadelt. Zahlreiche Veröffentlichungen.
Verlagsinformation |
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Joachim Beerhorst/Alex Demirovic/Michael Guggemos (Hrsg.):
Kritische Theorie im gesellschaftlichen Strukturwandel.
Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12382-3. |
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Zum
Buch
Die
Probleme der gegenwärtigen Gesellschaft sind so zahlreich wie die
Diagnosen ihrer Ursachen: Postfordismus, europäische Integration,
Sozialstaatlichkeit sind nur einige der Themen, die von
zahlreichen Gesellschaftstheorien auf je eigene Weise erklärt
werden. Doch nur die kritische Gesellschaftstheorie hat ihrem
Anspruch nach den Gesamtprozess der gesellschaftlichen Formation
vor Augen. Der vorliegende Band versucht aus dieser Perspektive
viele Veränderungen im kleinen zusammen mit größeren Tendenzen auf
den verschiedenen Niveaus der Gesellschaft so zu verbinden, dass
ein Verständnis des inneren und widersprüchlichen Zusammenhangs
der Phänomene, Erfahrungen und Entwicklungen entsteht.
Zu einem der Herausgeber
Alex Demirovic, geboren 1952, ist Privatdozent für
Politikwissenschaft an der Universität Frankfurt/M.; 1990 bis 1998
Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung; vertritt zur Zeit die
Professur für allgemeine und politische Soziologie an der
Bergischen Universität Wuppertal.
Verlagsinformation |
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Jochen
Hörisch: Eine Geschichte der Medien. Von der Oblate bis zur
CD-ROM. Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-518-45629-6. |
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Zum
Buch
Dieses Standardwerk lässt die wichtigsten Stadien der
Mediengeschichte von den Anfängen bis zum Internet Revue
passieren. Es setzt mit dem Urknall an: Am Anfang war der Big
Bang, dessen Nachhall wir heute noch vernehmen. Heute aber
überlagern sich im Multimedia-Rauschen alte und neue Erfindungen,
senden durcheinander und sind auf der Suche nach ihrer
eigentlichen Funktion.
Die leitende These des Buches ist: Während die frühe Medienwelt im
Bann von Stimme und Schrift sinnzentriert ist, wendet sich die
neuere Medientechnik an die Sinne und sprengt das traditionelle
Primat der Bedeutungen und zentrischen Kommunikationsverhältnisse.
Audiovisuelle Hybridmedien wie der Computer, der am Internet
hängt, bringen beide Stränge von Sinn und Sinnen zusammen und
verstricken uns in ein Netz, das die Subjekte, die User und Loser
zu Schnittstellen macht.
Zum Autor
Jochen Hörisch, geboren 1951 in Bad Oldesloe, lehrt Literatur- und
Medienwissenschaften an der Universität Mannheim.
Verlagsinformation |
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August 2004 |
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Pierre Bourdieu: Meditationen. Zur Kritik der
scholastischen Vernunft. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29295-1. |
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Zum
Buch
Der Anthropologe und Soziologe Pierre Bourdieu beschäftigt sich in
seinen Meditationen mit den Grundthemen des abendländischen
Denkens: der Vorstellung und den Wissenschaften vom Menschen sowie
den Voraussetzungen des künstlerischen Schaffens und der
philosophischen Reflexion. Im Durchgang durch die impliziten
Prämissen allen Denkens entfaltet Bourdieu eine negative
Philosophie, die die Ansprüche auf Wahrheit und die
Unterscheidungen zwischen Subjekt und Objekt – also zentrale
Kategorien abendländischer Philosophie – auf ihre
Geltungsvoraussetzungen befragt. Am Ende steht die These, die
Pascal in Worte gekleidet hat, dass "die wahre Philosophie über
die Philosophie spottet".
Zum Autor
Pierre Bourdieu war Professor für Soziologie am Collège de France
in Paris und Herausgeber der Zeitschrift "Actes de la recherche en
sciences sociales". Der Autor verstarb im Januar 2002.
Verlagsinformation |
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Peter Gente (Hrsg.): Foucault und die Künste.
Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-29267-6. |
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Zum
Buch
Foucaults Ausgangspunkt ist immer das Heute gewesen, insbesondere
in Hinsicht auf seine historischen Arbeiten, und dieses Heute war
immer bestimmt durch ästhetische Erfahrungen. Eben darin trifft er
sich mit Adorno, dessen "Ästhetische
Theorie" (1970/2002) für die Diskussion bestimmend war. Nach
Adornos Tod 1969 hat sich dieses Band zwischen ästhetischer
Erfahrung und theoretischer Arbeit mehr und mehr aufgelöst. Mit
Foucault und in der Perspektive seiner Arbeiten zur Kunst lässt es
sich neu und anders verknüpfen. Der Band, der die verschiedenen
Bereiche der Auseinandersetzung Foucaults mit den Künsten
erkundet, enthält Originalbeiträge u.a. von Daniel Defert, Thierry
de Duve, Wolfgang Ernst, Wilhelm Schmid und Ulrich Raulff.
"Die Philosophie nicht als Denken, sondern als Theater: wo auf
vielen Bühnen flüchtige, kurzlebige Szenen gespielt werden: wo die
Gebärden einander Zeichen geben, ohne einander zu sehen; wo unter
der Maske des Sokrates plötzlich das Lachen des Sophistes
erklingt; wo Spinozas Modi ein dezentriertes Rondo anführen,
während die Substanz sie wie ein irrer Planet umkreist." (Michael
Foucault)
Verlagsinformation |
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Elisabeth Bronfen: Liebestod und Femme fatale. Der
Austausch sozialer Energien zwischen Oper, Literatur und Film.
Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12229-0. |
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Zum
Buch
Wie kommt es, dass ausgerechnet Shakespeare, der dem
durchschnittlichen Kinogänger lediglich vom Namen her bekannt sein
dürfte, zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten
"Drehbuchautoren" der US-Filmindustrie werden konnte? Und dass –
weitgehend unbemerkt – die Anlage der "femme fatale" aus Wagners
"Tristan und Isolde" als Heldin des "film noir" in unserem
kulturellen Bildrepertoire in neuer Kleidung wieder auftaucht?
Elisabeth Bronfen betreibt ein originelles und spannendes "cross-mapping"
zwischen Theater, Oper und Film und leistet dabei ganz nebenbei
einen gewichtigen Beitrag zur Erforschung der durch diese Medien
freigesetzten und als ästhetisches Lusterlebnis nutzbar gemachten
psychischen Energien.
Zur Autorin
Elisabeth Bronfen, geboren 1958, ist Lehrstuhlinhaberin am
Englischen Seminar der Universität Zürich. Veröffentlichungen u.a.
"Nur über ihre Leiche. Tod, Weiblichkeit und Ästhetik" (1993),
"Heimweh. Illusionsspiele in Hollywood" (1999) und "Das verknotete
Subjekt. Hysterie in der Moderne" (1999).
Verlagsinformation |
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Juli 2004 |
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Götz Großklaus: Medien-Bilder. Inszenierung der
Sichtbarkeit. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12319-X. |
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Nach seinem viel
beachteten Buch "Medien-Zeit,
Medien-Raum" (2. Auflage 1997) widmet Götz Großklaus sein neues Buch in
Fortsetzung des Gedankengangs Bildern und Bildfolgen, in denen
sich medienspezifische Sichtbarkeiten herstellen.
Die mediale Bild-Inszenierung des Massen-Körpers im Fernsehen
exponiert den Körper als Schnittstelle des Biologischen und des
Politischen. Das mediale Bild traumatischer und auratischer Orte
thematisiert Brüche, Zäsuren und Schwellen im historischen Prozeß
und archiviert Szenen des Übergangs im externen kollektiven
Gedächtnis.
Die mediale Inszenierung von Sichtbarkeit (Körper, Raum,
Katastrophe, Natur, Zeit) ist somit immer mit der Thematisierung
von Gedächtnis und Erinnerung verbunden. Das trifft auch für den
persönlichsten Raum, den der fernen Kindheit, zu. In Bildarchiven
werden Zeit-Bilder aufbewahrt, Bilder der angehaltenen und der
verfließenden Zeit, des Augenblicks etc. Götz Großklaus
beschreitet mit seinem Medienprojekt immer wieder neue Areale der
Mediengeschichte und besticht durch seine assoziative Intelligenz.
Verlagsinformation |
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Juni 2004 |
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Brigitte Hellmann (Hrsg.): Der kleine
Taschenphilosoph. Ein Lesebuch für Nachdenkliche. Deutscher
Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-423-34099-1. |
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Zum
Buch
"Die wahre Medizin des Geistes ist die Philosophie." (Cicero)
Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen? Was soll ich tun? Was
ist der Mensch? Die Grundfragen des Philosophierens umfassen das
gesamte Spektrum des menschlichen Daseins.
Die in diesem Buch versammelten philosophischen, literarischen und
anderen Texte aus Ost und West kreisen um kleine Einzelaspekte und
große Zusammenhänge, um Denken, Fühlen, Handeln, Liebe, Leid,
Glück, Zufriedenheit, Sinnsuche, Moral, Gesellschaft, Glaube,
Hoffnung, Natur, Kosmos. Sie bieten Anregungen und Denkanstöße auf
der Suche nach Orientierung, nach Welt- und Selbstverständnis.
Die Texte von Platon, Buddha, Kant, Nietzsche, Khalil Gibran und
vielen anderen bieten Anregungen zum Nach-, Mit- und Weiterdenken.
"Philosophische Erkundungen stiften jeden, der ein bewusstes Leben
führen will, zu einer ganz eigentümlichen Bekanntschaft mit sich
selbst an. Man kann sich in seinem Tun und Lassen, in seinen
Perspektiven und Entscheidungen verstanden fühlen im großen
Horizont der philosophischen Tradition, die zwar die Probleme
nicht gelöst, aber eine Sprache für sie gefunden hat, der nichts
Menschliches fremd ist." (Rüdiger Safranski)
Zur Autorin
Brigitte Hellmann, geboren 1955, studierte Germanistik und
Geschichte, ist Verlagslektorin und Herausgeberin des Lesebuchs
"Lebendiges Mittelalter".
Verlagsinformation |
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Karl R. Popper: Alles Leben ist Problemlösen,
Jubiläums-Edition. Über Erkenntnis, Geschichte und Politik.
Piper-Verlag 2004. ISBN: 3-492-24122-0. |
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Zum
Buch
Karl Popper, einer der einflussreichsten Denker des 20.
Jahrhunderts, hat an diesem Buch bis zu seinem Tod gearbeitet. In
den sechzehn Texten kommen noch einmal die großen Themen zur
Sprache, die sein Lebenswerk beherrscht haben: Fragen der
Erkenntnis und der Beschränktheit der Wissenschaft, der Frieden,
die Freiheit, die Verantwortung der Intellektuellen, die offene
Gesellschaft und ihre Feinde.
"Karl Popper gehört mit Sigmund Freud und Ludwig Wittgenstein zu
den Söhnen der jüdischen Bürgerschicht von Wien, deren Gedanken
die geistige Landschaft Europas im 20. Jahrhundert verändert und
geprägt haben." (Günther Patzig, Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Zum Autor
Karl R. Popper, geboren 1902 in Wien, gestorben 1994 bei London.
Er emigrierte 1937 nach Neuseeland, wo er am University College in
Christchurch lehrte. Von 1946 bis 1969 war er Professor an der
London School of Economics. 1965 wurde er von Königin Elizabeth
II. geadelt. Zahlreiche Veröffentlichungen.
Verlagsinformation |
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Walter van Rossum: Meine Sonntage mit 'Sabine Christiansen'.
Wie das Palaver uns regiert. Kiepenheuer & Witsch-Verlag 2004.
ISBN: 3-462-03394-8. |
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Zum
Buch
Allsonntäglich entfaltet sich ab 20 Uhr die neue deutsche
TV-Dreifaltigkeit: Tagesschau, Tatort, Talk mit Sabine
Christiansen. Nach den Mythen der Tagesschau (Staatsmänner,
Kriege, Katastrophen, Sport) und den tröstlichen Gewissheiten des
Tatorts (Alle haben Dreck am Stecken) sondiert Sabine Christiansen
das Gesellschaftsterrain. Unerbittlich stellt sie Fragen, die in
das Dunkel unserer Zukunft weisen. Es treten auf: die Lobbyisten
und ihre Statthalter im Parlament. Multimillionäre warnen davor,
dass es kurz vor zwölf sei. Aber, bitte sehr, man könne ja auch
ins Ausland gehen. Politiker führen entschlossen das Drama der
Sachzwänge auf. Die große Koalition der Dauerreformer gibt sich
die Ehre. Fast noch wichtiger als das, was gesagt wird, ist, was
systematisch nicht gesagt wird. Komplexe Themen werden dramatisch
vereinfacht und fortan in diese Richtung öffentlich diskutiert.
Insofern eignet sich diese Sendung wie keine andere, um zu
begreifen, wohin die Deutschland AG steuert.
In "Meine Sonntage mit "Sabine Christiansen" schreibt Walter van Rossum hellsichtig, intelligent und bitterböse über eine
Medienlandschaft, die die Politik im eigentlichen Sinne längst zu
überwuchern droht.
Zum Autor
Walter van Rossum, Jg. 1954, lebt in Köln und Marokko. Studium der
Romanistik, Philosophie und Geschichte in Köln und Paris.,Promotion 1989. Seit 1981 freier Autor für WDR, Deutschlandfunk,
Die Zeit, FAZ und Freitag. Für den WDR moderiert er unter anderem
die "Funkhausgespräche". 1988 erhielt er den
Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. Letzte
Buchveröffentlichung: "Simone
de Beauvoir und Jean-Paul Sartre. Die Kunst der Nähe" (1998).
Verlagsinformation |
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Jürgen
Habermas: Der gespaltene Westen. Suhrkamp-Verlag 2004.
ISBN: 3-518-12383-1. |
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Zum
Buch
Das Kantische Projekt kann nur dann eine Fortsetzung finden, wenn
die USA zu ihrem nach 1918 und nach 1945 energisch vertretenen
Internationalismus zurückkehren und erneut die historische Rolle
eines Schrittmachers auf dem Wege der Evolution des Völkerrechts
zu einem "weltbürgerlichen" Zustand übernehmen.
Der einig geglaubte Westen ist gespalten. Jedoch nicht die Gefahr
des internationalen Terrorismus hat diese Entwicklung verursacht,
sondern eine Politik der US-Regierung, die das Völkerrecht
ignoriert, die Vereinten Nationen an den Rand drängt und den Bruch
mit Europa in Kauf nimmt. Die Spaltung zieht sich auch durch
Europa und durch die USA selbst hindurch. In Deutschland wirkt die
Abkehr der US-Administration und der US-Eliten von ihren eigenen
Traditionen wie ein Lackmustest. Heute zerfällt die chemische
Verbindung, aus der die Westorientierung der Bundesrepublik seit
Adenauer bestanden hat, in ihre beiden Elemente: opportunistische
Anpassung an die hegemoniale Macht trennt sich von intellektueller
und moralischer Bindung an die Prinzipien einer westlichen Kultur.
Auch im Jahr seines 75. Geburtstags erweist sich der politische
Denker Habermas wieder als brillanter Analytiker und
Stichwortgeber der Republik und des europäischen Geistes. "Der
gespaltene Westen" versammelt Beiträge, die infolge der Ereignisse
vom 11. September 2001 entstanden, darunter der neue, weit
ausgreifende Essay über die Zukunft des Kantischen Projekts einer
weltbürgerlichen Ordnung.
Zum Autor
Jürgen Habermas, 1929 in Düsseldorf geboren, studierte 1949-54 an
den Universitäten Göttingen, Zürich und Bonn Philosophie,
Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Nach seiner
Promotion in Bonn arbeitete Habermas zunächst als freier
Journalist, bis er 1956 von dem aus dem Exil zurückgekehrten
Theodor W. Adorno zur Mitarbeit am wiedereröffneten Institut für
Sozialforschung in Frankfurt/Main eingeladen wird. 1983-94 war er
Professor für Philosophie in Frankfurt/Main mit dem Schwerpunkt
Sozial- und Geschichtsphilosophie, seitdem emeritiert. Habermas
publizierte zahlreiche Werke und erhielt viele Auszeichnungen.
Zu seinen wichtigsten Werken gehören die "Theorie des
kommunikativen Handelns" (1981) und "Strukturwandel der
Öffentlichkeit" (1962).
Verlagsinformation |
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Mai
2004 |
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Paolo
Flores d'Arcais: Die Demokratie beim Wort nehmen.
Wagenbach-Verlag 2004. ISBN: 3-8031-2496-4. |
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Zum
Buch
Die Demokratie auf dem Prüfstand: Warum erkennt sich der Bürger in
seinen parlamentarischen Vertretern nicht wieder? George W. Bush
und der Irak-Krieg: Wollen wir, dass Politiker lügen? Wie steht es
um die Pressefreiheit und um eine unabhängige Justiz? Fragen,
Polemiken und Anregungen aus Italien, wo die demokratischen Werte
besonders laut eingefordert werden dürfen.
Die Demokratie ernst nehmen heißt, das Individuum mit seiner
Fähigkeit, selbständig zu denken, ernst nehmen: auch den
Dissidenten. Während der Totalitarismus im Individuum eine
Bedrohung sah, im Dissidenten einen Verräter, bildet er für die
Demokratie, so Flores d’Arcais, das Fundament.
D’Arcais, einer der bedeutendsten Theoretiker der gegenwärtigen
italienischen Linken, ruft in seinem politischen Pamphlet den
"homo democraticus" auf, zum gedanklichen Dissidenten zu werden.
"Hinter der offensichtlichen Polemik von Flores d’Arcais verbirgt
sich eine analytische Schärfe, die politiktheoretische Debatten an
der herrschenden Kultur misst." (Zeitschrift für
Politikwissenschaft)
Zum Autor
Paolo
Flores D'Arcais, geboren 1944 in Cervignano del Friuli, ist
Herausgeber der einflussreichsten politischen Zeitschrift Italiens
"MicroMega", Autor und Philosoph. Er lebt in Rom.
Verlagsinformation
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George Steiner: Grammatik der Schöpfung. Deutscher
Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-423-34095-9. |
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Buch
George Steiners neues Buch handelt von der Idee der Schöpfung, wie
sie sich in der westlichen Kultur von der Bibel über Literatur und
Kunst bis in die Philosophie und die Wissenschaftsgeschichte
verbreitet hat. Und es zeigt, dass vom 20. Jahrhundert, mit seinem
Glauben an Wissenschaft und Technik, keine Antworten mehr auf die
großen Fragen der Moral, der Politik und der Ästhetik zu erwarten
sind. Eine Entwicklung, die in ihren Konsequenzen – laut Steiner –
ungeheure Verluste in Kauf nimmt.
Zum Autor
George Steiner, geboren 1929 in Paris, lehrt seit 1994 auf dem
Lord-Weidenfeld-Lehrstuhl für Komparatistik an der Universität
Oxford Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft. Von ihm sind u.a. erschienen:
"Martin Heidegger"
(1989), "Von
realer Gegenwart" (1990) und "Der Garten des Archimedes"
(1997). Steiner wurde 2003 mit dem Ludwig-Börne-Preis
ausgezeichnet.
Verlagsinformation |
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George Steiner: Nach Babel. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN:
3-518-29284-6. |
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Buch
"Nach Babel" postuliert die These, dass das Übersetzen Tei eines
jeden Kommunikationsaktes ist und somit der zentrale Ansatzpunkt
für das Verstehen von Sprache. In seiner Analyse der Übersetzung
verbindet George Steiner die verschiedenen Gebiete von Rhetorik,
Literaturgeschichte und -wissenschaft sowie der Linguistik wie
auch der Sprachphilosophie und beleuchtet ihre wechselseitigen
Beeinflussungen. Für George Steiner birgt der Mythos von Babel,
also der Verlust der einen Sprache, ein schöpferisches
Potential für die Menschheit. Denn wer übersetzt, interpretiert
notwendigerweise, und so spiegeln Sprachen die Mechanismen der
Welterschließung wider.
Zum Autor
George Steiner, geboren 1929 in Paris, lehrt seit 1994 auf dem
Lord-Weidenfeld-Lehrstuhl für Komparatistik an der Universität
Oxford Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft. Von ihm sind u.a. erschienen:
"Martin Heidegger"
(1989), "Von
realer Gegenwart" (1990) und "Der Garten des Archimedes"
(1997). Steiner wurde 2003 mit dem Ludwig-Börne-Preis
ausgezeichnet.
Verlagsinformation |
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Rudolf Arnheim: Die Seele in der Silberschicht.
Medientheoretische Schriften: Fotografie – Film – Rundfunk. Suhrkamp-Verlag 2004.
ISBN: 3-518-29254-4. |
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Buch
Rudolf Arnheim, der am 15. Juli 2004 seinen 100. Geburtstag
feiert, hat sich zeit seines Lebens intensiv mit den Medien
künstlerischer Produktion auseinandergesetzt. Seine wichtigsten
medientheoretischen Aufsätze, entstanden über einen Zeitraum von
74 Jahren, stellen eine maßgebliche Ergänzung seiner Hauptwerke
"Film als Kunst" und "Rundfunk als Hörkunst" dar und sind hier
erstmals vollständig versammelt. Arnheims medientheoretische
Überlegungen nehmen dabei in der Regel ihren Ausgang beim
einzelnen Medium – bei der Fotografie, dem Rundfunk und
insbesondere beim Film – und belegen in eindrucksvoller Weise
seine produktive Auseinandersetzung mit konstruktiven formästethischen Fragen.
Zu den Autoren
Rudolf Arnheim, geboren 1904 in Berlin, war u.a. von 1928 bis 1933
Kulturredakteur der Weltbühne. Nach seiner Emigration
unterrichtete er an zahlreichen US-Universitäten und widmete sich
dabei insbesondere Fragen der Wahrnehmungs- und Medientheorie. Er
lebt heute in Ann Arbor (Michigan/USA). Bei Suhrkamp sind von ihm
erschienen: "Rundfunk als Hörkunst" (2001) und "Film als Kunst"
(2002).
Helmut H. Diederichs, geboren 1948, ist Professor für
Medienpädagogik am Fachbereich Soziales der Fachhochschule
Dortmund.
Verlagsinformation |
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April 2004 |
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Ivan
Nagel: Das Falschwörterbuch. Krieg und Lüge am
Jahrhundertbeginn. Berliner Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN:
3-8333-0105-8. |
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Buch
George W. Bushs Truppenbesuch im Irak zum Erntedankfest ("Thanksgiving
Day") am 29. November 2003 steigerte die Zahl der Parteigänger
unter den Wählern von 56% auf 61%. Die wirkungsvollste Fotografie
(d8ie die Nöte der Besatzungsarmee in einer herzerwärmenden
US-amerikanischen Familienszene auflöst) hatte einen Fehler: Der
prächtige Truthahn, den der Präsident seinen Soldaten darbrachte,
war nur zur Kantinendekoration, nicht zum Verzehr hergestellt.
In einer Reihe von Einsprüchen und Analysen versucht Ivan Nagel,
einer der gewichtigsten Kulturkritiker unserer Zeit, alte und neue
Formen des Krieges nach dem 11. September 2001 zu begreifen.
Werden sich künftig Herrschaft und Terror (die weltweite
US-Hegemonie und der Widerstand ihrer erbitterten Gegner)
ausschließen oder gegenseitig steigern? Ist eine Reihe von Kriegen
gegen die "Achse des Bösen" unvermeidlich – oder kann eine
Minderung der globalen Ungleichheit auch die Kriegsgefahr
vermindern? Ivan Nagel zeigt auf, wie der Beginn dieses
Jahrhunderts gespickt ist mit "Falschwörtern" – und wie die Lügen
der internationalen und der deutschen Politik uns eine Zukunft von
Konflikten, Aggressionen, Kriegen aufzwingen.
"Die Sprache ist so poetisch, dass Ivan Nagels Sätze zugleich
besänftigend wirken, wo sie dennoch Wut artikulieren ... Sie
weisen immer wieder darauf hin, dass enthemmte Spießigkeit im
Denken zu politischen Katastrophen führt." (Christina Weiss in
LITERATUREN über "Streitschriften")
"Ivan Nagel hat widersprochen und ist selbst ein Widerspruch,
bestechlich nur in der Liebe für die Sache, die er zu der seinen
gemacht hat. Er ist wohl der außenseiterischste Insider der
Kultur, ein Einzeldoppelgänger mit einem feinen Ohr für die
gespaltene Zunge der Macht." (Christopher Schmidt, Süddeutsche
Zeitung)
Zum Autor
Ivan Nagel, geboren 1931 in Budapest, emigrierte nach der
Verfolgung in der Nazizeit siebzehnjährig aus Ungarn. Er studierte
Philosophie, Soziologie und Germanistik in Paris, Heidelberg,
Durham und Zürich sowie ab 1953 Philosophie bei Adorno in
Frankfurt am Main. Nagel war Chefdramaturg der Münchner
Kammerspiele 1961-69, Intendant des Deutschen Schauspielhauses in
Hamburg 1971-79, Begründer und Leiter der internationalen
Festspiele "Theater der Welt" sowie Theater- und Musikkritiker.
1989-96 übte er eine Professur für "Geschichte und Ästhetik der
Darstellenden Künste" an der Hochschule der Künste in Berlin aus.
Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören "Autonomie und
Gnade - Über Mozarts Opern" (1985) und "Streitschriften"
(2001).
Verlagsinformation |
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Herbert
Marcuse: Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie
der fortgeschrittenen Industriegesellschaft. Dt.
Taschenbuch-Verlag 2004 (4. Auflage). ISBN: 3-423-34084-3.
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Zum
Buch
Herbert Marcuse bezeichnet die hoch industrialisierte Gesellschaft
und den in ihr lebenden Menschen als "eindimensional", weil er
einen lückenlosen Zusammenhang von Manipulation und Konformismus
sieht, der das in sich widersprüchliche kapitalistische System
stabilisiert, die Menschen durch Konsum korrumpiert und alle
Kritik absorbiert.
Um diese Eindimensionalität aufzubrechen, eine neue, weniger
herrschaftlich strukturierte Gesellschaft zu bilden, bedarf es der
Einsicht der scheinbar Freien in ihre Unfreiheit, in ihre
Manipuliertheit durch Werbung, Ökonomie und Massenmedien. Die
scharfsichtige Studie, die erstmals 1964 erschien, hat das
kritische Bewusstsein einer ganzen Generation stark beeinflusst
und ist heute ein Standardwerk.
Verlagsinformation
Zum Autor
Herbert Marcuse, US-amerikanischer Philosoph und Soziologe dt.
Herkunft, geboren 1898 in Berlin, gestorben 1979 in Starnberg
(Bayern). Wichtigstes Werk: "Der eindimensionale Mensch" (1964);
Herbert Marcuse war der Spiritus Rector der
'68er-Studentenrevolte, weil er an eine Übersetzbarkeit der
Vernunft in Geschichte glaubte und zugleich, als Philosoph und
Soziologe, einer der führenden Köpfe der kritischen Theorie war.
1898 als Sohn einer großbürgerlichen jüdischen Familie in Berlin
geboren, studierte Marcuse nach der Schulzeit Philosophie in
Freiburg und Berlin. 1924 gehörte er mit Max Horkheimer und Erich
Fromm zu den Gründungsmitgliedern des renommierten Instituts für
Sozialforschung. Daraus ging die sog. Frankfurter Schule hervor,
zu deren prominentesten Vertretern Marcuse zählte. Marcuse verließ
Deutschland 1932. Über Genf und Paris erreichte er 1934 New York.
Zunächst Mitarbeiter am inzwischen ebenfalls in den USA ansässigen
Institute of Social Research, trat er 1942, als US-amerikanischer
Staatsbürger, in die US-Spionageabwehrbehörde (OSS) ein, in der er
die Europaabteilung übernahm. 1951 kehrte er an die Universität
zurück; 1965 erhielt er einen Lehrstuhl an der Universität von
Kalifornien und eine Honorarprofessur an der FU Berlin. Biografie:
Heinz Jansohn: "Herbert Marcuse" (1982).
Quelle:
Harenberg: Das Buch der tausend Bücher |
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Jochen
Hörisch: Gott, Geld und Medien. Studien zur Medialität der
Welt. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12363-7. |
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Zum
Buch
Am 11. September 2001 wurden mit terroristischer Überdeutlichkeit
drei voneinander weit entfernt scheinende Sphären aufeinander
bezogen: Im Namen Gottes wurde das hochsymbolische Zentrum des
internationalen Geldverkehrs medientauglich in Schutt und Asche
gelegt. Gott, Geld und Medien stehen aber nicht erst seit diesem
Terrorakt in einem intimen Spannungsverhältnis zueinander. Die
Studien von Jochen Hörisch gehen der Geschichte und der
Tiefenstruktur theologischer, monetärer und medialer Grammatiken
nach und vertiefen die Analysen, die in den Bänden "Brot und Wein
– Die Poesie des Abendmahls", "Kopf oder Zahl – Die Poesie des
Geldes" und "Ende der Vorstellung – Die Poesie der Medien"
vorgestellt wurden.
Ihr Befund ist frappant: Gott, Geld und Medien stehen deshalb in
einem so scharfen Konkurrenzverhältnis zueinander, weil sie so
viele Gemeinsamkeiten haben: "Die drei leistungsstarken, weil
paradoxie-sensiblen Leitmedien Religion, Geld und Medien bzw., um
in metonymischer Verdichtung zu formulieren, Hostie, Münze und
CD-ROM sorgen für die elastischen und ineinander konvertierbaren
Integrale, die die abendländisch-christlichen bzw. westlichen
Gesellschaften und Kulturen zusammenhalten." (Jürgen Hörisch,
Ausschnitt)
Zum Autor
Jochen Hörisch, geboren 1951 in Bad Oldesloe, ist Professor für
Neuer Germanistik und Medienanalyse an der Universität Mannheim.
Verlagsinformation |
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Giorgio
Agamben: Ausnahmezustand. Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN:
3-518-12366-1. |
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Zum
Buch
Nach "Homo
sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben" (2002) und "Was
von Auschwitz bleibt. Das Archiv und der Zeuge" (2003), die
Teil 1 und Teil 3 des "Homo sacer"-Projekts von Giorgio Agamben
darstellen, liegt nun mit "Ausnahmezustand" der in sich
abgeschlossene erste Band von Teil 2 vor.
Der Ausnahmezustand, d.h. jene Suspendierung des Rechtssystems,
die wir als Provisorium zur Aufrechterhaltung der Ordnung in
Krisensituationen zu betrachten gewohnt sind, wird unter unseren
Augen zu einem gängigen Muster staatlicher Praxis, das in
steigendem Maße die Politik bestimmt. Agambens aufrüttelnde Studie
ist der erste Versuch einer bündigen Geschichte und zugleich
Fundamentalanalyse des Ausnahmezustands: Wo liegen seine
historischen Wurzeln, und welche Rolle spielt er – in seiner
Entwicklung von Hitler bis Guantánamo – in der Gegenwart?
Insofern der Ausnahmezustand zur Regel zu werden droht, sind die
Institutionen des demokratischen Rechtsstaats und das
verfassungsgemäße Gleichgewicht der Gewalten gefährdet, und die
Grenze zwischen Demokratie und Diktatur verschwimmt. In
Auseinandersetzung mit verschiedenen theoretischen Annäherungen an
das Phänomen des Ausnahmezustands – zu nennen sind in erster Linie
Walter Benjamin und Carl Schmitt, aber auch Autoren wie Theodor
Mommsen, Adolphe Nissen und Jacques Derrida – vermisst Agamben das
von den meisten Theoretikern gemiedene Niemandsland zwischen
Politik und Recht, zwischen der Rechtsordnung und dem Leben und
wirft ein neues Licht auf jene verborgene Beziehung, die das Recht
an die Gewalt bindet.
Zum Autor
Giorgio Agamben, geboren 1942, lehrt Philosophie an der
Universität Verona. Bisher auf deutsch erschienene Werke: "Bartleby
oder die Kontingenz gefolgt von Die absolute Immanenz" (1998),
"Homo
sacer. Die souveräne Macht und das nackte Leben" (2002), "Was
von Auschwitz bleibt. Das Archiv und der Zeuge" (2003), "Das
Offene. Der Mensch und das Tier" (2003), "Idee
der Prosa" (2003) und "Die
kommende Gemeinschaft" (2003).
Verlagsinformation |
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Jacques Derrida/Hans-Georg Gadamer: Der ununterbrochene Dialog.
Herausgegeben und Nachwort von Martin Gessmann. Suhrkamp-Verlag 2004.
ISBN: 3-518-12357-2. |
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Buch
Jacques Derrida und Hans-Georg Gadamer lernten sich in den frühen
80er Jahren kennen, und seit dieser Zeit entspann sich eine
kontroverse Auseinandersetzung über die Hermeneutik, die Kunst der
Interpretation, insbesondere über die Endlichkeit unseres
Verstehens. Als Gadamer starb, hielt Derrida im Februar 2003 die
Festrede zur Gedenkfeier der Universität Heidelberg. Mit einer
eindringlichen Celanlektüre führt Derrida vor, wie das Gespräch
mit Gadamer über seine letzte Unterbrechung hinaus am Ende zu
einem "ununterbrochenen Dialog" werden könnte. Dem Band beigefügt
sind Kommentare Gadamers zu Celans Gedichtfolge "Atemkristall"
sowie Materialien aus der Zeit der ersten Begegnung. In Derridas
Reflexion über den Abschied und das Abschiednehmen kommt es hier
zu einer letzten, vielleicht entscheidenden Annäherung.
"Damals schon hatte ich eine Vorahnung: Was Gadamer wahrscheinlich
einen 'inneren Dialog' genannt hätte, sollte in jedem von uns
weitergeführt werden, manchmal wortlos, unmittelbar in uns oder
indirekt." (Jacques Derrida, Ausschnitt)
Zu den Autoren
Jacques Derrida, 1930 in El-Biar/Algerien
geboren, ist Professor emeritus für
Philosophiegeschichte an der École
des Hautes Etudes en Sciences Sociales in
Paris. In deutscher Übersetzung erschienen u.a.: "Grammatologie"
(1983/2000/2003),
"Gesetzeskraft"
(1991/1996), "Jacques
Derrida. Ein Porträt" (1994/2001, zusammen mit Geoffrey
Bennington), "Politik
der Freundschaft" (2000/2002), "Die
unbedingte Universität" (2001), "Seelenstände
der Psychoanalyse" (2002), "Marx'
Gespenster" (2004).
Hans-Georg Gadamer (1900-2002) war Professor für Philosophie an
der Universität Heidelberg.
Verlagsinformation |
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März
2004 |
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Florian Rötzer/Rudolf Maresch
(Hrsg.): Renaissance der Utopie:
Zukunftsfiguren des 21. Jahrhunderts.
Suhrkamp-Verlag
2004. ISBN:
3-518-12360-2. |
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Utopien scheinen außer Mode. Kriege, ökologische Katastrophen und
zunehmende Ungleichheiten nähren Apathie und Pessimismus. Zwar
gibt es Stimmen, die bekunden, dass eine
andere Welt möglich sei, doch es fehlen Visionen, die aus der
Gegenwart tragen. Vergangene Utopien sind hauptsächlich deswegen
gescheitert, weil sie die Komplexität der sozialen Evolution und
die Widersprüche der menschlichen Natur nicht beachtet haben. Hier
setzt der Band an. Ihm geht es darum, einfache, aber realistische
Utopien anzureißen, die Science und Fiction narrativ aufeinander
beziehen. Die Aufmerksamkeit der Autorinnen und Autoren, darunter
Francis Heylighen, Peter Glotz, Claus Leggewie und Gundolf
Freyermuth, richtet sich dabei nicht bloß auf die neuen
Crossover-Wissenschaften, auf Maschinen-, Bio- und
Netzwerktechnologien, sondern auch auf die klassischen Bereiche
der Utopie, auf Politik, Arbeit und Gesellschaft.
Verlagsinformation |
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Arno Münster: Ernst Bloch. Eine
Biographie. Philo-Verlagsgesellschaft 2004. ISBN: 3-8257-0357-6. |
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Zum Buch
Ernst Bloch gehört zu den einflussreichsten
Denkern des 20. Jahrhunderts, der zahlreiche Debatten über alle
Fachgrenzen hinweg bis heute wesentlich geprägt hat. Im Zentrum
seiner Philosophie, die ebenso von Marxismus und Aufklärung wie
von traditionellen jüdisch-christlichen Vorstellungen geprägt
wurde, stehen immer der Mensch und die vom Prinzip Hoffnung
bestimmte Utopie einer humaneren Gesellschaft.
Diese definitive Biographie zeichnet die Lebens- und Werkstationen
Blochs nach: vom hochbegabten jungen Philosophen zum brillanten
politischen Essayisten, vom antifaschistischen Emigranten zum
geehrten Professor in Leipzig und Tübingen, vom philosophischen
Einzelgänger zu einem der Väter der Studentenbewegung. Ausführlich
werden die Beziehungen wie die Konflikte zwischen Bloch und
anderen Denkern – Adorno, Benjamin, Kracauer u.a. – vor dem
Hintergrund der Zeitgeschichte beleuchtet.
Die enge Verknüpfung von Blochs Leben und Werk macht den Band
nicht nur zu einer Lebensbeschreibung im
üblichen Sinn, sondern auch zu einer Geistesgeschichte des
vergangenen Jahrhunderts. Persönliche Gespräche des Autors mit
Blochs Familienangehörigen sowie eine erneute Auswertung des
umfangreichen Briefwechsels und anderer Quellen erheben das Buch
in den Rang eines Standardwerkes, an dem sich die künftige
Bloch-Forschung orientieren wird.
"Die Weltkultur ist für Ernst Bloch der 'Stoff der
Hoffnung', und er interpretiert ihn mit sichtlichem Vergnügen so,
als schriebe er die Partitur für ein Orchester, das alle Genies
der Erde vereint." (Emmanuel Lévinas)
Zum Autor
Arno Münster, geboren 1942, studierte Philosophie
und Romanistik und habilitierte 1982 mit einer Arbeit über das
Frühwerk von Ernst Bloch. Seit 1994 lehrt Münster deutsche
Philosophiegeschichte an der Universität Amiens. Zahlreiche
Veröffentlichungen zum deutschen Idealismus, zur Kritischen
Theorie (Benjamin, Habermas) und zu Ernst Bloch.
Verlagsinformation |
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Jürgen Mittelstraß u.a. (Hrsg.): Enzyklopädie Philosophie und
Wissenschaftstheorie, 4 Bände. Mit rund 4.000 Sach- und
Personenartikeln. Sonderausgabe. Metzler-Verlag 2004. ISBN:
3-476-02012-6. |
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Zum Buch
Philosophie in 4.000 Artikeln! Was versteht man unter einem Apeiron?
Welchen Vorgang beschreibt das Minimalgesetz? Welche
bahnbrechenden Erkenntnisse stammen von Leonardo da Vinci, welche
von Kant? Wie wird Situationslogik definiert? Das größte
allgemeine philosophische Lexikon in deutscher Sprache breitet das
ganze Wissen der Philosophie aus – fundiert und detailliert.
Philosophie am Puls der Zeit. Die wichtigsten Strömungen der
modernen Philosophie fokussieren sich besonders auf Logik
und Wissenschaftstheorie. Die Beiträge reichen deshalb von der
klassischen Philosophie über die Erkenntnistheorie, die Theorie
der Wissenschaftssprache bis zur Wissenschaftsgeschichte. Weitere
thematische Schwerpunkte: Begriffe und Personen aus Physik,
Mathematik, Astronomie und Biologie.
Nach alphabetischer Reihenfolge sortiert, enthält die Enzyklopädie
Philosophie und Wissenschaftstheorie Sach- und Personenartikel,
jeweils mit umfassender Bibliographie, vollständigem
Werkverzeichnis und ausführlichen Hinweisen auf vertiefende
Sekundärliteratur. Anschaulichkeit ist oberstes Gebot der Autoren.
Viele Illustrationen und Grafiken erleichtern das Verständnis
komplexer Zusammenhänge. "Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie"
– das
Jahrhundertwerk von internationalem Rang.
Rezensionen
"Jürgen Mittelstraß und seine vierzig
Autoren haben ohne Zweifel eine imponierende Gemeinschaftsleistung
erbracht, die auf diesem Gebiet, jedenfalls im deutschsprachigen
Raum, quantitativ wie qualitativ nichts Gleichwertiges zur Seite
hat." (Hessischer Rundfunk)
"Jürgen Mittelstraß präsentiert den gewerbsmäßigen Denkern und
einem Publikum, dem nicht nur an den Wissenschaften, sondern auch
an deren Grundlagen gelegen ist, ein erstklassiges Instrument."
(FAZ)
"Eine organisatorische und intellektuelle Glanzleistung
internationalen Rangs" (NZZ)
"In ihren zumeist erfreulich knapp gefassten Artikeln verbindet
die Enzyklopädie auf bemerkenswerte Weise Gründlichkeit mit
Handlichkeit und hält sich durchweg an das Versprechen, im Sinne
der Wissenschaftstheorie Brücken zwischen Philosophie und
Wissenschaften zu schlagen." (DIE WELT)
Zum Autor
Jürgen Mittelstraß ist Professor der Philosophie und Direktor des
Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Universität
Konstanz.
Verlagsinformation |
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Matthias Kettner (Hrsg.):
Biomedizin und Menschenwürde.
Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN: 3-518-12268-1. |
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Immer deutlicher tritt in
der Debatte um die Möglichkeiten und Risiken der Biomedizin der
Begriff der Menschenwürde in den Vordergrund. Der allerdings ist
alles andere als klar bestimmt. Welche Lebensschutz- und sonstigen
Normen moralischer und rechtlicher Art können wir, welche müssen
wir mit dem Anspruch, Träger von Menschenwürde zu sein, verbinden?
Wo liegen die Fallstricke des moralischen Statusdenkens, wenn über
die Regulierung der Stammzellforschung, der Fortpflanzungsmedizin,
der embryonenverbrauchenden Forschung nachgedacht wird? Welche
Aspekte der Menschenwürde sind abwägungsoffen, welche entziehen
sich der Abwägung im Konfliktfall? Sind gestufte Formen der
Anerkennung von Menschenwürde denkbar, und mit welchen Folgen für
die humane Lebensform? In "Biomedizin und Menschenwürde" suchen
Juristen, Mediziner und Philosophen, darunter viele Mitglieder der
"Enquete-Kommission Recht und Ethik der modernen Medizin'" des
Deutschen Bundestages, eine Verständigung über die Grenzen der
Menschenwürde aus verfassungsrechtlicher, medizinischer und
philosophischer Sicht.
Verlagsinformation |
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Februar 2004 |
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Francis
Fukuyama: Das Ende des Menschen. Deutscher
Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN: 3-423-34070-3. |
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Zum
Buch
Vielleicht
können wir bald alle über 100 Jahre alt werden und unsere
Nachkommen genetisch manipuliert werden. Mit welchen Folgen?
Bestsellerautor Francis Fukuyama warnt eindringlich vor den
Auswirkungen der Biotechnologien auf unsere demokratische
Gesellschaft.
Aldous Huxley
hatte recht. In seinem Roman 'Schöne neue Welt' entwarf er die
Vision von einer Gesellschaft, in der alle zufrieden
gestellt sind – um den Preis, dass
Menschlichkeit verloren ist.
Die Menschheit steht an einem Scheideweg. Immer mehr Menschen
wünschen sich schon jetzt, ihre Intelligenz, das Gedächtnis, ihre
emotionale Empfindungsfähigkeit und Sexualität zu stärken. Noch
wählen sie nicht die Gentechnik, sondern nehmen Psychopharmaka,
Drogen, um sich den Wunsch nach einem
sorgen- und angstfreien Leben zu erfüllen. Fukuyamas These ist, dass
sich eine Mehrheit der Menschen mittels Gentechnik perfektionieren
möchte. Dies wirft dramatische Fragen nach der politischen Ordnung
zukünftiger Gesellschaften auf. Fukuyama warnt eindringlich davor,
Menschen bedenkenlos gentechnisch zu designen, und mahnt die
politisch Handelnden zur Umkehr.
Zum Autor
Francis Fukuyama, geboren 1952 in Chicago, gehört zu den
herausragenden geschichtsphilosophischen Denkern unserer Zeit.
Sein Buch über das "Ende der Geschichte" fand weltweit breites
Echo. Fukuyama lehrt Politische Ökonomie an der Johns Hopkins
Universität in Baltimore.
Verlagsinformation
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Arsenij
Gulyga: Immanuel Kant. Aus dem Russischen
und mit
einem Nachwort von Sigrun Bielfeldt.
Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2004. ISBN:
3-518-45568-0. |
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Zum Buch
Immanuel Kant hat keine andere Biographie als die Geschichte
seiner Lehre. Sein ganzes Leben verbrachte er in einer einzigen
Stadt: Königsberg. Er war nicht verheiratet, kannte keine
Erschütterung in der Liebe und im Alltag. Er suchte nicht Ruhm,
nicht Macht. Und dennoch ist die moderne, aufgeklärte
Geistesgeschichte ohne sein Wirken nicht denkbar.
Kants Lehre
kennen zu lernen ist
eine Erziehung zu selbständigem Denken. Für Kant steht das Problem
des Menschen an erster Stelle. Er sann über die Gesetze des Seins
und Bewusstseins ausschließlich zu einem
Zweck nach: dass der Mensch menschlicher
werde, er besser lebe. Gulygas Immanuel Kant ist
eine meisterhafte Biografie und ein Standardwerk
der Kant-Forschung. "Die bedeutendste
Kant-Biographie des 20. Jahrhunderts."
(Dieter Henrich).
Rezension:
Die Sterne vom Himmel holen (Christine Pries,
Frankfurter Rundschau, 26.11.2003)
Zum Autor
Arsenij Gulyga, geboren 1921, war Professor des
Instituts für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der
UdSSR und Mitglied des Schriftstellerverbands. Unter seiner
Redaktion erschienen die Werke Kants, Hegels und Goethes in
russischer Sprache.
Verlagsinformation |
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Wilhelm Weischedel (Hrsg.)/Immanuel
Kant: Drei Kritiken. Kritik der reinen
Vernunft 1; Kritik der reinen Vernunft 2;
Kritik der praktischen Vernunft;
Grundlegung zur Metaphysik der Sitten.
Suhrkamp-Verlag 2004 (Sonderausgabe,
Nachdruck). ISBN: 3-518-09327-4. |
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Zum Buch
Die "Kritik der reinen Vernunft"
(1781) markiert die kopernikanische Wende in der Geschichte aller
methodischen Ansätze zur theoretischen Grundlegung verbindlicher
Erkenntnis. Nicht die Eigenschaften der Dinge, sondern die a
priori (vor aller Erfahrung) gegebenen reinen Formen der
Anschauung (Raum und Zeit) und die reinen Verstandesbegriffe
(Kategorien) konstituieren die Einheit der Gegenstände im Bewusstsein.
In der "Kritik der praktischen Vernunft"
(1788) begründet Kant seinen wohl bekanntesten Lehrsatz, den
Kategorischen Imperativ: "Handle so, dass
die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer
allgemeinen Gesetzgebung gelten könne."
Mit der "Kritik der Urteilskraft"
(1790) bringt Kant seine kritischen Untersuchungen zu den
Möglichkeiten und Grenzen der reinen Erkenntnisvermögen a priori
zum Abschluss. Unsere reinen
Geschmacksurteile basieren nicht auf Reiz und Rührung und stellen
auch keine objektiven Erkenntnisurteile dar. Die reflektierende
Urteilskraft beurteilt in ihrem ästhetischen und logischen
Gebrauch die Formen der Natur nach dem apriorischen Prinzip ihrer
Zweckmäßigkeit für unsere Erkenntniskräfte (Einbildungskraft und
Verstand).
Die "Metaphysik der Sitten"
(2. Auflage von 1795) "soll die Idee und
die Prinzipien eines möglichen reinen Willens untersuchen und
nicht die Handlungen und Bedingungen des menschlichen Wollens
überhaupt, welche größtenteils aus der Psychologie geschöpft
werden." (aus der Vorrede)
Zum Autor
Immanuel Kant (1724-1804) ist hauptsächlich durch seine
erkenntnistheoretischen philosophischen Werke wie z.B. "Kritik der
reinen Vernunft" (1781) bekannt geworden und gilt als Begründer
der klassischen deutschen Philosophie. Die naturwissenschaftlichen
Arbeiten Kants entstanden vorwiegend in seiner frühen
Schaffensperiode. Seine bedeutendste Leistung auf dem Gebiet der
Naturwissenschaften ist die Kosmogonie, die 1755 zum ersten Mal
erschien.
Verlagsinformation |
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Wilhelm Weischedel (Hrsg.)/Immanuel
Kant: Denken mit Kant. Ein
philosophisches Lesebuch. Insel-Verlag 2004. ISBN:
3-458-34691-0. |
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Anlässlich des 200. Todestages von Immanuel
Kant liegt nun eine Neuausgabe des philosophischen Lesebuchs von
Wilhelm Weischedel vor, die sich die Vermittlung von Philosophie
und aktuellen Fragen des Lebens zum Vorbild nimmt. Der Denker und
Diskutant Kant wird interessierten Lesern – über den Kreis der
Fachgelehrten hinaus – in fasslicher Form
vorgestellt. Wilhelm Weischedel hat eine repräsentative und
lesbare Auswahl getroffen, die Themengebiete von "Metaphysik"
bis "Frauenzimmer",
von "Sittengesetz"
bis "Lachen und Weinen"
umfasst. Im Mittelpunkt der Sammlung steht
der Mensch als erkennendes, sittliches, ästhetisches, politisches,
transzendierendes, geschichtliches und physisches Wesen. Diese
Themenvielfalt lädt zu einem intellektuellen Abenteuer ein, das
ganz im Sinne von Kants berühmtestem Ausspruch liegt:
"Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen
Verstandes zu bedienen!"
Zum Autor
Immanuel Kant (1724-1804) ist hauptsächlich durch seine
erkenntnistheoretischen philosophischen Werke wie z.B. "Kritik der
reinen Vernunft" (1781) bekannt geworden und gilt als Begründer
der klassischen deutschen Philosophie. Die naturwissenschaftlichen
Arbeiten Kants entstanden vorwiegend in seiner frühen
Schaffensperiode. Seine bedeutendste Leistung auf dem Gebiet der
Naturwissenschaften ist die Kosmogonie, die 1755 zum ersten Mal
erschien.
Verlagsinformation
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Elisabeth
Young-Bruehl: Hannah Arendt. Leben,
Werk und Zeit. Fischer-Taschenbuch-Verlag
2004. ISBN: 3-596-16010-3. |
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Zum Buch
Elisabeth Young-Bruehl hat eine viel
gerühmte Biografie vorgelegt, die sicherlich noch mehr ist: Eine
Darstellung von Leben, Werk und Zeit der großen politischen
Philosophin, fußend auf bester Kenntnis des Nachlasses von Hannah
Arendt.
Zur Autorin
Elisabeth Young-Bruehl hat eine viel gerühmte
Biografie vorgelegt, die sicherlich noch mehr ist: Eine
Darstellung von Leben, Werk und Zeit der großen politischen
Philosophin, fußend auf bester Kenntnis des Nachlasses von Hannah
Arendt.
Verlagsinformation
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Martin L. Hofmann/Tobias F. Korta/Sibylle
Niekisch (Hrsg.): Culture Club.
Suhrkamp-Verlag 2004.
ISBN: 3-518-29268-4. |
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"Kultur" ist zur
Zauberformel unserer Gegenwart geworden. Von Popkultur über
Unternehmenskultur bis zur Kultur des Krieges hat sich der Begriff
in die verschiedensten gesellschaftlichen Zusammenhänge
eingeschlichen. Für ein genaueres Verständnis der Bedeutung des
Kulturbegriffs ist allerdings eine Kenntnis seiner pluralen
Traditionslinien von entscheidender Bedeutung. Der vorliegende
Band bietet eine Orientierung durch einen Überblick in das Werk
und Denken zentraler Kulturtheoretiker von Freud, Simmel und
Cassirer bis hin zu Luhmann, Bourdieu, Butler und Latour.
Zu den HerausgeberInnen
Martin Ludwig Hofmann ist Soziologe und
Journalist, Tobias E. Korta Soziologe und Verwaltungsbeamter.
Sibylle Niekisch, geboren 1973, studierte an der
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. Soziologie und
Ethnologie. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Medientheorie,
Populärkultur, Kultursoziologie, Ethnologie und Cultural Studies.
Verlagsinformation |
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Januar 2004 |
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Jacques Derrida:
Marx & Sons. Suhrkamp-Verlag
2004. ISBN: 3-518-29260-9. |
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Zum Buch
In seinem Buch "Marx
& Sons", das hier erstmalig in deutscher
Übersetzung vorgelegt wird, nimmt Derrida die vehementen Debatten,
die sein Buch "Marx’
Gespenster" ausgelöst hat, auf und
nutzt seine Replik zu einer radikalen Auseinandersetzung mit der
historischen Bedeutung des Marxismus. Dabei steht die Frage des
Erbes und der Erbschaft im Mittelpunkt der Überlegungen.
"Wie kann man auf das Erbe antworten",
fragt Derrida, "wie kann man sich für ein
Erbe verantwortlich fühlen, wenn diese Erbschaft widersprüchliche
Anweisungen gibt?" Was ist die Erbschaft
des Marxismus? Und welche Bedeutung kann sie heute haben?
Wie steht es innerhalb des Marx'schen Erbes mit der Philosophie
als Ontologie? Haben wir von Marx oder bekommen wir von ihm noch
eine politische Philosophie? Und eine politische Philosophie als
Ontologie?
Zum Autor
Jacques Derrida, 1930 in El-Biar/Algerien geboren, ist
Professor emeritus für
Philosophiegeschichte an der École
des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. In deutscher Übersetzung erschienen u.a.:
"Grammatologie"
(1983/2000/2003),
"Gesetzeskraft" (1991/1996),
"Jacques
Derrida. Ein Porträt" (1994/2001, zusammen mit Geoffrey
Bennington), "Politik
der Freundschaft" (2000/2002), "Die
unbedingte Universität" (2001), "Seelenstände
der Psychoanalyse" (2002), "Marx'
Gespenster" (2004).
Verlagsinformation |
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Jacques Derrida:
Marx' Gespenster. Der Staat der
Schuld, die Trauerarbeit und die neue Internationale.
Suhrkamp-Verlag 2004. ISBN:
3-518-29259-5. |
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Zum Buch
Jacques Derridas Auseinandersetzung mit der
Theorie von Marx und ihrem Erbe gehört zu den meistdiskutierten
philosophischen Texten der letzten Jahre. Hier geht es um nichts
Geringeres als um das Erbe des Marxismus, um Marx' Testament, um
seine Vergangenheit und seine Gegenwart. "Marx’ Gespenster"
eröffnet eine neue Perspektive auf die Philosophie von Marx. "Ein
Gespenst geht um in Europa", so könnte man beginnen und zugleich
seine gespenstische Gegenwart konstatieren. "Es gilt, auf magische
Weise ein Gespenst auszutreiben, die mögliche Rückkehr einer Macht
zu bannen, die für böse an sich gehalten wird und deren dämonische
Drohung fortfährt, das Jahrhundert heimzusuchen."
Zum Autor
Jacques Derrida, 1930 in El-Biar/Algerien geboren, ist
Professor emeritus für
Philosophiegeschichte an der École
des Hautes Etudes en Sciences Sociales in Paris. In deutscher Übersetzung erschienen u.a.:
"Grammatologie"
(1983/2000/2003),
"Gesetzeskraft" (1991/1996),
"Jacques
Derrida. Ein Porträt" (1994/2001, zusammen mit Geoffrey
Bennington), "Politik
der Freundschaft" (2000/2002), "Die
unbedingte Universität" (2001), "Seelenstände
der Psychoanalyse" (2002), "Marx and Sons"
(2004).
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Martin
Cohen: 99 philosophische Rätsel.
Piper-Verlag 2004. ISBN: 3-492-23956-0. |
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Zum
Buch
Schon bei
den alten Griechen war es eine Art Sport, verblüffend einfache
Fragen zu stellen, um sich dann wochenlang die Köpfe heiß zu
reden. Mit 99 erstaunlichen Rätseln und Paradoxa entführt Sie
Martin Cohen in die Welt der Philosophie. Und am Ende des Buches
verrät er, wie frühere Philosophen die Rätsel gelöst haben – und
sich immer wieder die Zähne ausbissen.
Das Problem des Protagoras
Euathlos wurde von Protagoras zum Anwalt ausgebildet. Man traf
eine großzügige Vereinbarung, nach der Euathlos nicht für sein
Studium bezahlen muss, bis und sofern er seinen ersten Fall
gewinnt.
Zum Ärger von Protagoras, der viel Zeit für die Ausbildung seines
Schülers aufgewendet hatte, entscheidet dieser sich jedoch,
Musiker zu werden und die Robe an den Nagel zu hängen. Protagoras
verlangt daraufhin, dass Euathlos ihn für seine Ausbildung
bezahlt. Euathlos aber weigert sich, und so geht Protagoras vor
Gericht.
So wie Protagoras die Dinge sieht, muss
Euathlos, wenn er den Prozess verliert, seine Schulden an ihn
zurückzahlen. Aber auch wenn Euathlos gewinnt, muss er bezahlen,
da er ja dann seinen ersten Prozess gewonnen hat.
Euathlos sieht die Sache etwas anders. Wenn ich verliere, so denkt
er, habe ich meinen ersten Prozess verloren und muss, wie der
Vertrag es vorsieht, keinen Pfennig bezahlen ...
Zum Autor
Martin Cohen ist Herausgeber der Zeitschrift "The Philosopher". Er
unterrichtet Philosophie am College of St. Mark and St. John der
Universität Plymouth in England.
Verlagsinformation
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