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Mai
2005 |
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Peter Weiss: Ästhetik des
Widerstands.
Roman. Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-518-45688-1. |
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Zum
Buch
Der Roman "Die Ästhetik des Widerstands" ist zu einem Kultbuch
geworden. Was erzählt der Roman? Er berichtet von jungen
Arbeitern, die 1937 in Berlin ihren Standort umreißen. Über die
Tschechoslowakei gelangt der Erzähler nach Spanien und nimmt teil
am Bürgerkrieg. Der zweite Teil schildert die Vielschichtigkeit
der Erlebnisse im Stockholmer Exil. Der Autor verfolgt die Wege
der Personen: Endstation für viele sind die Hinrichtungsstätten
des "Dritten Reichs". Dennoch bleibt der Widerstand ihr
Vermächtnis.
Zum Autor
Peter Weiss, geboren 1916 bei Berlin, übersiedelte 1940 nach
Schweden. Er arbeitete als Maler, Filmemacher und Schriftsteller
und schrieb bis Ende der fünfziger Jahre in Schwedisch. Er starb
1982 in Stockholm. Posthum erhielt er noch im gleichen Jahr den
Georg-Büchner-Preis.
Verlagsinformation |
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Giorgio Agamben: Profanierungen.
Edition Suhrkamp Bd.2407. Suhrkamp-Verlag 2005. ISBN:
3-518-12407-2. |
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In zehn teils
aphoristischen, teils erzählerischen Texten lotet Giorgio Agamben
den Raum des Menschlichen aus: in seiner Beziehung zu Erinnerung
und Spiel, zur Religion, zur Sehnsucht nach dem nicht
Erinnerbaren, nach dem, was wir als unser "Genie", unsere
Autorschaft, unser Ich empfinden. In keiner anderen Form als der
des Unerhörten, immer Flüchtigen ist es zu fassen, als Bild, als
Einbildung. Worin aber besteht dann die Aufgabe des Menschen? In
der Profanierung der metaphysischen Residuen unserer so genannten
Individualität. Das ist nach Agamben streng von einer
Säkularisierung zu unterscheiden, die die Machtverhältnisse
lediglich von Gott auf die Menschen überträgt und somit im Grunde
alles beim alten belässt. Die Profanierung löscht das Heilige
nicht aus, sondern lässt es wie in einem Suchbild entstellt,
verrätselt, aber auch mit neuer Leichtigkeit fortleben – so wie
der Ritus fortlebt im Spiel.
Verlagsinformation |
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Giorgio Vasari: Mein Leben.
Neu übersetzt von Victoria Lorini. Kommentiert und herausgegeben
von Sabine Feser. Wagenbach-Verlag, Berlin 2005 (Neuausgabe).
ISBN: 3-8031-5026-4.
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Zum
Buch
Giorgio Vasari, ein Maler, Architekt und Schriftsteller,
beschreibt sein eigenes Leben – als Erfolgsmodell eines
Renaissancekünstlers. Vasari wurde eher beiläufig zum Verfasser
der Lebensläufe berühmter Künstler: Er begann bereits als sehr
junger Mann mit Zeichnungen bedeutender Werke für die eigene
Arbeit als Maler und sammelte später auf vielen Reisen durch
Italien weitere Daten und Skizzen.
Selbstbewusst zählte er sein eigenes Leben und Wirken dazu. Bei
der Niederschrift war er 55 Jahre alt und ein ebenso berühmter wie
gesuchter Artist. Seine Autobiographie ist freilich ein Glücksfall
für den Leser, denn so lernt er nicht nur einen ewig unruhigen,
ökonomisch erstaunlich offenen und rasch arbeitenden Künstler
kennen, sondern er erfährt auch viel über dessen Zeit: über die
Architektur (Vasari baute die Uffizien samt ihrem berühmten
Korridor), über das höfische Leben (Vasari war befreundet mit
Cosimo de’ Medici), über Pfründe und Sammler, über Kollegen und
Mäzene, also über den gesamten Kunstmarkt der Renaissance.
Die Autobiografie wurde neu übersetzt und kommentiert, es enthält
den heutigen Standort der erwähnten Kunstwerke.
Rezensionen
"Vasaris Viten waren nicht nur die Geburtsstunde der
Kunstgeschichtsschreibung, sondern auch so etwas wie die 'Bunte'
der Renaissance: So amüsant und rücksichtslos, wie Vasari in den
Künstlerbiographien von Raffael, Parmigianino und anderen über
Hass, Liebe und Verschwörung berichtet, Gerüchte und Gemeinheiten
verbreitet, hatte es vor ihm niemand getan. Vasaris Biographien
selbst sind kurz, aber wer sich weiter in die historischen
Hintergründe einarbeiten möchte, findet in den Ausgaben nicht
weniger als dreißig bis vierzig Seiten akribisch recherchierter
und – eine Seltenheit – verständlich geschriebener Fußnoten zu
allen auftauchenden Namen und Begriffen." (Niklas Maak,
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung)
"Die von Alessandro Nova verantwortete deutsche Vasari-Edition
kann kaum genug gerühmt werden. Derart glücklich wirken
Wissenschaftler, Verleger und fördernde Stiftungen selten
zusammen. In Einzelbände zerlegt, erhält man Vasari in einem
eleganten Format, das die Damen der Renaissance auf ihren
Nachttischchen geschätzt hätten. [...] Vorwiegend angemessene
Übersetzungen des in sich ungekürzten Textes der wissenschaftlich
besten verfügbaren Ausgabe, kundige Einleitungen und exzellente
Kommentare: dies alles zu einem erschwinglichen Preis –
dergleichen ist heutzutage schon beinahe eine Heldentat." (Andreas
Dorschel, Süddeutsche Zeitung)
"Kein Superlativ scheint gegenüber diesem Werk übertrieben.
Vasaris Viten bilden eine geschlossene Geschichte der Kunst des
14. bis 16. Jahrhunderts, damit wurde ihr Autor zum viel
beschworenen 'Vater der Kunstgeschichte'. Nun bringt der Wagenbach
Verlag eine Neuedition mit neuen Übersetzungen heraus. Ein Blick
ein die ersten Bände erweist, dass es ihnen auf vorzügliche Weise
gelingt, so wörtlich wie möglich an Vasaris Text zu bleiben und
zugleich die Melodie seiner Diktion zu wahren. Erstmals seit der
Übersetzung Schorn und Försters in das Deutsche des frühen 19.
Jahrhunderts liegen damit die Viten in einer Form vor, die
vorzüglich lesbar ist, ohne die Genauigkeit der Schilderung
preiszugeben. Vasari wie noch nie." (Horst Bredekamp,
Literaturen)
"Der Verlag Klaus Wagenbach hat jetzt Vasaris Werk in vier Bänden
neu herausgebracht, wie sie Vasari wohl auch gern gelesen hätte.
Handlich, im Sakkotaschenformat und um einen reichen
Anmerkungsteil erweitert. Vasari leicht, pur und auf neustem
Forschungsstand. Italien ruft laut!" (Uta Baier, Die Welt)
Zum Autor
Giorgio Vasari, geboren 1511 in Arezzo in der Toskana, war ein
Universalgenie: Maler, Architekt (u. a. als Baumeister der
Uffizien), Berater der Medici, Kunstsammler und Historiker. Sein
Hauptwerk sind die Leben hervorragender Künstler. Vasari starb 1574
in Florenz.
Verlagsinformation |
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Leon Hempel/Jörg Metelmann (Hrsg.):
Bild – Raum – Kontrolle.
Videoüberwachung als Zeichen gesellschaftlichen Wandels.
Suhrkamp-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-518-29338-9. |
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Videoüberwachung hat sich in Deutschland als Praxis sozialer
Kontrolle etabliert. Von privater wie öffentlicher Seite werden
Kameras installiert, deren Präsenz die ständig zunehmende
Überwachung der Gesellschaft sichtbar macht. Die Videoüberwachung
liefert der medialen Öffentlichkeit ein Bild ihrer selbst und wird
zugleich zum Indiz für deren Wandel.
Die Praxis und der Symbolcharakter der Überwachungskamera lassen
sich aus verschiedenen theoretischen Perspektiven untersuchen, die
die Grenzverschiebungen im Selbstverständnis heutiger
Gesellschaften unterschiedlich reflektieren: von der Norm zum
Risiko, von der Disziplinar- zur Kontrollgesellschaft, in der
privater und öffentlicher, ziviler und militärischer Sektor
miteinander verflochten sind. Der Band vereint Beiträge aus
Kultur- und Medienwissenschaft, Kriminologie, Psychologie, Stadt-
und Techniksoziologie, Humangeographie, Evaluationsforschung sowie
Politik- und vergleichender Rechtswissenschaft.
Verlagsinformation |
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Rudolf Gerhardt/Hans Leyendecker:
Lesebuch für Schreiber.
Vom richtigen Umgang mit der Sprache und von der Kunst des
Zeitungslesens. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 2005. ISBN:
3-596-16411-7. |
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Zum
Buch
Brillante Formulierungen, bezeichnende Ausdrücke, klare Worte.
Rudolf Gerhardt war Professor für Journalismus an der Universität
Mainz und arbeitete u. a. für die FAZ, DIE ZEIT und die ARD. Hans
Leyendecker ist leitender politischer Redakteur bei der
Süddeutschen Zeitung. “Schreiben kann man lernen.”
Zum Autor
Dr. jur. Rudolf Gerhardt, geboren 1937, ist Professor für
Journalismus an der Universität Mainz. Studium der
Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main, Zulassung als RA. 1967
Promotion. Seit 1968 Mitherausgeber der "Zeitschrift für
Rechtspolitik". Zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema "Sprache".
Langjährige Tätigkeit als Journalist bei der FAZ, DIE ZEIT sowie
als Fernsehjournalist bei der ARD. Buchveröffentlichungen.
Verlagsinformation |
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April
2005 |
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Manfred Geier: Kants Welt.
Eine Biographie. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN:
3-499-61365-4. |
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Zum
Buch
Wie das kleine "Manelchen" zum weltweisen Denker wurde; wie Kant
aus dem Chaos den Kosmos neu erschaffen hat; wie der Herr
Professor aus Königsberg die Philosophie revolutionierte. Manfred
Geier beschreibt Leben und Werk des bedeutendsten deutschen
Philosophen. Und er erzählt die Geschichte eines Aufklärers,
dessen Schriften bis heute erstaunliche Aktualität haben.
Zum Autor
Manfred Geier, geboren 1943, promovierte über Noam Chomskys
Sprachtheorie und die amerikanische Linguistik. Zahlreiche
Buchveröffentlichungen. Er lebt in Hamburg und ist seit 1982 als
Sprach- und Literaturwissenschaftler an der Universität Hannover
tätig.
Verlagsinformation |
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Werner Faulstich:
Filmgeschichte.
UTB Uni-Taschenbücher Bd.2638. UTB Mittlere Reihe – UTB basics.
UTB 2005. ISBN: 3-8252-2638-7. |
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Zum
Buch
Filmgeschichte für Einsteiger – ein Überblick von den Anfängen bis
heute. Der Kanon internationaler Filmkultur wird im Licht des
aktuellen Forschungsstandes kompakt gebündelt. Im Mittelpunkt der
Darstellung stehen die in Deutschland wahrgenommenen
Mainstream-Filme, ausgewählt nach den Kriterien des künstlerischen
Einflusses, des kommerziellen Erfolgs und des
Repräsentativ-Typischen:
- die wichtigsten Epochen des Spielfilms
- Schlüsselfilme
- herausragende Regisseure und Filmemacher
- zentrale Genres
- die populärsten Stars.
UTB basics – Lehrbücher mit einem klaren Konzept:
- Merksätze, Definitionen und Kästen erleichtern das Behalten des
Stoffs
- Testfragen fördern das Verständnis
- ideal für die Prüfungsvorbereitung
Zum Autor
Dr. Werner Faulstich ist Professor für Medien und
Öffentlichkeitsarbeit an der Universität Lüneburg.
Verlagsinformation |
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Albrecht Behmel: Erfolgreich im
Studium der Geisteswissenschaften.
UTB Uni-Taschenbücher Nr.2660 UTB Mittlere Reihe X. Francke-Verlag
2005. ISBN: 3-8252-2660-3. |
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Eine
wertvolle Hilfe und Orientierung für alle Studienanfänger
geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Wie funktioniert eine
Hochschule und welche Rolle spielt der einzelne Student darin? Wie
kann der Studienablauf optimiert werden? Wie vermeidet man
typische Fehler? Wie sehen Dozenten die Hochschule? Anhand solcher
Fragestellungen werden die Studienanfänger in den Studienbetrieb
eingeführt und sie erhalten Hilfestellung bei Problemen wie
Schreibhemmung oder Prüfungsangst.
Verlagsinformation |
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März
2005 |
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Hans P. Duerr: Die Tatsachen des
Lebens.
Der Mythos vom Zivilisationsprozess Bd. 5. Suhrkamp-Verlag 2005.
ISBN: 3-518-45671-7. |
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Nach "Nacktheit und Scham" (1988), "Intimität" (1990), "Obszönität
und Gewalt" (1993) sowie "Der erotische Leib" (1997) liegt mit
"Die Tatsachen des Lebens" der fünfte und letzte Band von Hans
Peter Duerrs eingehender Kritik am Mythos vom Zivilisationsprozess
vor. Diese Kritik an einem etablierten wissenschaftlichen
Paradigma ist zwar im deutschsprachigen Bereich auf erbitterten
Widerstand gestoßen, sie hat zugleich jedoch zu einer
Erschütterung der einfachen Vorstellung von einem stetigen
Fortschreiten der Menschheit in das Zivilisationsparadies geführt.
Im abschließenden Band setzt sich der Autor vor allem mit der
Frage auseinander, ob das, was im Englischen "the facts of life"
genannt wird, also namentlich die Bereiche der Sexualität, der
körperlichen Reifung, der Körperfunktionen und der abweichenden
Verhaltensweisen, im Verlaufe der historischen Entwicklung
tatsächlich, wie von Elias und seiner Schule behauptet, in immer
stärkerem Maße mit dem Bann des Verschweigens oder mit Euphemismus
belegt hinter die Kulissen des öffentlichen Lebens in einen
expandierenden Privatbereich verdrängt wurde.
Schließlich untersucht der Ethnologe und Kulturanthropologe Duerr, welchen Wahrheitsgehalt die so
genannte "Informalisierungsthese" hat. Damit ist die Behauptung
gemeint, die
Lockerung einstmals strenger Disziplinierung unterworfener
Verhaltensweisen, wie sie seit den zwanziger Jahren des
vergangenen Jahrhunderts zu beobachten ist, bedeute keine
wirkliche Senkung der Schamschwellen und Peinlichkeitsstandard,
sondern lediglich die Konsequenz einer umfassenden Pazifizierung
des öffentlichen Lebens, weshalb dieser Prozess in keiner Weise
die Zivilisationstheorie in Zweifel ziehe.
Verlagsinformation
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Robert Stockhammer: Ruanda.
Über einen anderen Genozid schreiben. Suhrkamp-Verlag 2005. ISBN:
3-518-12398-X.
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Zum
Buch
In Ruanda wurden 1994 mindestens 800.000 Menschen ermordet. Im
vorliegenden Essay stellt sich Robert Stockhammer den Aporien der
Genozidbeschreibung. Diese rühren aus der Einsicht, dass es ebenso
problematisch ist, den ruandischen Völkermord mit der Shoah zu
vergleichen, wie es problematisch ist, solche Vergleiche
kategorisch auszuschließen. Statt dessen lotet er am Beispiel
dieses "anderen" Genozids den Vergleichsdruck aus, der auf dem
Schreiben über Völkermorde lastet.
Dafür untersucht er Bücher, die Afrikaner und Europäer seither
darüber geschrieben haben, darunter viele literarische Texte,
jedoch auch Zeugnisse von Überlebenden und Reportagen. Neben dem
Aufweis vieler bis in die deutsche Kolonialzeit zurückreichender
Stereotypen liefert Stockhammer wichtige Reflexionen zur
Beschreibbarkeit des Unbeschreibbaren.
Zum Autor
Privatdozent Dr. Robert Stockhammer lehrt am Fachbereich
Germanistik der FU Berlin und ist Komparatist.
Verlagsinformation |
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Jörg Baberowski: Der Sinn der
Geschichte.
Geschichtstheorien von Hegel bis Foucault. C.H. Beck-Verlag 2005.
ISBN: 3-406-52793-0. |
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Zum
Buch
Jörg Baberowski bietet einen fundierten Überblick über
einflussreiche Denker und Strömungen der Philosophie des 19. und
20. Jahrhunderts und zeigt anhand konkreter Fallbeispiele die
Bedeutung ihrer Theorien für den Alltag des Historikers auf. Sein
besonderes Augenmerk gilt dabei denjenigen philosophischen
Theorien, die Aufschluss darüber geben können, mit welchen
Methoden der Gegenstand der Geschichte erschlossen werden kann.
Eine verständlich geschriebene Einführung in Grundfragen der
modernen Geschichtstheorie von Hegel bis Foucault.
Zum Autor
Jörg Baberowski ist Professor für Geschichte Osteuropas an der
Humboldt-Universität Berlin.
Verlagsinformation |
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Karl R. Popper: Die Welt des
Parmenides.
Der Ursprung des europäischen Denkens. Herausgegeben von von Arne E. Petersen u.a. Piper-Verlag 2005. ISBN: 3-492-24071-2. |
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Zum
Buch
Ein Leben lang hat sich der aus Wien stammende Philosoph Karl R.
Popper mit den Vorsokratikern Parmenides, Xenophanes, Heraklit und
anderen auseinandergesetzt. Europa verdankt ihnen die Grundlegung
seiner Philosophie, seiner Wissenschaft und seines Humanismus. In
dieser einzigartigen Sammlung von Texten wird deutlich, wie die
Urväter der Philosophie und Naturwissenschaft Probleme durchdacht
haben. Popper zeigt in seiner klaren Sprache die erstaunliche
Vielfalt und ungebrochene Aktualität frühgriechischen Denkens.
"Parmenides öffnete mir die Augen für die poetische Schönheit der
Erde und des gestirnten Himmels. Er lehrte mich, sie mit neuem
Forscherblick zu betrachten." (Karl R. Popper)
Zum Autor
Karl R. Popper, geboren am 28. Juli 1902 in Wien, gestorben am 17.
September 1994 bei London. Er emigrierte 1937 nach Neuseeland, wo
er am University College in Christchurch lehrte. Von 1946 bis 1969
war er Professor an der London School of Economics. 1965 wurde er
von Königin Elizabeth II. geadelt. Popper war einer der
einflussreichsten und umstrittensten Philosophen des 20.
Jahrhunderts. Zahlreiche Veröffentlichungen.
Verlagsinformation |
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Rolf Zimmermann: Philosophie
nach Auschwitz.
Eine Neubestimmung von Moral in Politik und Gesellschaft.
Rowohlt-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN: 3-499-55669-3. |
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Die
Einweihung des Holocaust-Mahnmals in Berlin zeugt vom politischen
Selbstverständnis Deutschlands, den moralischen Absturz von
Auschwitz ein für allemal bewusst zu halten und die
Errungenschaften des demokratischen Rechtsstaats zu
unterstreichen. In der philosophischen Deutung muss es darum
gehen, aus der geschichtlichen Erfahrung eine Revision
traditioneller Moralbegriffe einzuleiten.
Verlagsinformation |
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Februar
2005 |
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Adam Green: magazine.
Engl.-Dtsch. Originalausgabe. Aus dem Amerikanischen von Thomas
Meinecke, mit 4 Collagen des Autors. Suhrkamp-Verlag 2005. ISBN:
3-518-12405-6. |
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Zum
Buch
"What am I doing in New York City?" fragt der jüngste und
vielversprechendste Songwriter New Yorks, ein Aufnahmegerät in der
Hand, ein Notizbuch griffbereit in der Hosentasche. Und was ihm
einfällt, landet entweder als Song im Recorder und später auf CD
oder im Heft und wird zum pulsierenden Text: Eine Zeitlang
sammelte Adam Green seine Textproduktion jenseits der Musik in
Fanzines, den sogenannten magazines. Jetzt sind diese, zusammen
mit dem Langgedicht "Flowers of Capitalism" und anderen zwischen
2001 und 2004 entstandenen Texten, erstmals in Buchform
erhältlich. Allen Ginsberg und Bob Dylan schwingen mit, Guillaume
Apollinaire und Rolf Dieter Brinkmann klingen an, vielleicht
flüstert auch Greens Urgroßmutter Felice Bauer durch die Verse.
Die MTV News überschlagen sich, die Pubertät macht weiter, Kriege
werden geführt, das Absurde liegt auf der Straße, und manchmal
hilft es, Ideen einfach durchzunumerieren. Die Ausgabe ist
zweisprachig, übersetzt von Autor und Musiker Thomas Meinecke
(Musik. Roman, 2004).
Adam Green schreibt nicht nur Songs. Mit "magazine" erscheint sein
weltweit erstes Buch. Es enthält eine Collage von Texten, die Adam
Green auch jenseits des Songwriting als genialen, gewagten,
verwegenen und gewitzten Sprachkünstler präsentieren.
Verlagsinformation
Weitere Informationen:
- Webseite von
Adam Green
-
Publikumsliebling mit Hochzeitssänger-Qualitäten (Netzeitung,
22.01.2005)
-
Ängstlicher Gast bei Harald Schmidt (laut.de, 20.01.2005)
-
Porträt von Adam Green (laut.de)
-
"Wer weiß, ob George W. Bush überhaupt existiert"
(Netzeitung, 10.01.2005)
-
Blumenwiese im Schnelldurchlauf (Netzeitung, 10.01.2005)
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Adam Green im Interview: "Sind Sie der neue Dylan?"
(Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 09.01.2005)
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Barbara Hahn: Die Jüdin Pallas
Athene.
Auch eine Theorie der Moderne. Berliner Taschenbuch Verlag 2005.
ISBN: 3-8333-0134-1. |
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Zum
Buch
Barbara Hahn stellt Paul Celans geheimnisvolle, paradoxe Figur der
Jüdin Pallas Athene an den Beginn ihres Buchs, das den Weg
deutscher Jüdinnen durch die deutsch-jüdische Geschichte von der
Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die Zeit nach 1945 nachzeichnet.
Sie skizziert die intellektuelle Landschaft, in der sich Rahel
Levin Varnhagen, Rosa Luxemburg, Elsa Lasker-Schüler, Margarete
Susman oder Hannah Arendt bewegten. Und sie entdeckt die Spuren
einer zerstörten Kultur, wenn sie das Leben und Denken uns
unbekannter jüdischer Frauen aus den Archiven wieder ans
Tageslicht hebt. Es ist die Geschichte der Mütter der ersten
Generation akkulturierter Jüdinnen, die noch in ihrer
traditionellen Welt lebten, und die Geschichte ihrer Töchter, die
einen hohen Preis für den Übergang bezahlten.
Zur Autorin
Barbara Hahn ist Kulturwissenschaftlerin und lehrt als Professorin
an der Princeton University Literatur. Sie ist Expertin für das
Werk Rahel Varnhagens und Hannah Arendts.
Verlagsinformation
Weitere Informationen:
-
Die Göttinnen der Klugheit. Rezension von Elisabeth von Thadden
(DIE ZEIT Nr. 30/2002)
-
Denken ist Glückseligkeit. Rezension von Viola Roggenkamp (DIE
WELT, 04.01.2003) |
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Günther Lachmann: Tödliche
Toleranz.
Die Muslime und unsere offene Gesellschaft. Mit einem Beitrag von Ayaan Hirsi Ali über die Situation der muslimischen Frauen.
Piper-Verlag 2005. ISBN: 3-492-04699-1. |
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Zum
Buch
Wir und unsere Muslime – eine explosive Mischung: Seit vierzig
Jahren leben Muslime in Deutschland – warum wird die Kluft
zwischen ihnen und den Deutschen immer größer? Lange Zeit wollte
es niemand wahrhaben: Die Integration der Muslime in die westliche
Gesellschaft ist gescheitert. Der Traum von der "multikulturellen
Gesellschaft" ist geplatzt.
Die Deutschen und ihre muslimischen Mitbürger leben nicht
miteinander, sondern nebeneinander – wird daraus bald ein
Gegeneinander? Durch die Abwehrhaltung der einheimischen
Bevölkerung und die mangelnde Integrationsbereitschaft der Muslime
leben viele von diesen in einer Parallelwelt: Dort werden oft die
Werte der westlichen Gesellschaft in anerkannt, wie Toleranz,
Meinungs- und Glaubensfreiheit. Statt dessen werden Ausgrenzung,
Unterdrückung der Frauen und Hass gegen "Ungläubige" und Juden
gepredigt. Abgekoppelt vom Westen, der sie nicht akzeptiert, sind,
so Günther Lachmanns Analyse, zunehmend mehr Muslime gerade in
Deutschland offen für die Botschaft der radikalen Islamisten.
Ayaan Hirsi hat dies am eigenen Leib zu spüren bekommen. In ihrem
Beitrag zu diesem Buch ruft sie die muslimischen Frauen im Westen
dazu auf, endlich ihre Rechte zu beanspruchen.
Zum Autor
Günther Lachmann, geboren 1961 in Papenburg, studierte
Volkswirtschaft in Münster und ist stellvertretender Leiter der
Parlamentsredaktion der "Welt am Sonntag". Schwerpunkt seiner
publizistischen Arbeit ist das Thema des Islamismus und der
Muslime in Deutschland.
Verlagsinformation |
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Januar
2005 |
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Inge Jens/Walter Jens: Frau
Thomas Mann, Großdruck. Das Leben der Katharina Pringsheim.
Ausgezeichnet mit dem Corine – Internationaler Buchpreis,
Kategorie Sachbuch 2003. Rowohlt-Taschenbuch-Verlag 2005. ISBN:
3-499-33217-5. |
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Zum
Buch
Katia Mann, geboren 1883 in Feldafing, gestorben 1980 in Kilchberg
bei Zürich, ist eine Legende. Jeder Leser der Werke Thomas Manns
kennt diese Frau. Doch was weiß man wirklich über sie, die in
ihrem Memoiren sagte, dass sie nie in ihrem Leben habe tun können,
was sie gern getan hätte? War die kluge und schöne Tochter aus
reichstem Münchener Hause, die erfolgreiche Studentin der
Mathematik und Physik nach ihrer Heirat nur noch "Frau Thomas
Mann", wie auf ihrem Briefkopf stand?
Zum Autor
Walter Jens, 1923 in Hamburg geboren, Studium der klassischen
Philologie und Germanistik in Hamburg und Freiburg; Promotion
1944, Habilitation 1949. 1962 bis 1989 Ordinarius für Klassische
Philologie und Allgemeine Rhetorik in Tübingen.
Verlagsinformation |
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Tariq Ali: Bush in Babylon. Die
Re-Kolonisierung des Irak. Heyne-Verlag 2005 (Aktualisierte
Ausgabe). ISBN: 3-453-62002-X. |
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Zum
Buch
Die Iraker haben die Geschichte ihres Landes als Spielball der
Weltreiche nicht vergessen und ordnen sich den neuen Besatzern
nicht widerstandslos als Kolonie unter. In diesem Buch beschreibt
der Autor und politische Publizist Tariq Ali die Geschichte des
irakischen Widerstandes gegen alte und neue Kolonisatoren.
Vehement widerspricht Ali der Ansicht, eine Besetzung sei der
einzige Weg zu einem Regimewechsel in einem korrupten oder
diktatorischen Staat, und belegt, welch verhängnisvollen Einfluss
die Interventionen der Weltreiche in der Geschichte des Landes
bislang hatten. Alis Buch ist eine provokante Streitschrift gegen
den Krieg als Mittel der Politik, eine faszinierende Darstellung
der Politik und Kultur des Irak – und eine Hommage an die Menschen
im Irak und an die unbeugsamen Dichter und Denker der arabischen
Welt.
Zum Autor
Tariq Ali wurde 1943 in Lahore (Pakistan) geboren. Als 20-Jähriger
emigrierte er nach London, wo er Politik und Philosophie studierte
und Ende der sechziger Jahre zu einem der wichtigsten Führer und
Vordenker der internationalen Studentenbewegung wurde. Heute
arbeitet Tariq Ali als Schriftsteller, Filmemacher und Journalist.
Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zur Weltgeschichte und
-politik, Bühnenstücke, Drehbücher und Romane.
Verlagsinformation
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Januar – Dezember 2004 |
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