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Pietro Verdini, 1936 in Gragnola in der Toscana geboren, kam schon
während seines Studiums bei den Franziskanerbrüdern, vor allem aber anschließend
als Beamter der Guardia di Finanza (Zoll- und Steuerbehörde) in vielen
italienischen Städten herum. Schon immer faszinierte ihn die Malerei, doch als
er in Brixen den deutschen Maler Conrad Peter Bergmann kennen lernte, nahm sein
Leben eine entscheidende Wende. Er wurde dessen eifrigster Schüler, stellte 1964
zum ersten Mal seine eigenen Werke in Rom der Öffentlichkeit vor, besuchte 1966
nach seiner dienstlichen Versetzung nach Trient die Kunstschule von Mariano
Fracalossi und beteiligte sich an weiteren Ausstellungen. 1981 schließlich
verließ er seine sichere Stellung bei der Guardia di Finanzia, um sich ganz der
Malerei zu widmen.
Da er die Berge liebte, ließ er sich für immer im Trentino nieder. In seinem
Haus in Pergine Valsugana entstehen in unermüdlicher Arbeit perfekt
durchgearbeitete Bilder in einem unverwechselbaren, eigenartigen Stil. Jedes
einzelne Motiv wird dabei so lange in immer neuen Varianten aufgegriffen, bis es
die ideale Form erreicht hat. Die Reduzierung auf das absolut Wesentliche und
die in mehreren Schichten aufgetragene tiefblaue Farbe, welche in ständigem
Kontrast zu weißen Linien steht, verleihen den Bildern eine unglaubliche
Intensität und Geschlossenheit. Sie sind in ein geheimnisvolles Dunkel gehüllt,
spielen in einer Art "Zwischenwelt" von Bewusstem und Unbewusstem, Realem und
Irrealem, Traum und Wirklichkeit. Die Personen, überwiegend aus dem bäuerlichen
Bereich, wirken in sich ruhend und sind ihrem Boden eng verhaftet, gleichzeitig
scheinen sie aber losgelöst und frei zu schweben. So vereint der Maler scheinbar
Gegensätzliches in perfekter Harmonie.
Damit trägt auch der Titel der Ausstellung "Leuchtendes Dunkel" keinerlei
Widerspruch mehr in sich.
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